Matthias Joseph Scheeben

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Matthias Joseph Scheeben (Prof., Dr. phil., Dr. theol.; *1. März 1835 in Meckenheim bei Bonn am Rhein † 21. Juli 1888 in Köln) war Dogmatiker und Moraltheologe.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Matthias Joseph Scheeben war ältestes von acht Kindern. Nach dem Besuch des Kölner Marzellengymnasiums trat Scheeben zum Studium der Katholischen Theologie 1852 in das Collegium Germanicum et Hungaricum in Rom ein. Er studierte die griechische (und die lateinische) Patristik, vor allem Cyrill von Alexandrien und Augustinus, aber auch Früh- und Hochscholastiker, besonders Thomas von Aquin, sowie Autoren der Spät- und der Nachscholastik; zugleich befasste er sich mit den Werken der zeitgenössischen deutschen Theologen, vor allem mit der Katholischen Tübinger Schule. Seine Priesterweihe empfing er am 18. Dezember 1858 in Rom. 1859 als Doktor der Philosophie und der Theologie nach Deutschland zurückgekehrt, wirkte er zunächst als Rektor an der Ursulinenkirche in Münstereifel sowie als Religionslehrer an der dortigen Klosterschule. Doch schon 1860 wurde er zum Repetenten für Dogmatik und Moraltheologie und noch in demselben Jahr zum Professor für Dogmatik am Kölner Priesterseminar berufen. Wissenschaftliche Kontakte pflegte er vor allem mit den sogenannten »Römern«, also mit der Mainzer Schule (Franz Moufang, Johann Baptist Heinrich) und mit der Würzburger Schule (Franz Hettinger, Joseph Hergenröther und Heinrich Denzinger). Er war Redakteur des »Pastoralblattes der Erzdiöcese Köln« und des »Katholischen Hausfreundes« sowie ab dem zweiten Jahrgang als Herausgeber der Zeitschrift »Das ökumenische Concil« (seit 1872 »Periodische Blätter«). Seine Werke wurden auch ins Englische, Spanische, Portugiesische und Französische übersetzt.

Gesammelte Schriften

Matthias Joseph Scheeben, Herder Verlag Freiburg im Breisgau:

  • Teil: Bd. 1., Natur und Gnade / hrsg. von Martin Grabmann, Die Herrlichkeiten der göttlichen Gnade : Nach Eusebius Nieremberg frei bearb. 17. Aufl. / hrsg. von Robert Grosche, 1941 (219 Seiten, 3. Auflage), 1949 (302 S., 4. Auflage). Es ist sein Erstlingswerk gegen pantheistische und rationalistische Strömungen - für eine strenge ontologische Scheidung von Natur und Übernatur, 1861.
  • Teil: Bd. 2., Die Mysterien des Christentums : Wesen, Bedeutung u. Zusammenhang derselben nach der in ihrem übernatürlichen Charakter gegebenen Perspektive dargestellt, Ausg. letzter Hand. 2., durchges. Aufl. hrsg. von Josef Höfer, 1941, 1951 (777 S.); 3. Auflage 1958. Kompendium »Mysterien des Christenthums«, 1865.
  • Teil: Bd. 3., Handbuch der katholischen Dogmatik [In 6 Büchern] Buch 1 : Theologische Erkenntnislehre / Hrsg. u. eingel. von Martin Grabmann. Mit e. Vorw. zum Handbuch d. Dogmatik von Josef Höfer, 1948 (510 Seiten, 2. Auflage); 3. Auflage 1959.
  • Teil: Bd. 4., Handbuch der katholischen Dogmatik Buch 2 : Gotteslehre oder die Theologie im engeren Sinne / Hrsg. von Michael Schmaus. Mit e. Bericht von Josef Höfer, 1948 (479 S., 3. Auflage).
  • Teil: Bd. 5., Handbuch der katholischen Dogmatik / Hrsg. von Wilhelm Breuning u. Franz Lakner, 1961 (773 S., 3. Auflage).
  • Teil: Bd. 6., Handbuch der katholischen Dogmatik Buch 5 : Erlösungslehre / Halbbd. 1. / Hrsg. von Carl Feckes. Mit e. Vorbemerkung von Josef Höfer.
  • Teil: Bd. 6., Handbuch der katholischen Dogmatik Buch 5 : Erlösungslehre / Halbbd. 2. / Hrsg. von Carl Feckes, 1954 (515 S., 2. Auflage).
  • Teil: Bd. 7., Handbuch der katholischen Dogmatik Buch 6 : Gnadenlehre / Hrsg. von Heribert Schauf, 1957 (427 Seiten).
  • Teil: Bd. 8., Gesammelte Aufsätze / Hrsg. von Heribert Schauf, 1967 (308 S.).

Weiteres

  • Ernst und Jacques Carl (Hsgr.): Marienlob in den schönsten Gebeten Hymnen und Liedern aus zwei Jahrtausenden, Otto Walter Verlag Olten 1946 (251 Seiten, Approbation des Erzbischöflichen Generalvikariates 1860 [Erstausgabe]).
  • Das ökumenische Concil vom Vatican, begonnen im Jahre 1869 (auch: Das ökumenische Concil vom Jahre 1869 - Periodische Blätter Mitteilung und Besprechung der Gegenstände, welche sich auf die Kirchenversammlung beziehen), Druck und Verlag von Friedrich Pustet Regensburg New York & Cincinnati, (18, 5 - 22, 5 cm); 1. Band: Die Zeit von der Berufung bis zur III. öffentlichen Sitzung 1870 (436 Seiten); 2. Band: 1870 (548 Seiten); 3. Band: 1871 (484 Seiten). ↓
    • Periodische Blätter zur wissenschaftlichen Besprechung der grossen religiösen Fragen der Gegenwart, Pustet Verlag Regensburg:
    • Erster Band: 1872 (1. Jahrgang, 576 Seiten), Zugleich 4. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Zweiter Band: 1872 (2. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 5. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Dritter Band: 1874 (3. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 6. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Vierter Band: 1875 (4. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 7. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Fünfter Band: 1876 (5. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 8. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Sechster Band: 1877 (6. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 9. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Siebter Band: 1878 (7. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 10. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Achter Band: 1879 (8. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 11. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Neunter Band: 1880 (9. Jahrgang, 572 Seiten), Zugleich 12. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Zehnter Band: 1881 (10. Jahrgang, 576 Seiten), Zugleich 13. Band der Concil-Zeitschrift.
    • Elfter Band: 1882 (11. Jahrgang, 576 Seiten), Zugleich 14. Band der Concil-Zeitschrift.
  • Die Herrlichkeiten der göttlichen Gnade / Matth. Joseph Scheeben. Frei nach Eusebius Nieremberg dargest. Neu bearb. durch Albert Maria Weiß, Mit e. Anhang Über d. Verhältnis von Natur u. Übernatur, Herder & Co. Freiburg i. Br. 1925 (684 Seiten).
  • Matthias Joseph Scheeben: Natur und Gnade: Versuch einer systematischen, wissenschaftlichen Darstellung der natürlichen und übernatürlichen Lebensordnung im Menschen, Mit Einl. u. Erg. neu hrsg. von Martin Grabmann, Theatiner Verlag 1922 (344 Seiten; gebundene Ausgabe); Verlag Kösel-Pustet München 1935 (344 Seiten).
  • Die Mysterien des Christentums : Wesen, Bedeutg u. Zshang derselben nach der in ihrem übernatürlichen Charakter gegebenen Perspektive / dargest.: Matthias Josef Scheeben. [Nachw.: Joseph Weiger], Matthias-Grünewald-Verlag Mainz, H. Rauch Wiesbaden, 1925 (840 Seiten), Herder Freiburg i. B. 1931 840 Seiten, Unveränd. Abdr. d. Erstausg. v. 1865).
  •  Die bräutliche Gottesmutter, Aus dem Handbuch der Dogmatik, herausgehoben und für weitere Kreise bearbeitet von Carl Feckes, Herder & Co. G.m.b.H. Verlagsbuchhandlung 1936 (202 Seiten, Imprimatur Friburgi Brisgoviae, die 15 Aprilis 1936 Rösch Vic. Gen.); Fredebeul & Koenen Essen 1951 (246 Seiten).
  • Maria, Schutzherrin der Kirche / Matth. Joseph Scheeben. Hrsg. v. Joseph Schmitz, Schöningh Verlag Paderborn 1936 (104 Seiten).
  • Briefe nach Rom / Matthias Joseph Scheeben. Hrsg. u. mit e. Einf. versehen v. Heribert Schauf ; Alfred Eröß, Herder Verlag Freiburg 1939 (143 Seiten).
  • Der Heilige Geist, Scheebens Lehre stilistisch vereinfacht und systematisch zusammengefasst von P. Fr. Fuchs SVD, Petrus Verlag Kirchen/Sieg 1973 (3. Auflage, 200 Seiten), Nachdruck: Sarto Verlag 2018 (216 Seiten, ISBN 978-3-943858-95-2 Broschur).
  • Über die Eucharistie und den Messkanon : zwei Aufsätze des Kölner Theologen aus den Jahren 1862 und 1866 / Matthias Josef Scheeben. Hrsg. und kommentiert von Michael Stickelbroeck, Pustet Verlag Regensburg 2011 (128 Seiten, ISBN 978-3-7917-2392-1 kart. ),
  • Die Herrlichkeiten der göttlichen Gnade / Matthias Joseph Scheeben. Eine Ausw. Bearb. von P. J. Erbes, Credo Verlag Wiesbaden 1955 (63 Seiten)
  • Immakulata und päpstliche Unfehlbarkeit : Sedes sapientiae und Cathedra sapientiae / Matthias Josef Scheeben. Neu hrsg. von Josef Schmitz, Schöningh Verlag Paderborn 1954 (94 S.).

Literatur

  • Matthias Scheeben / Eugen Paul: Styria Verlag Graz-Wien-Köln 1975 (397 Seiten, ISBN 978-3-222-10313-1 Lw. ).
  • Johann Hertkens/Hubert Theophil Simar: Professor Dr. M. J. Scheeben: Leben und Wirken eines katholischen Gelehrten im Dienste der Kirche ; Festschrift zur Feier der Konsekration und Inthronisation des Hochw. Herrn Dr. Hubert Theophil Simar, Bischofs von Paderborn, Junfermann Verlag Paderborn 1892 (39 Seiten).

Weblinks

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