Mariä Heimsuchung

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Der Besuch der Mutter Jesu bei ihrer Base (Cousine) Elisabeth, der Mutter Johannes des Täufers

Das Fest Mariä Heimsuchung wird im deutschen Sprachraum am 2. Juli begangen; im römischen Generalkalender wird es seit 1970 am 31. Mai gefeiert, VOR der Geburt Johannes des Täufers. Der heilige Bonaventura führte das Fest 1263 im Franziskanerorden ein; 1389 wurde es vom Papst auf die ganze lateinische Kirche ausgeweitet, beim Basler Konzil 1441 auf den 2. Juli gelegt.

Die Kirche gedenkt an diesem Tag des Besuchs der Jungfrau Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (vgl. Lk 1,39-56). Vom Heiligen Geist bewegt, eilte Maria zu ihrer Base Elisabeth. Maria hatte bereits ihr Kind Jesus vom Heiligen Geist empfangen; ebenso hatte Elisabeth, die als unfruchtbar galt, in ihrem hohen Alter noch ein Kind empfangen, den späteren Johannes den Täufer. Dieser Begegnung wird im zweiten Gesätz des freudenreichen Rosenkranzes gedacht.

Die beiden Frauen begegnen sich, und Elisabeth grüßt Maria mit den Worten: "Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt ? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ." Die theologische Tradition hat diese Begegnung der beiden Frauen mit dem wunderbaren Geschehen der Heiligung Johannes des Täufers im Mutterschoß verbunden; d.h. das Kind Jesus (der Erlöser) hat seinen Vorläufer und Propheten Johannes von der Erbsünde befreit und mit Gnaden erfüllt, weshalb Johannes noch als ungeborenes Kind "frohlockte".

Maria antwortete auf den Lobpreis der Elisabeth mit ihrem "Magnificat", in welchem sie alle Gnaden Gott allein zuschrieb, der Großes tut an denen, die auf ihn hoffen und harren.

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