Leutpriester

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Hofer Hertnid-Altar mit Heinrich und Kunigunde. Im Bildvordergrund der Stifter Pleban Hertnid von Stein.

Leutpriester (lateinisch: plebánus) war etwa seit dem 12. Jahrhundert die Bezeichnung für einen Priester, der die Seelsorge des Volkes (liut) an einer Kirche mit pfarrlichen Rechten (plebes = Pfarr- [Tauf] Kirche [plebes baptismales], ecclesiae plebanae oder Pfrarrpfründe) ausübte. Er konnte selbst der Inhaber der Pfarrpfründe sein oder im Auftrage des Inhabers amtieren, wenn dieser selbst kein Priester oder amtsunfähig war, im zweiten Fall sprach man auch von Vizepleban, womit aber auch der Hilf- oder Gesellpriester bezeichnet wurde. Meist waren Leutpriester Diözesanpriester.[1] Die Bezeichnung "Leutpriester" war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert in Gebrauch.[2]

Anmerkungen

  1. Friedrich Wulf: Art. Leutpriester in: Lexikon für Theologie und Kirche, 2. Auflage, Bd. 6. Sp. 993; Karl-Heinz Selge: Art. Leutpriester in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Auflage, Bd. 6. Sp. 862.
  2. vgl. Kardinal Frings: "Ich möchte Leutpriester werden" Katholisch.de am 17. Dezember 2018
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