Manichäismus

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Der Manichäismus ist eine Richtung der Gnosis (griech. für Erkenntnis (-lehre), Wissen), die auf den im 3. Jahrhundert lebenden persischen Theologen Mani zurückgeht und die sich bis ins 15. Jahrhundert halten konnte. Der Manichäismus stellte den Versuch einer Synthese der bekannten spätantiken Religionen wie Judentum und Christentum, Buddhismus und Zoroastrismus dar, die in einer Art "Universalreligion" zusammengefasst und überboten werden sollten. Bedeutendster Anhänger dieser Religion war der spätere Bischof Augustinus von Hippo, der sich nach 382 jedoch von dieser Richtung abwandte und sie später entschieden bekämpfte.

Aussagen

Nach dem Manichäismus ist die Welt eine Vermischung von Gut und Böse, wobei das Gute mit dem Licht, dem Geist identisch ist, das Böse mit der Dunkelheit, der Materie. Durch zahlreiche Verhaltensregeln und unterstützt durch vom Licht gesandte "Apostel" sollen die Prinzipien von Gut und Böse wieder "entmischt", und somit ein vorschöpferischer Zustand wiederhergestellt werden. In der Lehre der "Katharer" wie auch vieler moderner Weltanschauungen sind gnostische Züge dieser Art noch auffindbar (z.B. Klassenkampf, Rassenlehre).

Quelle

Christoph Markschies: Die Gnosis. 2. Auflage. 2006 C. H. Beck, ISBN-10: 3-406-44773-2, ISBN-13: 978-3-406-44773-0

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