Loretto-Gemeinschaft

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Die Loretto-Gemeinschaft ist eine private Initiative (Verein) von Jugendlichen aus Österreich. Sie betreibt verschiedene Apostolate wie z. B.: Gebetskreise (45 im Mai 2017; auch in Süddeutschland, in der Schweiz, in Westungarn und in Südtirol)[1], Familiensonntage, Abende der Barmherzigkeit, Alpha Kurse, das "Fest der Jugend in Salzburg" zu Pfingsten in Salzburg, usw.. Gründer ist Georg Mayr-Melnhof, Leiter seit 2004 Dr. Maximilian Oettingen.

Die Loretto Gemeinschaft ist im Jahre 2018 in Österreich in sechs "Regionen" aufgeteilt: Innsbruck, Salzburg, Linz, Graz, Wien und Kärnten. Jede Region hat eine eigene, subsidiär arbeitende Leitung mit Regionalleiter und Regionalrat.[2]

Die Loretto-Gemeinschaft will in ihren Apostolaten Räume schaffen, in denen Menschen Gott begegnen können, und so wie Maria, Ja sagen können zum Willen Gottes. Die Mitglieder der Loretto Gemeinschaft leben „mitten in der Welt“, sie gehen ihren normalen Berufen nach, so wie auch die Heilige Familie in Nazareth gelebt hat. Sie verpflichten sich zu einem verbindlicheren Gebetsleben, zu einem Leben in Gemeinschaft, das als Kern die regelmäßigen Treffen in den Hausgemeinschaften hat, und zu einer Teilnahme an den Apostolaten.

Der Name Loretto kommt vom italienischen Wallfahrtsort Loreto in deutscher Schreibweise. Dort steht das Haus von Nazareth in dem Josef, Maria und Jesus gelebt haben. Es soll auch das Haus gewesen sein, in dem der Erzengel Gabriel die Geburt Jesu an Maria verkündet hat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Errichtung "Geistlicher Zentren“

Am 4. Oktober 1987 trafen sich nach einer Wallfahrt zum Bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje drei Studenten in einer Studenten-WG in Wien regelmäßig zum Gebet. Sie beteten den Rosenkranz, sangen Lobpreislieder und vertrauten Gott in freien Gebeten ihren Dank und ihre Bitten an. Dieser Gebetskreis wuchs schnell, und bald wurden auch in anderen Städten Österreichs solche Loretto-Gebetskreise gegründet.[3] Im Laufe der Zeit entwickelte sich bei vielen Gebetskreis Besuchern der Wunsch nach mehr Verbindlichkeit und Gemeinschaft im geistlichen Leben. Daraus entstand die Loretto-Gemeinschaft.[4]

Im September 2002 wurde in der Pfarre Salzburg St. Blasius durch Beauftragung von Erzbischof Georg Eder ein Geistliches Zentrum errichtet bzw. das Haus umgebaut. Ab 2009 begannen Bauarbeiten zu einem "Geistlichen Zentrum Operngasse" (Nr. 4), 1010 Wien, das am 5. Oktober 2010 durch Christoph Kardinal Schönborn eingeweiht wurde. Am 19. März 2011 wurde durch Bischof Ludwig Schwarz das „Geistlichen Zentrums Linz“ eingeweiht. Im Dezember des gleichen Jahres eröffnete Generalvikar Heinrich Schnuderl ein „Geistlichen Zentrums Stiegenkirche“ in Graz.[5]

Statuten und Struktur

Ein erster Statutenentwurf wurde im August 2004 verfasst. Loretto versteht sich nun als Gemeinschaft, und als eine der „Neuen Geistlichen Gemeinschaften“ (Movimenti), die verschiedene, nach außen hin offene, Apostolate initiiert und trägt. Zweimal pro Jahr treffen sich alle Gemeinschaftsmitglieder aus ganz Österreich zu einem gemeinsamen Wochenende. Jeder in der Gemeinschaft gehört auch zu einer Hausgemeinschaft, in der man sich trifft um gemeinsam zu beten und auszutauschen. Diese Hausgemeinschaften bestehen aus bis zu zwölf Personen und treffen sich mindestens alle vier Wochen. Die Gemeinschaft wurde regional strukturiert und in jeder Region gibt es einen Regionalleiter, der sich um die Belange der Gemeinschaft vor Ort kümmert. Die Apostolate werden wiederum von eigenen Leitungsteams geleitet. Nach dem Prinzip der Subsidiarität leitet der „Rat“ mit einem „Gemeinschaftsleiter“ die Belange der gesamten Gemeinschaft.

Im November 2012 wurden die Statuten der Loretto Gemeinschaft durch die Bischöfe Österreichs "ad experimentum" auf fünf Jahre bewilligt und im April 2017 auf Dauer bestätigt.[6]

Mitte 2006 waren es 117 feste Mitglieder der Loretto-Bewegung.[7]

Literatur

  • Gerhard Viehhauser (Pfarrer von St. Blasius): Streben nach Charismen und Heilung. Theologie der Charismen in der Hermeneutik der Erfahrung auf der Grundlage von 1 Kor 12-14. Stationen der kirchlichen Rezeption bis heute, mit einem Vorwort von Erzbischof Alois Kothgasser (In der Reihe "Salzburger theologische Studien), Tyrolia Verlag Nov. 2009 (280 Seiten; ISBN 9783702230333).

Fest der Jugend in Salzburg

Weblinks

Anmerkungen

  1. Wenn 120 Menschen Tag und Nacht vor dem Tabernakel beten Kath.net am 3. Mai 2018
  2. bei Loretto.at abgerufen am 20. Oktober 2018
  3. Aus dem Pfingstfeuer leben Kath.net am 1. Juni 2006; ,Dieses Feuer breitete sich unweigerlich immer mehr aus’ Kath.net am 6. Dezember 2007, Roland Noé im Interview mit Gründer der Loretto-Bewegung: Georg Mayr-Melnhof; Wenn 120 Menschen Tag und Nacht vor dem Tabernakel beten Kath.net am 3. Mai 2018
  4. vgl. auch: Georg Mayr-Melnhof , DIE LORETTO-JUGEND – ENTSTEHUNG UND VISION
  5. bei Loretto.at abgerufen am 20. Oktober 2018
  6. bei Loretto.at abgerufen am 20. Oktober 2018
  7. Aus dem Pfingstfeuer leben Kath.net am 1. Juni 2006.
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