Misericordiarum Deus (Wortlaut)

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Dekretalschreiben
Misericordiarum Deus

von Papst
Pius XI.
an alle Ehrwürdigen Brüder, die Patriarchen, Primaten, Erzbischöfe, Bischöfe
und die anderen Oberhirten, welche in Frieden und Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhle leben
zur Heiligsprechung des seligen Petrus Canisius und zu seiner Erhebung zum Kirchenlehrer
21. Mai 1925 [1]

(Offizieller lateinischer Text: AAS XVII (1925) 349-365)

(Quelle: Heilslehre der Kirche, Dokumente von Pius IX. bis Pius XII. Deutsche Ausgabe des französischen Originals von P. Cattin O.P. und H. Th. Conus O.P. besorgt von Anton Rohrbasser, Paulus Verlag Freiburg/Schweiz 1953, S. 1239-1260; Imprimatur Friburgi Helv., die 22. maii 1953 L. Weber V. G.)

Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Der heilige Petrus Canisius

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Die Heiligen, besonders Petrus Canisius im Vorsehungsplan

1 Der barmherzige Gott erweckte einst Propheten aus der Mitte des auserwählten Volkes, um die Söhne Israels, die seinen Geboten untreu waren, auf den Weg der Gerechtigkeit und Wahrheit zurückzurufen. Auch im Neuen Bunde hat er im Verlauf der Jahrhunderte inmitten seiner Kirche immer wieder Männer erstehen lassen, die sich durch Frömmigkeit und Wissen auszeichneten. Entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen sollten sie die treuen Christen im Glauben bestärken, die Getrennten zur katholischen Einheit zurückführen und die reine Wahrheit des Evangeliums mit Wort und Tat gegen die Angriffe der Gegner energisch verteidigen.

Einen hervorragenden Beweis für diese wunderbare Vorsehung, mit der Gott seine Kirche lenkt, haben wir im seligen Petrus Canisius. Wie der Prophet Ezechiel wurde er zu abtrünnigen Völkern [2] gesandt und erfüllte unter ihnen Christi Auftrag im Glanze so hoher Tugend und Gelehrsamkeit, dass man ihn mit Recht Hammer der Ketzer und zweiten Apostel Deutschlands nach dem heiligen Bonifatius genannt hat. Er galt verdientermaßen als eigens dazu von Gott auserkoren, um in Deutschland die Religion in Schutz zu nehmen.

I. Leben und Werk des heiligen Petrus Canisius

A. In der Apostelschule des heiligen Ignatius

1. Der erste Jesuit aus deutschen Landen

a) Bedeutungsvolles Geburtsjahr

2 Petrus Canisius wurde am 8. Mai 1521, am Feste der Erscheinung des heiligen Erzengels Michael, zu Nymwegen in Geldern aus vornehmem Geschlecht geboren. Seine frommen Eltern waren Jakob Kanis und Aegidia van Houweningen. Im gleichen Jahre wurde in Deutschland das Zeichen gegeben zum ungeheuren Aufstand gegen den katholischen Glauben und den Apostolischen Stuhl, und eine gewaltige Menschenmenge wurde durch diese bedauerliche Abfallsbewegung von der mystischen Einheit der Kirche Christi losgerissen. In Spanien wurde in jenem Jahre Ignatius von Loyola, der Gründer der Gesellschaft Jesu, bei der Belagerung der Festung von Pamplona zu seinem Seelenheil verwundet; er entsagte dem irdischen Kriegsdienst und bekehrte sich, um von nun an für den Herrn zu kämpfen. Gewiss wollte Gott damit auf seine künftigen Gegner und seinen Anführer im heiligen Kampf hinweisen.

b) Höhere Studien und Keuschheitsgelübde

3 Nach seiner Kindheit, die er im Elternhaus verbrachte, begab sich der Knabe nach Köln, um sich den humanistischen Studien zu widmen. In Löwen studierte er sodann Kirchenrecht und kehrte nach Abschluss dieses Studiums auf Geheiß seines Vaters abermals nach Köln zurück, um sich dort mit Zivilrecht und Philosophie vertraut zu machen. Beide Disziplinen absolvierte er dank seinen Talenten mit hoher Auszeichnung und berechtigte zu den schönsten Hoffnungen. Inzwischen lernte der Student in etwa auch die Gefahren kennen, denen die unerfahrene Jugend leicht anheimfällt; aber mit Gottes Hilfe erlangte er bald die frühere Herzensreinheit und Seelenruhe wieder. Dabei war ihm besonders der gottverbundene Priester Nikolaus van Esche behilflich, der ihm in Köln als Seelenführer und als Lehrmeister der christlichen Vollkommenheit zur Seite stand.

Schon längst hatte er beabsichtigt, sich ganz Gott zu weihen. Daher schlug er eine ehrenhafte Ehe aus und gelobte, um sein Vorhaben mit Großmut auszuführen, am 20. Februar 1540 ewige Keuschheit. Kurz vor seinem Tode bekannte der Selige, er habe dieses Gelübde niemals bereut. Nachdem er in Philosophie doktoriert hatte, begann er mit gewohntem Eifer das Theologiestudium. Inzwischen betete er inständig zu Gott, er möge ihm deutlicher den Weg weisen, den er einschlagen solle.

c) Eintritt in die Gesellschaft Jesu

4 Damals war der selige Peter Faber, der erste Gefährte des heiligen Ignatius in der von ihm gegründeten Gesellschaft Jesu, eben nach Mainz gekommen. Peter Faber war namentlich ein ausgezeichneter Exerzitienmeister. Tief beseelt vom Verlangen, diesen vielgerühmten Diener Gottes kennenzulernen, eilte Canisius nach Mainz und stellte sich ihm als gelehriger Jünger vor. Einen vollen Monat weilte er bei ihm und erfuhr an sich selber die wunderbare Segenskraft der geistlichen Übungen. Da beteuerte er, er werde nicht. scheiden, bevor ihm Peter Faber die Aufnahme in die Gesellschaft Jesu zugesagt habe. Es war ihm nämlich klar geworden, dass dies der Priesterorden sei, den ihm Gott in seiner Kindheit zu wiederholten Malen durch deutliche prophetische Zeichen gewiesen hatte. Sein Wunsch ging in Erfüllung, und er wurde im Mai 1543 als erster aus deutschen Landen in die Gesellschaft Jesu aufgenommen.

Nach Köln zurückgekehrt, stellte er seinen heroischen Entschluss zur evangelischen Armut unter Beweis. Nach dem Tode seines Vaters verschenkte er sein großes Erbe fast restlos an die Armen; für sich und seine Gefährten behielt er nur das Allernotwendigste zum Abschluss der Studien. Schon zu dieser Zeit war er dermaßen von heiligem Glaubenseifer beseelt, dass er als junger Diakon in seinen Predigten mit Erfolg gegen die anmaßenden Behauptungen der Reformatoren auftrat und ihren Angriff zum Stillstand brachte.

d) Erstes Wirken und feierliche Profess

5 Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1546 wurde Petrus Canisius als Kanzelredner bald so berühmt, dass die bekanntesten Dome fast ganz Deutschlands und selbst die Fürstenhöfe ihn als Prediger begehrten. Er setzte sich mit seiner ganzen Kraft ein, um die Rechte der katholischen Kirche zu verteidigen, die Schwankenden vor dem Abfall zu bewahren und die Gefallenen wieder aufzurichten. Auf allgemeinen Wunsch der Geistlichkeit und der Bevölkerung von Köln begab er sich zu Georg von Österreich, Bischof von Lüttich, und zu Kaiser Karl V., um gegen den Kölner Erzbischof Hermann von Wied einzuschreiten, der sich durch das Ränkespiel der Reformatoren und durch die verlockende Neuheit ihrer Lehren hatte umgarnen lassen und die falschen Anschauungen offen vertrat.

Petrus Canisius war kaum sechsundzwanzig Jahre alt, als er von Kardinal Otto Truchseß, Bischof von Augsburg, als amtlich beauftragter Theologe zum Konzil von Trient entsandt wurde, denn schon damals bewunderte man seine Gelehrsamkeit und seinen apostolischen Seeleneifer.

Vom heiligen Ignatius nach Rom berufen, war es ihm zu seiner größten Freude und zu seinem eigenen Nutzen vergönnt, eine Zeitlang in nächster Nähe seines Ordensvaters zu leben. Sodann führte ihn der Gehorsam nach Sizilien in die berühmte Stadt Messina, wo er im ersten Kolleg der Gesellschaft mit höchster Auszeichnung die klassischen Sprachen lehrte. Kaum ein Jahr später wurde er jedoch nach Rom zurückberufen und legte am 4. September 1549 In der Kirche Maria della Strada in die Hände seines heiligen Ordensvaters Ignatius die feierliche Profess der vier Gelübde ab.

2. Berufung zum Glaubensapostel Deutschlands

a) Christus-Erlebnis im Petersdom zu Rom

6 Tags zuvor war es ihm in der Vatikanischen Basilika durch göttliche Erleuchtung klar zu Bewusstsein gekommen, dass er zum Apostel Deutschlands berufen sei. Als er an diesem Gnadentage am Grabe des Apostelfürsten ins Gebet versunken war, ließ ihn der Herr Jesus Christus einen Blick tun in sein geöffnetes Erlöserherz und am Quell der reinsten Liebe schöpfen. Der Selige trat in ehrfürchtigem Schauer heran und konnte den brennenden Durst seiner Seele nach Glauben, Hoffnung und Liebe in vollen Zügen stillen. Gestärkt durch diesen wunderbaren Erweis der göttlichen Güte, hegte er von da an eine innige Verehrung zum Heiligsten Herzen Jesu und unterwies auch andere in dieser überaus heilsamen Andacht. Ja, er verfasste zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu tiefsinnige Gebete. Daher zählt man ihn verdientermaßen zu den berühmten Vorläufern der heiligen Margareta Maria Alacoque.

b) Sendung durch Papst Paul III.

7 Mit diesen und andern außerordentlichen Gnadenerweisen Gottes ausgestattet, war der neue Apostel Deutschlands gewiss aufs trefflichste vorbereitet. Er musste aber noch von jenem beauftragt werden, dem allein gesagt wurde: Weide meine Schafe! [3] Schreibt doch der Apostel von allen andern Verkündern des Evangeliums: Wie können sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind?[4] Da nun der selige Petrus Canisius vom heiligen Ignatius nach Deutschland zurückgeschickt wurde, um sich dort niederzulassen, trat er demütig hin vor Papst Paul III., wie einst der heilige Bonifatius vor Gregor II., um den apostolischen Segen zu erbitten. Wahrlich glückselig der Papst, dem es vergönnt war, zwei ausgezeichneten, in der Kirche rühmlichst bekannten Glaubensboten aus der von ihm bestätigten Gesellschaft Jesu seine Vollmacht zu übertragen und seinen Segen zu spenden: Franz Xaver und Petrus Canisius!

Canisius machte sich sogleich auf den Weg, da er sich nun in seiner wunderbaren Berufung durch die Sendung des Papstes bestärkt fühlte. Auf Geheiß seiner Obern verweilte er jedoch einige Zeit in Bologna, um sich das Doktorat der Theologie zu erwerben., Nach glänzend bestandener Prüfung und nach der feierlichen Überreichung des Doktorhutes durch Kardinal Johann Maria del Monte, den nachmaligen Papst Julius III., überschritt er die Alpen und kam gegen Ende des Jahres 1549 nach Ingolstadt.

B. Wirken im Lande der Reformation

1. Wortführer des katholischen Glaubens

a) Reisen, Reichstage und Religionsgespräche

8 In einem Zeitraum von mehr als vierzig Jahren hat Canisius einzig und allein zur größeren Ehre Gottes eine Unsumme von Arbeit geleistet und unsägliche Strapazen auf sich genommen. Fast alle Gegenden Deutschlands, besonders Bayern und Franken, sowie Österreich und Böhmen und auch die Schweiz hat er als Glaubensapostel durchwandert. Menschen aus allen Volksschichten hat er gemeinsam oder einzeln in den Heilslehren unterwiesen, viele Städte entweder vor der Reformation bewahrt oder, wenn sie der Häresie bereits verfallen waren, dem katholischen Glauben wieder gewonnen.

Auf den Reichstagen zu Regensburg und Augsburg veranlasster die Landesfürsten, für die Rechte der Kirche und den Schutz der öffentlichen Sittlichkeit einzutreten. Als er beim Religionsgespräch zu Worms mit den führenden Reformatoren verhandelte, brachte er sie durch sein umfassendes Wissen und sein überzeugendes Wort zum Verstummen. Auf Befehl Papst Pauls IV. begab er sich nach Polen zum Reichstag von Petrikau. Trotz des ungünstigen Verlaufes jener Verhandlungen ließ er sich bis zum Ende in seinem Starkmut nicht erschüttern.

b) Ordensprovinzial; Stanislaus Kostka

9 Der heilige Ignatius bestimmte ihn zum ersten Vorsteher der oberdeutschen Ordensprovinz. In dieser Eigenschaft gründete Canisius vielerorts Niederlassungen und Kollegien und entsandte Missionare in alle Teile Deutschlands zur Ausrottung der Irrlehren und zur Wiedererweckung des christlichen Lebens. Zu Dillingen in Bayern war unter Gottes Gnadenbeistand ein derartiges Kolleg entstanden. Als der heilige Stanislaus Kostka von der jungfräulichen Gottesmutter zur Gesellschaft Jesu berufen wurde, flüchtete er mit wunderbarer Entschlossenheit von Wien nach Rom und besuchte unterwegs Pater Canisius, der damals in Dillingen weilte. Dieser behielt den idealgesinnten Jüngling einen Monat lang bei sich, um seinen Beruf zu prüfen. Dann schickte er ihn nach Rom zum heiligen Franz Borgia, dem dritten General der Gesellschaft. Offen erklärte er, sein Schützling gebe Anlass zu den schönsten Hoffnungen, die sich später auch tatsächlich erfüllten.

c) Konzilstheologe, Fürstenberater und päpstlicher Legat

10 Als das Tridentinische Konzil von Unserem Vorgänger Pius IV. erneut einberufen wurde, nahm Petrus Canisius auf inständiges Ersuchen der päpstlichen Gesandten abermals daran teil. Da offenbarte sich seine erstaunliche Gelehrsamkeit im Verlauf der Verhandlungen, die Reife seines Urteils bei der Klarstellung von Fragen, seine geistige Schlagfertigkeit in den Antworten und seine würdevolle Entschiedenheit in der Äußerung seiner Ansichten. Von da an trug er zum Erfolg dieses hochbedeutsamen Konzils selbst in seiner Abwesenheit nicht weniger bei als durch seine persönliche Gegenwart. Wichtige religiöse Angelegenheiten zwangen ihn nämlich, von Trient nach Augsburg zurückzukehren. Von dort berief ihn Kaiser Ferdinand wieder als Ratgeber zur Theologenversammlung nach Innsbruck. Stets war Pater Canisius ein ebenso energischer wie kluger Vorkämpfer für die Freiheit der Kirche in der Leitung des Konzils und für die Rechte des Heiligen Stuhles. Um seiner Genugtuung über dessen verdienstvolles Wirken Ausdruck zu verleihen, beschied Papst Pius IV. den damaligen stellvertretenden General der Gesellschaft Jesu, Franz Borgia, zu sich und sprach sich sehr lobend über Canisius aus. Da er den in der Ferne weilenden Sohn nicht persönlich umarmen konnte, schloss er an seiner Stelle seinen heiligen Ordensvater sehr liebevoll ans Herz. Als dann Petrus Canisius in Angelegenheiten der Gesellschaft nach Rom kam, gab ihm der Papst vor seiner Rückkehr nach Deutschland den Auftrag, die Beschlüsse des Konzils von Trient den Bischöfen und weltlichen Fürsten im Namen des Heiligen Stuhles bekanntzugeben und überall für deren Durchführung zu sorgen.

Auch Papst Gregor XIII. betraute ihn mit verschiedenen Aufgaben. Allen Schwierigkeiten trat er mit Begeisterung und unversieglichem Mut entgegen und führte äußerst wichtige kirchliche Angelegenheiten oft sogar unter Lebensgefahr glücklich zum Abschluss.

d) Hochschulreform und Collegium Germanicum

11 Ferner unternahm er an den Hochschulen, wo die Theologie und die profanen Wissenschaften auf einen bedauerlichen Tiefstand herabgesunken waren, eine Neuordnung des Studienbetriebes. Besondere Sorgfalt ließ er dem Collegium Germanicum in Rom angedeihen, das zur gründlichen Erziehung und Ausbildung deutscher Studenten bestimmt war, die nach ihrer Rückkehr in die Heimat sich als wackere Christusjünger in den Dienst der Kirche stellen sollten.

2. Der Schriftsteller und seine Hauptwerke

a) Widerlegung der Magdeburger Zenturiatoren

12 Es ist wahrhaftig erstaunlich, wie Canisius inmitten all dieser Sorgen noch Zeit und Kraft fand, um eine ganze Anzahl hervorragender Werke zu schreiben, die allein schon ein vollbeschäftigtes Leben mit Arbeit restlos ausgefüllt hätten. Außer den noch unveröffentlichten Handschriften (darunter etwa zweitausend Predigten über Fragen der Glaubens- und Sittenlehre, die in dreiunddreißig Bänden gesammelt sind) zählt man über dreißig von ihm selber veröffentlichte Werke.

Im Auftrag Unseres heiligen Vorgängers Pius V. unternahm er ein geschichtliches und zugleich theologisches Verteidigungswerk der katholischen Wahrheit gegen die Magdeburger Zenturiatoren [5]. Die zwei ersten und leider einzigen, sehr umfangreichen Bände, die den gemeinsamen Titel tragen « Über die Entstellungen des Gotteswortes », sind tatsächlich eine großartige Leistung, so dass man es damals bedauerte und heute noch bedauern muss, dass Canisius dieses in riesenhaften Ausmaßen angelegte Werk aus heldenmütigem Gehorsam nicht vollenden konnte. Ausgehend von der Predigt Johannes des Täufers zeigt der gelehrte Verfasser im ersten Band, dass entgegen den Behauptungen der Zenturiatoren zur inneren Rechtfertigung außer dem Glauben auch die guten Werke notwendig sind. Der zweite Band, der ganz dem Lob der seligsten Jungfrau Maria gewidmet ist, enthält eine vollständige und sehr reichhaltige Lehre über die Gottesmutter, die sich auf die Heilige Schrift und die katholische Überlieferung stützt. Diese achthundert Seiten sind gleichsam der Spiegel einer edlen Seele, eines hochgelehrten Geistes und eines zartfühlenden Herzens voll kindlicher Liebe zur « Unvergleichlichen Jungfrau Maria und hochheiligen Gottesgebärerin » [6], wie sich der Verfasser selbst ausdrückt.

b) Väterausgaben, Erbauungsbücher und Briefe

13 Er betrachtete sich sozusagen als Schuldner aller Kreise und reichte allen Ständen nützliche und gesunde Seelennahrung: den Gebildeten schenkte er vollständigere und, soweit es damals möglich war, kritische Ausgaben der Werke des heiligen Leo des Großen und des heiligen Cyrill von Alexandrien, sowie der Briefe des heiligen Hieronymus; für die studierende Jugend schrieb er sogar eine lateinische Grammatik; um das religiöse Leben des Volkes zu fördern, verfasste er mehrere Schriften unter den Titeln: « Kirchliche Lesungen und Gebete für katholische Schulen I), « Unterweisungen und Übungen » und « Anmerkungen zu den Lesungen aus den Evangelien » [7]; für den Adel bestimmte er sein « Handbuch der Frömmigkeit, Unterweisungen über das Gebet für einen christlichen Prinzen ».

Denselben Reichtum an Gelehrsamkeit und Kenntnissen, dasselbe unermüdliche Ringen um Gottes Ehre, den gleichen Seeleneifer verraten die zahllosen Briefe des Seligen über die verschiedensten, manchmal äußerst wichtigen Gegenstände. Einige davon könnte man zutreffend als theologische oder aszetische Abhandlungen bezeichnen. Diese jüngst veröffentlichten Briefe füllen acht umfangreiche Bände [8].

c) „Summe der christlichen Lehre“ oder „Katechismus“

14 Allergrößten, geradezu weltweiten Ruhm erntete jedoch der selige Petrus Canisius verdientermaßen mit seiner « Summe der christlichen Lehre ». Während seiner Tätigkeit als Professor der Theologie an den Universitäten von Ingolstadt und Wien hatte Canisius die Notwendigkeit dieses Buches lebhaft empfunden. Darum entsprach er gern dem Wunsche des Kaisers Ferdinand und veröffentlichte im Jahre 1555 zuerst für die theologischen Fakultäten und Hochschulen seine « Summe », die bei Bischöfen und Theologen sehr gute Aufnahme fand und sich für die Kirche als außerordentlich nützlich erwies. Sie. enthält eine knappe und übersichtliche Darstellung der katholischen Lehre und hat darum bis in die jüngste Zeit zur Bildung der Kleriker und zur Widerlegung der Irrlehren hervorragende Dienste geleistet. Das gleiche, wenn möglich ein noch höheres Ansehen trugen dem gelehrten Verfasser der sogenannte Kleinere und der Kleinste Katechismus ein. Beide sind zweckdienliche Auszüge aus der « Summe» für die Mittelschulstufe und die Volksschulen. Noch zu Lebzeiten des Seligen erreichten diese Werke zweihundert Auflagen. Nach seinem Tode wurden sie in unzähligen Ausgaben nicht allein in Deutschland, sondern in etwa zwanzig verschiedenen Übersetzungen durch ganz Europa verbreitet [9].

Man hat die « Summe» des seligen Petrus Canisius mit dem « Buch der Sentenzen » des Petrus Lombardus verglichen und den Einfluss, den der Verfasser des « Katechismus » auf das Abendland ausgeübt hat, der Bedeutung des heiligen Cyrillus von Jerusalem für die morgenländische Kirche gleichgestellt. Und Robert Bellarmin soll bedauert haben, dass ihm der Katechismus des seligen Petrus Canisius zu spät bekannt geworden sei; er hätte sonst nicht einen eigenen geschrieben, sondern jenen ins Italienische übersetzt.

C. Seelenbildnis und Vollendung

1. Der große Beter und strenge Büßer

15 Trotz der großen Beanspruchung durch eine Unmenge von Sorgen, Arbeiten und Reisen war der selige Diener Gottes stets innerlich gesammelt und mit Gott vereinigt. Wenn er zu Hause war, verwandte er mit Vorliebe viele Stunden täglich, manchmal sogar einen Teil der Nacht auf das Gebet. Oft vergoss er Tränen dabei und war dermaßen den Sinnen entrückt, dass man ihn nur mit Mühe zu den unumgänglichen menschlichen Rücksichten bewegen konnte. Wie schon angedeutet, hegte er eine innige Verehrung zur jungfräulichen Gottesmutter und drang daher überall auf Gründung von Marianischen Kongregationen für die Jugend sowie für die verschiedensten Volks kreise. In seinem unnachgiebigen Bußeifer ging er nicht selten bis zu blutigen Strengheiten; Nachtwachen und Fasten benutzte er oft als Waffen, um der Schwierigkeiten der Seelsorge besser und rascher Herr zu werden. Er gab ein herrliches Beispiel der Abtötung und Geduld. Niemals ließ er sich durch Schmähungen oder Drohungen und nicht einmal durch Lebensgefahr von seinem Vorhaben abbringen. In seiner Demut schlug er den Bischofssitz von Wien aus, obwohl er ihm wiederholt angetragen wurde. Nur mit Mühe konnte man ihn dazu bestimmen, die Verwaltung dieses Kirchensprengels zu übernehmen, der ihm von Papst Julius III. in apostolischem Auftrag auf ein Jahr anvertraut wurde.

2. Der demütige und hochverehrte Ordensmann

16 So demütig dachte er von sich selber, dass er Papst Pius V. flehentlich bat, er möge davon absehen, ihn in das Kardinalskollegium zu berufen. Aber alle bedeutenden Zeitgenossen in Kirche und Staat schätzten ihn sehr hoch; vier Päpsten stand er besonders nahe. Kaiser Ferdinand, Herzog Albert von Bayern und andere Fürsten unterhielten enge Beziehungen zu ihm. Die Männer, die damals in der Kirche im Rufe der Heiligkeit standen, schenkten ihm ihre besondere Freundschaft. Außer dem heiligen Ignatius und anderen zeitgenössischen Heiligen und Seligen aus der Gesellschaft Jesu sowie dem schon öfter genannten heiligen Pius V. erwähnen Wir nur Karl Borromäus und Philipp Neri neben mehreren anderen heiligmäßigen Männern, die ihre hohe Bewunderung für Petrus Canisius offen kundgetan haben.

Gemäß den Anweisungen seines Ordensvaters Ignatius pflegte er vor allem den Gehorsam. Zeit seines Lebens übte er diese Tugend in vorbildlicher Weise; insbesondere als man ihm, der mehr durch Arbeit als durch das Alter gebrochen war, alle Ämter und Verwaltungslasten abnahm, fügte er sich bereitwillig und freudig den Anordnungen jedes beliebigen Oberen, so unbequem oder gar unliebsam er ihm auch sein mochte.

3. Lebensabend und Tod zu Freiburg i. d. Schweiz

17 Den letzten Teil seines arbeitsreichen Lebens verbrachte er zu Freiburg in der Schweiz. Geradezu unglaublich ist die Arbeitslast, die er dort siebzehn Jahre lang bewältigt hat zur größeren Ehre Gottes, zum Heile vieler Seelen und zur Erhaltung oder Wiederbelebung des Glaubens in mehreren Kantonen. Schließlich befiel ihn eine schwere Krankheit, und er fühlte, dass das ersehnte Ende seines Lebens kurz bevorstand. Er empfing die heiligen Sakramente der Kirche und verschied im Herrn unter dem persönlichen Beistand der heiligen Gottesmutter, wie die Legende berichtet, zu Freiburg im Jahre des Heils 1597, in seinem 77. Altersjahr, am 21. Dezember, dem Fest des heiligen Apostels Thomas.

Nach seinem Hinscheiden erwies ihm die ganze Stadt wie einem gemeinsamen Vater die letzten Ehren. Eine außerordentlich große Volksmenge hatte sich eingefunden und bekundete herzliche Teilnahme und tiefe Trauer. Zuerst wurde der ehrwürdige Leib in der Hauptkirche der Stadt, die dem heiligen Nikolaus geweiht ist, beigesetzt. Nach achtundzwanzig Jahren übertrug man ihn in die Kirche des heiligen Michael, die zum Kollegium der Gesellschaft Jesu gehört; dort steht er heute noch in hoher Verehrung.

II. Nachleben und Verherrlichung

1. Die ersten Wunder am glorreichen Grabe

18 Gleich nach dem Tode des seligen Petrus Canisius, verbreitete sich in ganz Nordeuropa der glorreiche Ruf der Wunder, die an seinem Grabe geschahen. Außer denen, die vom Heiligen Stuhl bei der Seligsprechung des Ehrwürdigen anerkannt wurden, und die Wir weiter unten berichten werden, seien von diesen Wundertaten noch einige hier angeführt. Dadurch möge die strahlende Glorie jedermann bekannt werde, die Gott denen zur Vergeltung schenkt, die seinen heiligen Namen mit Ihrer ganzen Kraft auf Erden zu verherrlichen bemüht sind.

Als der heilige Leib des seligen Petrus Canisius vor der Beisetzung zur allgemeinen Verehrung der Gläubigen in der St. Nikolauskirche öffentlich aufgebahrt war, fand sich auch eine fromme Freiburgerin ein, die schon lange an unheilbarer Fallsucht litt. Mit großem Vertrauen sagte sie sich wie die Frau im Evangelium: Wenn ich nur sein Kleid berühre, werde ich gesund [10]. Die große Trauergemeinde hinderte sie jedoch, näher an die Leiche des Dieners Gottes heranzutreten; darum blieb sie die ganze folgende Nacht insgeheim und unbemerkt in der Kirche und betete an der Gruft, wo die heiligen Überreste unterdessen beigesetzt worden waren. Sie wurde in ihrem Vertrauen nicht getäuscht. Am andere Morgen kehrte sie gesund nach Hause zurück und war für ihr ganzes Leben vom früheren Leiden gehellt.

An demselben glorreichen Grabe erhielt ein Mädchen, das von Geburt an taubstumm war, Gehör und Sprache. Eine Frau Simona Toba erlangte auf die Fürbitte des seligen Canisius die Sehkraft eines kranken Auges wieder. Eine Ursuline wurde von einem Schlagfluss und anderen Beschwerden plötzlich vollständig geheilt. So wurden auf Canisius' Fürbitte hin noch mehrere andere unheilbare Krankheiten geheilt, und eine große Feuersbrunst wurde auf wunderbare Weise gelöscht.

2. Einleitung des Prozesses über den Diener Gottes

19 Als der Ruf der Heiligkeit und Wunder immer größer wurde, veranlassten die Bischöfe von Lausanne und Freising 1626 und 1630 die Einleitung einer kanonischen Untersuchung über Canisius' Leben, Tugenden und Wunder. Der Kriegsausbruch verunmöglichte jedoch die Fortführung des Prozesses. Nachdem endlich die Ruhe wieder hergestellt war, richteten im Jahre 1730 Kaiser Karl VI. und andere Reichsfürsten und Bischöfe ein Gesuch an den Papst und baten den Heiligen Stuhl um die Ehre der Altäre für den unermüdlichen Vorkämpfer des katholischen Glaubens. Daraufhin ordnete Papst Klemens XII. die Einleitung des Prozesses des ehrwürdigen Petrus Canisius bei der Ritenkongregation an. Nun wurden in päpstlichem Auftrag Untersuchungen aufgenommen über den heroischen Tugendgrad des Dieners Gottes. Wiederum erlitt die Fortführung des Prozesses einen langen Unterbruch durch die Stürme, die in der Folgezeit über Kirche und Staat hinwegfegten. Erst Papst Gregor XVI. gab am 28. Januar 1844 auf Zustimmung der Konsultoren und Kardinäle der Ritenkongregation die feierliche Erklärung ab: « Der heroische Tugendgrad, und zwar der göttlichen, sittlichen und aller damit verbundenen Tugenden des ehrwürdigen Dieners Gottes Petrus Canisius, Profess-Priester der Gesellschaft Jesu, steht fest. Folglich kann man den Prozeß mit Sicherheit weiterführen und zur Untersuchung der vier Wunder schreiten.»

3. Prozess und Feierlichkeiten der Seligsprechung

20 Zur Prüfung der Wunder wurde sodann wie gewöhnlich eine vorgängige und eine vorbereitende Sitzung abgehalten, und zwar 1860 und 1862. Ihnen folgte die Generalkongregation im Vatikan am 12. Januar 1864. In Anwesenheit des Papstes Pius IX. legte der Prozessführer Kardinal Konstantin Patrizi die Frage vor: « Stehen die eingereichten Wunder als solche fest, und zwar welche? Und was ergibt sich daraus für den Fortgang des Prozesses?» Daraufhin gaben die Kardinäle und Konsultoren einzeln ihre Stimmen ab. Die öffentliche Verkündigung des päpstlichen Urteils über diese allgemeine Abstimmung verschob Unser Vorgänger jedoch bis zum Fest des heiligen Joseph, am 17. April desselben Jahres. An diesem Tage brachte er im Vatikan das heilige Opfer dar und nach der Weihe eines Altares in der Krypta der Patriarchalbasilika erklärte er dann feierlich in einer Kapelle dieser Basilika: « Vier Wunder stehen fest, die Gott auf die Fürbitte des ehrwürdigen Petrus Canisius gewirkt hat, und zwar erstens: die plötzliche und vollständige Heilung der Elisabeth Vanderweit von einer tödlichen Leberemphraxis, die einen Abszess gebildet hatte und von den widerlichsten Symptomen begleitet war; zweitens: die plötzliche und vollständige Heilung der Anna Maria Kern von chronischem 'Rheumatismus, der in unheilbare Gelenkentzündung ausgeartet war und einen tödlichen Ausgang befürchten ließ; drittens : die plötzliche und vollständige Heilung der Margareta Allaz von anhaltendem unheilbarem Kräfteschwund nach langwieriger Lungenkrankheit; endlich viertens: die plötzliche und vollständige Heilung der Maria Anna Buman von einer Lähmung, die von einer Vergiftung herrührte und heftige Krämpfe verursachte. »

Danach hatte die Ritenkongregation zur Erhebung des Dieners Gottes zur höchsten Ehre in der Kirche nur noch die Frage zu entscheiden: « Kann nach der Anerkennung der Tugenden und Wunder mit Sicherheit dazu übergegangen werden, dem ehrwürdigen Petrus Canisius die Ehren der Seligen zuzusprechen?» Diese Frage wurde positiv beantwortet. Daraufhin gab der Papst im Jahre 1864 am 24. Juni, dem Feste des heiligen Vorläufers des Herrn, nach der Feier der Pontifikalmesse, der er in der Erzbasilika des Lateran mit dem Kardinalskollegium beigewohnt hatte, die offizielle Erklärung ab: « Es kann mit Sicherheit zur feierlichen Seligsprechung des ehrwürdigen Petrus Canisius geschritten werden ». Dieses Dekret ließ er veröffentlichen und in die Akten der Ritenkongregation aufnehmen und verordnete die Abfassung eines apostolischen Schreibens in Form eines Breves, das die Feier der Seligsprechung in der Basilika des Vatikans zu beliebiger Zeit vorschrieb. Das Breve der Seligsprechung selbst wurde in Castel Gandolfo am 2. August 1864 unter dem Fischerring gegeben [11]. Die feierliche Seligsprechung fand am 20. November desselben Jahres im Petersdom statt.

4. Der. Heiligsprechungsprozess

a) Die wunderbaren Heilungen:

aa) Sr. Ignatia Walburga Schneller

21 Seit der Seligsprechung des ehrwürdigen Petrus Canisius waren noch nicht ganz siebenundfünfzig Jahre verflossen, als die Wiederaufnahme des Prozesses von Papst Benedikt XV., Unserem letzten Vorgänger, am 20. März 1921 durch oberhirtliche Vollmacht verfügt wurde. Der Postulator legte die zwei folgenden wunderbaren Heilungen zur Prüfung vor, die Gott auf die Fürbitte des seligen Petrus Canisius in der Diözese Roermond in den Niederlanden gewirkt hatte: Das erste Wunder geschah an der Schwester Ignatia Walburga Schneller aus der Kongregation vom Liebeswerk des heiligen Franziskus. Sie war von Kindheit an beständig schwach und alle zwei oder drei Jahre krank. Als Mädchen hatte sie eine Zeitlang an Krämpfen gelitten. Zwischen ihrem elften und zwanzigsten Lebensjahr hatte sie fast jeden Monat akute Schmerzen in den Knien. Mit 27 Jahren trat sie in die Genossenschaft vom Liebeswerk des heiligen Franziskus ein und legte nach Absolvierung des Noviziates am 19. Dezember 1896 die Ordensgelübde ab. Im ersten Jahre ihres Ordenslebens erkrankte sie an Typhus, der sie sehr schwächte. Mit 30 Jahren wurde sie von einer Rötung befallen, die auf Masern hinwies. 1904 erbrach sie unerwartet Blut; zwei Ärzte versuchten vergebens festzustellen, ob die Lunge oder der Magen angegriffen sei. Zwar erholte sie sich bald von dieser Krankheit und kam wieder zu Kräften. Aber schon im folgenden Jahr erlitt sie eine stärkere Blutung, die vielerlei Beschwerden, heftige Leibschmerzen, häufiges Erbrechen und ähnliche Symptome zur Folge hatte. Ihr Zustand verschlimmerte sich von Tag zu Tag. Schließlich musste 1910 ein Arzt herbeigezogen werden, der einen eingeklemmten Bruch festzustellen glaubte und einen chirurgischen Eingriff anriet. Dabei stellte sich wider Erwarten heraus, dass die Kranke an Darmtuberkulose litt. Dr. Rembauts, der die Operation vorgenommen hatte, beschloss die Entfernung des Tuberkuloseherdes. Nach dieser Operation fühlte sich Sr. Ignatia einige Jahre etwas besser, erlangte aber die volle Gesundheit nicht wieder. Trotz größter Vorsicht und leichter Diät, stellten sich 1915 abermals häufiges Erbrechen und heftige Leibschmerzen ein, so dass die Kranke bisweilen kaum noch aufrecht gehen konnte. Die Schwäche nahm im Frühjahr 1921 dermaßen zu, dass Sr. Ignatia nicht einmal mehr flüssige Nahrung zu sich nehmen konnte. Sie musste wegen der Brust- und Rückenschmerzen ganz flach im Bett liegen. Dr. Kettler erklärte nach gründlicher Untersuchung, es handle sich um eine akute Darmtuberkulose, und darum sei eine neue Operation unumgänglich. Die konsultierten Spezialärzte DDr. Heinrich Pomponi, Albert Ciotola und Nikolaus Gentile vertraten die Ansicht, Sr. Ignatia leide an Darmverschluss infolge chronischer Tuberkulose.

Da jede menschliche Hilfe versagt hatte, schien der Tod bevorzustehen. Da beschloss die Generaloberin Sr. Maria Kornelia Kasimir durch die Fürbitte des seligen Petrus Canisius die göttliche Hilfe anzurufen. Man verschaffte sich Reliquien des Seligen von den Patres der Gesellschaft Jesu und hielt im Kloster eine Novene, zu deren Erfolg täglich heilige Messen gelesen und Gebete verrichtet wurden. Es war nicht umsonst. Als man der kranken Schwester die Reliquien des Seligen auflegte, fühlte sie sich plötzlich besser und wurde wider Erwarten rasch vollständig gesund. Von der schweren Krankheit blieb nicht die geringste Spur zurück.

ab) Fr. Peter Schmitz S. J.

22 Das zweite Wunder geschah im St. Ignatiuskolleg der Gesellschaft Jesu in Valkenburg, das zur Diözese Roermond in Holland gehört. Frater Peter Schmitz, Scholastiker der Gesellschaft, war in seinem 24. Lebensjahr kaum von einer Influenza genesen, als er kurz darauf, am 12. Januar 1922, wieder erkrankte, diesmal aber viel schwerer, nämlich an einer gefährlichen Angina mit Abszessbildung. Als der herbeigerufene Arzt den Abszess aufgeschnitten hatte, fühlte sich der Kranke erleichtert, und das Fieber schien zurückzugehen. Wider Erwarten verschlimmerte sich aber die Krankheit, das Fieber stieg, in den Gelenken und im Rücken stellten sich heftige Schmerzen ein, die auf alle Glieder übergriffen. Dazu gesellten sich äußerste Herzschwäche und Atemnot; der Kranke nahm keine Nahrung zu sich und war sehr lichtempfindlich. Der Puls ging schwach, unregelmäßig und sehr schnell. Die behandelnden Ärzte, Dr. Hapig und Dr. Kettler, prüften alle Symptome der Krankheit und schlossen auf Sepsis. Diese Diagnose der beiden Ärzte auf tödliche Sepsis wurde bestätigt durch die herbeigerufenen Spezialisten DDr. Franz Xaver Armellini, Franz Pagano und Boleslaw Madeyski. Dr. Kettler, der angesichts der äußerst bösartigen Krankheit keine Hoffnung auf Rettung sah, schlug die Einspritzung von Serum vor, die trotz mehrfacher Wiederholung nicht den gewünschten Erfolg hatte. Man spendete dem Kranken, der dem Tode nahe schien, die Sterbesakramente. Da jede menschliche Hilfe versagt hatte, begannen der Kranke und seine Mitbrüder eine neuntägige Andacht und riefen die Fürbitte des seligen Petrus Canisius an. Der P. Rektor des Kollegs reichte dem Kranken ein Fingerglied des Seligen, das er fortan stets auf der Brust trug. Am Schluss der Novene nahm das Fieber wieder zu, und die Ärzte gaben die letzte Hoffnung auf. Neuerdings wurde eine neuntägige Andacht gehalten. Täglich wurde die heilige Messe in dieser Meinung gefeiert, der Kranke küsste öfters die dargereichte Reliquie, berührte damit die kranken Körperteile, vor allem das Herz, und fügte seinen Gebeten täglich drei Ave Maria für die Heiligsprechung des seligen Petrus Canisius hinzu. Gott ließ das Vertrauen des Kranken und seiner Ordensbrüder nicht zuschanden werden. Auf die Fürbitte des seligen Petrus Canisius war nämlich der Kranke, der am 7. Februar dem Tode nahe schien, am folgenden Morgen unversehens außer Gefahr und wurde fast plötzlich wieder gesund.

b) Die Anerkennung der beiden Wunder

23 Die Diözesanbehörde von Roermond leitete nun auf päpstliche Anordnung hin einen besonderen Prozeß über diese Wunder ein, die nach der Genehmigung der öffentlichen Verehrung des .seligen Petrus Canisius geschehen waren. Nachdem dieser Diözesanprozess rechtsgültig erklärt war, verhandelten die Konsultoren der Ritenkongregation wiederholt über die beiden obgenannten Wunder. Ordnungsgemäß nahmen die Kardinal-Vorsteher der Kongregation an der vorbereitenden Sitzung teil. Darauf fand am 24. März 1925 in Unserer Anwesenheit eine Plenarversammlung statt, in deren Verlauf die Konsultoren und Kardinäle die Echtheit der beiden vorgelegten wunderbaren Heilungen bestätigten. Es blieb noch eine Frage abzuklären: Ob man nach Anerkennung der beiden Wunder mit Sicherheit zur feierlichen Heiligsprechung des seligen Petrus Canisius schreiten dürfe. Noch an demselben Tage und in der gleichen Sitzung gaben alle Anwesenden einstimmig das Urteil ab, dies könne mit Sicherheit geschehen. Wir forderten die Versammlung herzlich auf, ihre Gebete mit den Unsern zu vereinigen, um die Gnade der Erleuchtung von oben in einer so ernsten Angelegenheit zu erflehen. Und am 29. März 1925 endlich erklärten Wir feierlich: « Die beiden eingereichten Wunder stehen fest, und zwar erstens: die plötzliche und vollständige Heilung der Sr. Ignatia Walburga Schneller von Darmverschluss, der durch Tuberkulose verursacht war; und zweitens: die plötzliche und vollständige Heilung des Fr. Peter Schmitz von tödlicher Sepsis » [12]. Außerdem entschieden Wir: « Es kann mit Sicherheit zur feierlichen Heiligsprechung des seligen Petrus Canisius geschritten werden »[13].

c) Das Urteil der Kardinäle und Bischöfe

24 Nach dem Beispiel Unserer Vorgänger beriefen Wir sodann auf den 30. März Unsere geliebten Söhne die Kardinäle zu einem geheimen Konsistorium ein [14]. Unser ehrwürdiger Bruder Kardinal Antonius Vico, Bischof von Porto und S. Rufina., Präfekt der Ritenkongregation und Vorsitzender bei den Verhandlungen dieses Prozesses, gab eine genaue und übersichtliche Schilderung vom Leben des neuen Heiligen und weckte in aller Herzen das Verlangen nach dem rechtmäßigen Abschluss des Prozesses. Kurz darauf, am 3. April, wurde ein öffentliches Konsistorium abgehalten[15]. Die Kardinäle und alle andern Anwesenden hörten mit Freuden die hervorragende Rede an, die Unser geliebter Sohn Joseph Biroccini, Anwalt Unseres Konsistorialhofes, über den seligen Petrus Canisius hielt.

Inzwischen ließen Wir Unsere ehrwürdigen Brüder, die Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe, in Anbetracht der hochfeierlichen Angelegenheit durch ein besonderes Schreiben auffordern, sich mit ihrem Urteil, wenn möglich, Unserem Entscheid anzuschließen[16]. Manche von ihnen kamen nach Rom. Alle machten sich aus den Verhandlungen des erwähnten öffentlichen Konsistoriums und aus den Akten der Ritenkongregation, wovon jeder einen Abdruck erhielt, mit der Sache genau vertraut. Am 22. April fand sodann das halb öffentliche Konsistorium statt, in dessen Verlauf alle die gleiche Ansicht wie die Kardinäle äußerten, dass nämlich dem seligen Petrus Canisius die höchste Ehre zuteil werden müsse. Das diesbezügliche offizielle Dokument, das von Unsern geliebten Söhnen, den Notaren des Apostolischen Stuhles, ausgefertigt wurde, ließen Wir im Archiv der Ritenkongregation hinterlegen [17].

d) Heiligsprechung und Erhebung zum Kirchenlehrer

25 Für die Feier der Heiligsprechung bestimmten Wir den 21. Mai 1925, das Fest der glorreichen Himmelfahrt unseres Erlösers. Inzwischen ermahnten Wir die Gläubigen inständig, ihre Gebete zu verdoppeln, vor allem in den Kirchen, wo vorschriftgemäß das Allerheiligste Altarssakrament zur öffentlichen Anbetung ausgesetzt wurde. Durch ihre Gebete sollten sie für sich selbst reiche Gnaden aus der feierlichen Zeremonie, für Uns aber den gnädigen Beistand des Heiligen Geistes in der Ausübung Unserer ernsten Pflicht erflehen.

Als endlich der ersehnte Tag angebrochen war, versammelten sich sämtliche Vertreter der Welt- und Ordensgeistlichkeit, alle Vorsteher und Beamten der römischen Kurie, endlich alle in Rom anwesenden Kardinäle, Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und Abte in der prachtvoll geschmückten, Vatikanischen Basilika. Im festlichen Gefolge all dieser Prälaten zogen Wir selber in die Basilika ein. Unser ehrwürdiger Bruder Kardinal Antonius Vico, Präfekt der Ritenkongregation und Vorsitzender des Prozesses, legte Uns durch den Mund Unseres geliebten Sohnes August Milani, Anwalt Uneres Konsistorialhofes, das Gesuch der Bischöfe und der gesamten Gesellschaft Jesu vor, dahin lautend, Wir möchten den seligen Petrus Canisius in die Zahl der Heiligen aufnehmen. Ein zweites und drittes Mal wiederholte der Kardinal durch den Anwalt Unseres Konsistorialhofes mit größerer und größter Inständigkeit seine Bitte. Da riefen Wir im Gebet die Erleuchtung des Heiligen Geistes an und im Vertrauen auf die Fürbitte der Unbefleckten Jungfrau, der Engel und aller Heiligen « haben Wir zur Ehre der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zum Wachstum und zur Verherrlichung des katholischen Glaubens, kraft der Vollmacht Unseres Herrn Jesus Christus und der heiligen Apostel Petrus und Paulus sowie in Unserer eigenen Autorität, nach reiflicher Erwägung, auf die Bitten Unserer ehrwürdigen Brüder, der Kardinäle der heiligen römischen Kirche, der Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe, verkündet und erklärt, dass der selige Petrus Canisius ein Heiliger sei, und haben ihn in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen und ihn auf Beschluss der Ritenkongregation zum allgemeinen Kirchenlehrer erhoben. Zugleich haben Wir bestimmt, sein Fest solle von der ganzen Kirche alljährlich am 27. April statt am 21. Dezember, seine Todestag, nach dem Ritus eines heiligen Bekenners, der nicht Bischof war, und eines Lehrers der gesamten Kirche mit Ehrfurcht und Andacht begangen und im Martyrologium verzeichnet werden »[18]  .

Dann dankten Wir Gott für diesen großen Gunsterweis und traten an den Altar zur Feier des heiligen Messopfers. Nach dem Evangelium hielten Wir eine Predigt an die ganze Festgemeinde[19] und ermahnten sie, aus dieser großen Feierlichkeit möglichst reichen Gewinn zu ziehen und die Fürsprache des neuen Heiligen bei Gott anzurufen, damit er Uns und die ganze Kirche beschütze vor der Rotte böser Menschen, vor dem Toben der Missetäter[20].

Zum Abschluss spendeten Wir voller Liebe im Herrn den Apostolischen Segen und erteilten einen vollkommenen Ablass und ließen dieses Apostolische Schreiben unter dem Siegel ausfertigen.

Schluss:

1. Aufruf des Papstes

a) Zur Verehrung und Nachahmung

26 Nun aber juble, gesamte Christenheit, ob dieser glückverheißenden Kunde! Freue dich mit der heiligen Mutter, der Kirche, die in der Gnade des Heiligen Geistes einen solch würdigen Sohn zur Glorie unseres Herrn Jesus Christus und zum Schutzpatron der Gläubigen erhoben hat ! Frohlocke auch du, ehrwürdige Gesellschaft Jesu! Mit Recht darfst du dich im Herrn rühmen, dem Himmel viele Selige und der Kirche viele große Männer geschenkt zu haben, welche die Frohbotschaft der Wahrheit durch Wort und Werk in hartem Kampf verteidigten.

Die Tugenden des heiligen Petrus Canisius, seine Demut, seinen Gehorsam, seine Keuschheit, seine mannhafte Treue in der Pflichterfüllung, seinen tatkräftigen Glaubensgeist, seine unerschütterliche Treue zum Heiligen Stuhl, das alles, Gläubige im Herrn, verehrt es durch eifrige Nachahmung! Sein Andenken, das dieses Schreiben euch in Erinnerung ruft, bewahret es rein, ihr Kinder der Kirche, damit die Liebe Jesu Christi mehr und mehr in euren Herzen auflodere, damit ihr den alten Menschen mitsamt seinen Werken ausziehet Und den neuen anziehet, der nach dem Bilde seines Schöpfers ständig erneuert wird zur vollen Erkenntnis [21].

Ihr vor allem, ahmet Canisius nach, ihr Priester des Herrn In ihm habt ihr ein leuchtendes Vorbild priesterlicher Heiligkeit und Gelehrsamkeit. Schauet auf ihn, lernet von ihm die Tugenden, die jeden wahrhaft eifrigen Arbeiter im Weinberg des Herrn auszeichnen sollen, jeden Diener Gottes, der in seinem ganzen Leben und Wirken nur das eine Ziel kennt: die Ausbreitung des Gottesreiches und das Wachstum des Gottesvolkes an Zahl und Gnade.

b) Zum Gebet für die Einheit im Glauben

27 Zum Schluss haben Wir noch einen besonderen Herzenswunsch, auf dessen Erfüllung Wir im Vertrauen auf die mächtige Fürbitte de& heiligen Petrus Canisius wohl ohne Vermessenheit hoffen dürfen. Jedermann bemühe sich, mit Uns im Gebete die Gnade zu erflehen, dass alle Menschen, die der wahren Kirche Christi noch fern stehen, auf die Stimme des Guten Hirten und seines unwürdigen Stellvertreters auf Erden hören und zurückkehren zum Hort der Wahrheit und des Heils, damit sie jetzt schon die göttliche und mithin unfehlbare Verheißung zu ihrem Glück an sich in Erfüllung gehen lassen: Es wird eine Herde und ein Hirt sein[22].

2. Rechtsverfügungen betreffs dieses Erlasses

28 Nach sorgfältiger Erwägung und Prüfung bestätigen Wir auf Grund sicherer Kenntnis und kraft Unserer apostolischen Vollmacht den ganzen Inhalt dieses Schreibens, wiederholen alle seine Entscheidungen und verkünden sie der gesamten katholischen Kirche. Außerdem verfügen Wir, dass allen Abschriften und Abdrucken dieses Erlasses, die von einem offiziellen Notar unterzeichnet und mit dem Siegel eines Prälaten versehen sind, derselbe Glaube geschenkt werde, der diesem Original zuteil würde.

Niemandem ist es gestattet, Unsere feierliche Verfügung und Entscheidung, die dieses Schreiben enthält, anzutasten oder ihr zuwider zu handeln. Sollte jemand es dennoch vermessendlich wagen, dann möge wissen, dass er der Ungnade des allmächtigen Gottes und seiner heiligen Apostel Petrus und Paulus verfällt.

Gegeben zu Rom bei St. Peter, am 21. Mai 1925,
im vierten Jahre Unseres Pontifikates
Pius XI. PP.

Anmerkungen

  1. Pius XI., Dekretalschreiben zur Heiligsprechung des seligen Petrus Canisius und zu seiner Erhebung zum Kirchenlehrer. AAS XVII (1925) 349-365.
  2. Ez 2,3 EU
  3. 1 Joh 21,15 EU
  4. Röm 10,15 EU
  5. Die sog. Magdeburger Zenturiatoren veröffentlichten unter der Führung des Reformators Mathias Flaccius Illyricus, der in Magdeburg ansässig war, «Eine Kirchengeschichte, die in klarer Anordnung, Jahrhundert für Jahrhundert, einen vollständigen Begriff von der Kirche Christi gibt, ein Riesenwerk mit dem Anschein wissenschaftlicher Gründlichkeit in acht umfangreichen Bänden, von 1559 -1574 erschienen. Die vier ersten Bände wurden auch ins Deutsche übersetzt (Anmerkung des Herausgebers).
  6. VgI. Petrus Canisius, De Maria Virgine incomparabili et Dei Genitrice sacrosancta libri quinque. David Sartorius, Ingolstadt 1577, 814 Seiten. - Aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt von Dr. Karl TeIch, „Maria, die unvergleichliche Jungfrau und hochheilige Gottesgebärerin ". Verlag Dießner & Sohn, vormals Arnhr. Opitz, Warnsdorf 1933, 778 Seiten (Anmerkung des Herausgebers).
  7. VgI. Petrus Canisius, Meditationes seu notae in evangelicas lectiones. I. : Meditationes de Dominit:is. Kritische Ausgabe von Friedrich Streicher S. J., Herder, Freiburg i. Br. 1939 (Societatis Jesu selecti Scriptores, tom. III). - Die Originalausgabe erschien bei Abraham Gemperlin zu Freiburg i. d. Schweiz 1591, 1171 Seiten. - Ein zweiter Band (1593) enthält Betrachtungen zu den Evangelien der Heiligenfeste, 864 Seiten (Anmerkung des Herausgebers).
  8. Vgl. Otto Braunsberger S. .J., Beati Petri Canisii Societatis Jesu EpistolaeetActa. Bd. I-VIII (1896-1923), Herder, Freiburg i. Br., 7550 S.
  9. Vgl. Petrus Canisius, Catechismi latini et germanici. Kritische Ausgabe von Friedrich Streicher S. J., I. Teil, München 1933; 11. Teil, München 1936.
  10. Mt 9,21 EU
  11. Vgl. Pius IX., Apostolisches Schreiben Qui contra Ecclesiam vom 2..August 1864. Pii IX. Acta, pars I, vol.3, 665-673.
  12. Ritenkongregation unter Pius XI., Dekret Cum de qualibet vom 29. März 1925. AAS XVII (1925) 156-158.
  13. Ritenkongregation unter Pius XI., Dekret Quae et quanta vom 29. März 1925. AAS XVII (1925) 197-199.
  14. Vgl. Geheimes Konsistorium unter Pius XI. : Consultatio de Canonizatione vom 30. März 1925. AAS XVII (1925) 125-126.
  15. Vgl. Öffentliches Konsistorium unter Pius XI., vom 3. April 1925 AAS XVII (1925) 127-129.
  16. Vgl. Konsistorialkongregation unter Pius XI., Dekret Omnibus fideliter expletis vom 30. März 1925. AAS XVII (1925) 138.
  17. Vgl. Pius XI., Konsistorialansprache De beatis confessoribus vom 22. April 1925. AAS XVII (1925) 169-170.
  18. Vgl. Pius XI., Bericht über die Kanonisationsfeierlichkeiten am 21. Mai 1925. AAS XVII (1925) 214-215.
  19. Vgl. Pius XI., Homilie Ecclesiam sanctam bei der Heiligsprechung am 21. Mai 1925. AAS XVII (1925) 215-218.
  20. Ps 64,3 EU
  21. Kol 3,9-10 EU
  22. Joh 10,16 EU
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