Missio canonica

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Missio canonica ist der ältere Ausdruck für die kirchliche Lehrerlaubnis eines Theologen; wörtlich bedeutet der Begriff: kanonische Sendung, d.h. einen rechtlich verbindlichen Auftrag der zuständigen kirchlichen Autorität. Der Auftraggeber kann die Lehrbefugnis ggf. auch entziehen, z.B. im Fall von Hans Küng (Tübingen), Uta Ranke-Heinemann (Essen) oder Eugen Drewermann (Paderborn).

Die Missio Canonica ist kein Sakrament, keine Weihe, obwohl es nicht schwer fällt, diese Sendung aus dem Sakrament der Firmung abzuleiten. Aber immerhin sagt das Zweite Vatikanische Konzil ausdrücklich: Zur Ausübung dieses Apostolates, also des prophetischen Amtes Christi, schenkt der Heilige Geist, der die Heiligung des Volkes Gottes durch den Dienst des Amtes und die Sakramente wirkt, den einzelnen Gliedern auch besondere Gaben, die er einem jeden zu teilt, wie er will" (1 Kor 12,11 EU).

Missio Canonica: ein Dienst am Wort

Die Missio Canonica tatsächlich ein ministerium verbi, ein Dienst am Wort. Es ist eine Teilnahme der Laien an der Sendung der Kirche. "Die Laien, die am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi teilhaben, verwirklichen in der Kirche und in der Welt ihren Anteil an der Sendung des ganzen Volkes Gottes. [1] Für die Priester und auch für die kirchlich gesendeten Laien gilt: "Ego mitto vos - Siehe, ich [JESUS CHRISTUS] sende euch" (Lk 10,3 EU).

"Sie üben tatsächlich durch ihre Mitwirkung an der Evangelisierung und Heiligung der Menschen und an der Durchdringung und Vervollkommnung der Ordnung der zeitlichen Dinge mit dem Geiste des Evangeliums ein Apostolat aus, so dass ihr Tun in dieser Ordnung ein offenkundiges Zeugnis für Christus ablegt und dem Heil der Menschen dient."[2]

Anmerkungen

  1. 18. November 1965 Dekret Apostolicam actuositatem über das Laienapostolat, Nr. 2
  2. II. Vatikanum 18. November 1965 Dekret Apostolicam actuositatem über das Laienapostolat, Nr. 2
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