Meinolf von Böddeken

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Der hl. Meinolf von Böddeken (* um 795, † 5. Oktober 857 in Böddeken) ist der Gründer des Klosters Böddeken. Sein Gedenktag ist der 5. Oktober.

Biografie

Meinolf wurde als Vierjähriger getauft, seine Patenschaft übernahm König Karl der Große. Er wurde vermutlich unter Bischof Hathumar Paderborner Domkleriker. Hathumars Nachfolger Bischof Badurad ernannte ihn zum Archidiakon des Paderborner Domkapitels. Er begleitete dir Translatio der Reliquien des Hl. Liborius von Le Mans nach Paderborn im Jahre 836. Aufgrund eines Augenzeugenberichts des Manceller Priesters Erconrad ist bekannt, daß aufgrund der Wunder, welche der Hl. Meinolf bei der Translatio sah, in ihm der Wunsch wuchs, "an einem Ort namens Böddeken ein Kloster zu bauen und dort zum Dienst der Gottesgebärerin und des heiligen Liborius eine Gemeinschaft von gottgeweihten Frauen zu sammeln".

Als er über den genauen Ort für das Kloster nachdachte, kam ein Schweinehirt zu ihm, der ihm erzählte ein helles Licht gesehen zu haben und am gleichen Ort dann eine Herde von Hirschkühen. Meinolf berichtete dies dem Bischof und der trug ihm auf, selbst nachzusehen, ob dieses Zeichen erneut erscheine. Meinolf ging dorthin und sah wieder die Herde von Hirschkühen. Wieder ging er zum Bischof und der trug ihm erneut auf, nachzusehen, denn erst wenn das Zeichen dreimal erscheine, so meinte der Bischof, käme es von Gott. Und wieder sah er die Hirschkühe. Nun wußte Meinolf, wo er das Kloster bauen sollte. Der Bischof wollte jedoch erst den Kaiser um Zustimmung bitten und so reiste Meinof nach Aachen und erhielt die Genehmigung. Er wollte gerade den Ort markieren, wo das Kloster gebaut werden sollte, da sah er an der Stelle, wo er die Hirschkühe zuvor gesehen hatte, einen großen Hirsch liegen, der sein Geweih hoch aufgerichtet hielt. Als Meinolf näher kam stand der Hirsch auf und legte sich sogleich wieder nieder, als wolle er Meinolf die Ehre erweisen. Meinolf ging näher hin und sah im Geweih ein strahlendes Kreuz. Meinolf sagte daraufhin: "Jetzt bin ich sicher und kann fest hoffen, daß der, der durch das Zeichen, das ich in dem Geweih des Hirschen sehe, die Hölle zerbrochen hat, diese Stätte vor der Gewalt des bösen Feindes schützen wird."

Er ließ ein Kloster und eine Kirche bauen, die am Vorabend des Martinfestes durch den Bischof geweiht wurde und einer Gemeinschaft von Jungfrauen, die nach der Ordnung weltlicher Kanonissen lebten, übergeben wurde.

In den darauffolgenden Jahren setzte sich Meinolf, der inzwischen Archediakon war, für die Missionierung in seiner Gegend ein und verkündete unablässig das Wort Gottes. Am Grab des Heiligen, der am 5. Oktober 857 in Bödekken gestorben war, ereigneten sich zahlreiche Wunder.

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