Michael Czerny

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Michael Czerny SJ (* 18. Juli 1946 in Brünn in der damaligen Tschechoslowakei) ist Untersekretär für Migranten im Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und Kardinal.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Michael Czerny trat 1963 nach dem in Montreal erfolgten Schulabschluss am 14. August 1964 in den Jesuitenorden ein. Er empfing am 9. Juni 1973 die Priesterweihe. 1978 promovierte er an der Universität Chicago in interdisziplinären Geisteswissenschaften. 1979 gründete er in Toronto das Zentrum »Glauben und soziale Gerechtigkeit«, das er bis 1989 leitete. Nach dem Massaker an der Jesuitenkommunität an der Central American University (UCA) in San Salvador (November 1989) wurde er dort Vizerektor. Von 1992 bis 2002 war Czerny Sekretär für Soziale Gerechtigkeit an der Generalkurie des Jesuitenordens. Dann ging er nach Afrika und gründete das African Jesuit Aids Network (AJAN). Er besitzt die kanadische Staatsbürgerschaft. Am 14. Dezember 2016 ernannte ihn Papst Franziskus zum Untersekretär des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen.[1]

Bischof

Am 23. September 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Titularerzbischof von Benevent. Die Bischofsweihe empfing er am 4. Oktober 2019 durch den Papst selbst als Hauptkonsekrator und den Kardinälen Pietro Parolin und Peter Kodwo Appiah Turkson. Er wurde im Konsistorium am 5. Oktober 2019 durch Papst Franziskus zum Kardinal mit der Diakonie San Michele Arcangelo erhoben.

Er forderte wiederholt eine offenere Migrationspolitik der EU sowie mehr Einsatz gegen Menschenhandel und Ausbeutung weltweit. Im Mai 2019 ernannte der Papst Franziskus zu einem der Sondersekretäre der Amazonien-Synode, die im Oktober 2019 im Vatikan stattfand.[2]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Osservatore Romano 11. Oktober 2019, S. 15 Kurzbiographien
  2. Die 13 künftigen Kardinäle in Kurzporträts Kath.net am 2. September 2019
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