Leo Schwarz

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Leo Schwarz (* 9. Oktober 1931 in Braunweiler; † 26. November 2018 in Trier) war ein Weihbischof im Bistum Trier und Hauptgeschäftsführer des Entwicklungshilfswerks Misereor,

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Leo Schwarz wurde im Kreis Bad Kreuznach geboren. Nach dem Abitur studierte er zunächst Pädagogik von 1952 - 1954 an der Pädagogischen Akademie in Trier und arbeitete von 1954 - 1955 als Lehrer in Cochem an der Mosel. Nach einem akademischen Jahr (Fullbright-Stipendium am Western Michigan College in Kalamazoo] in den USA studierte er von 1956 bis 1961 Philosophie und Theologie in Trier und Münster. Am 31. Juli 1960 empfing er die Priesterweihe, ein Jahr später bis 1962 ging er als Kaplan nach Cochem. Von 1962 bis 1970 wirkte er als Dorfpriester in Bolivien (Erzdiözese Sucre), dem Partnerland seines Heimatbistums. Unterstützt durch Spenden aus seiner Heimat setzte sich Schwarz für den Bau von Schulen, Waisenhäusern und Kliniken ein. 1970 kehrte Schwarz als Pfarrer ins Bistum Trier zurück. Bis 1974 war er Geistlicher Beirat der Paulinus-Druckerei Trier und Pfarrer der Gemeinde Pellingen. Dann wechselte er zu Misereor nach Aachen, zunächst als Stellvertreter, zwei Jahre später bis 1982 als Hauptgeschäftsführer des katholischen Entwicklungshilfswerks.

Weihbischof

Papst Johannes Paul II. ernannte Leo Schwarz am 4. Januar 1982 zum Weihbischof in Trier, empfing am 28. März desselben Jahres die Bischofsweihe. Hauptkonsekrator war Bischof Hermann Josef Spital, Mitkonsekratoren der Trierer Weihbischof Carl Schmidt und Weihbischof Oscar Maradiaga. Von 1982 bis 2003 war er Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Koblenz. Er wurde 1989 bis 1999 Vorsitzender der Deutschen Kommission "Justitia et Pax" (Frieden und Gerechtigkeit). Von 1993 bis 2003 war er Vorsitzender des Aktionsausschuss Renovabis. In den Jahren 1995 - 2001 fungierte er als Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. In der Sedisvakanz im Januar 2001 bis zum April 2002 leitete er als Diözesanadministrator das Bistum Trier. Ab 2003 war er Vorsitzender des Exposure-Dialog-Programms e.V. Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Trier war er 2005. Im selben Jahr war er Präsident der Europäischen Kommission Justitia et Pax. Nach seiner Emeritierung durch Papst Benedikt XVI. am 14. März 2006 ging er wieder nach Bolivien. Sein Nachfolger als Weihbischof im Bistum Trier wurde Stephan Ackermann. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte er 2017 nach Trier zurück.[1]

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutschen Kommission Justitia et Pax
  • Mitglied der Kommission Weltkirche (Deutsche Bischofskonferenz)
  • Mitglied der Unterkommission MISEREOR (Deutsche Bischofskonferenz)
  • Mitglied der Unterkommission für Mittel- und Osteuropa / Renovabis (Deutsche Bischofskonferenz)[2]

Werke

  • Ohren für Pachamama, 5 Jahre Kaplan in Bolivien – Eine Dokumentation. J. Pfeiffer Verlag 1967 (Tb; 157 S.)
  • Pachamama ist anders… und wie es in Bolivien weiterging., herausgegeben vom Bolivien-Freundeskreis, Priesterseminar Trier, Eigenverlag 1971 (Tb; 152 S.).
  • Misereor, Zeichen der Hoffnung: Beiträge zur kirchlichen Entwicklungsarbeit. Kösel Verlag München 1976 (ISBN 978-3-466-42016-2).
  • (Hsgr.): Kreuzzeichen, Bistumswallfahrt nach Trier zur Eröffnung der Misereor-Aktion 1984. Paulinus Verlag Trier 1984.
  • Christus anziehen: Bilder und Gedanken aus der Bibel. Paulinus Verlag Trier 1995 (112 S.; ISBN 978-3-7902-0174-1 Pp.).
  • Charles Mannay: Ein Bischof aus Frankreich in Trier. Paulinus Verlag Trier 1998 (86 S.; ISBN 978-3-7902-0080-5 kart. ).
  • Tayo-tayo. Wir müssen zusammenhalten. Paulinus Verlag Trier 1999 (119 S.; Tb; ISBN 978-3-7902-0082-9 kart.).
  • Pfingsten im Zeichen des Kreuzes: Neun-Tage-Gebetsheft für die Pfingsnovene mit den Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa / Renovabis, Solidaritätsaktion der Deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. MVG-Vertriebsges Aachen 2007 (66 S).

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Ehemaliger Misereor-Chef und Weihbischof Leo Schwarz tot Katholisch.de am 26. November 2018
  2. Lebenslauf www.bistum-trier.de (web.archive.org)
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