Mariä Namen

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Mariä Namen wird am 12. September zum Dank für die Bewahrung des christlichen Abendlandes (insb. 1683) gefeiert. Eng mit dem Fest verbunden ist auch die Verbreitung der Anrufung Mariens als Hilfe der Christen ("Maria Hilf!"), lat.: auxilium christianorum. Früher hatten die Armen an diesem Tag das Recht, auf den Feldern liegen gebliebenes Korn zu sammeln.

Der 12. September ist mithin auch der offizielle Namenstag aller Frauen, die nach der Gottesmutter Maria heißen.


Geschichte

Die Diözese Cuenca in Spanien erhielt 1513 die Erlaubnis zur Feier dieses Festes zu Ehren des heiligen Namens Mariä. Andere Diözesen folgten, und 1683 führte Papst Innozenz XI. das Fest am Sonntag nach Mariä Geburt für die ganze abendländische Kirche ein. Anlass war der Dank für die Befreiung Wiens:

König Jan III. Sobieski von Polen hatte sich am 15. August unter dem Banner der Gottesmutter Maria den Türken entgegengestellt. Am 12. September 1683 wurden das türkische Heer am Kahlenberg vor Wien entscheidend geschlagen.

Papst Pius X. verlegte das Fest auf den Siegestag, den 12. September.

Nachdem das Fest im Allgemeinen Römischen Kalender gestrichen war, da es eine Doppelung zum Fest Mariä Geburt sei, wurde es im Jahr 2002 wieder für die ganze Kirche eingeführt. Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet blieb das Fest "wegen des historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volk" immer erhalten.

Die Gebetsgemeinschaft Rosenkranz-Sühnekreuzzug organisiert jährlich am Wochenende vor oder nach dem Fest eine große Maria-Namen-Feier, seit 1960 in der Wiener Stadthalle.

Weblinks