Leben-Jesu-Forschung

Aus Kathpedia
(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (Textersetzung - „[[Bild:“ durch „[[Datei:“)
 
(Eine dazwischenliegende Version von einem Benutzer wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Bild:DNIC.jpg|thumb|right|Das WORT GOTTES ist eine Person]]
+
[[Datei:DNIC.jpg|thumb|right|Das WORT GOTTES ist eine Person]]
 
Die '''Leben Jesu Forschung''' insbesondere des [[19. Jahrhundert]]s, maßgeblich begründet von deutschen Forschern, beginnt mit der Entdeckung und Publikation der Werke von [[Reimarus]], aus denen zuvor [[Lessing]] bereits einzelne Fragmente veröffentlicht hatte.
 
Die '''Leben Jesu Forschung''' insbesondere des [[19. Jahrhundert]]s, maßgeblich begründet von deutschen Forschern, beginnt mit der Entdeckung und Publikation der Werke von [[Reimarus]], aus denen zuvor [[Lessing]] bereits einzelne Fragmente veröffentlicht hatte.
  
 
Unter dem Eindruck des [[Rationalismus]] und des wissenschaftlichen [[Fortschritt]]s wurden im 18. Jahrhundert, zeitgleich mit der [[Aufklärung]], Zweifel an überlieferten Grundbegriffen der [[Religion]] laut (insbesondere in der Wunderfrage).  
 
Unter dem Eindruck des [[Rationalismus]] und des wissenschaftlichen [[Fortschritt]]s wurden im 18. Jahrhundert, zeitgleich mit der [[Aufklärung]], Zweifel an überlieferten Grundbegriffen der [[Religion]] laut (insbesondere in der Wunderfrage).  
  
Von der vermeintlichen Erkenntnis geleitet, dass die in der Bibel niedergelegte Biographie Jesu nicht seine "wirkliche" Persönlichkeit wiedergeben könne, machten sich [[David Friedrich Strauß]] und [[Friedrich Christian Baur]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts daran, den "historischen" [[Jesus]] vom Christus des Glaubens abzutrennen. Dieser Ansatz wurde in Frankreich dann insbesondere von [[Ernest Renan]] aufgegriffen, dessen Werk wieder auf die [[Deutsche Exegese]] ausstrahlte, welche wiederum den französischen [[Modernismus]] beeinflusste.
+
Von der vermeintlichen Erkenntnis geleitet, dass die in der Bibel niedergelegte Biografie Jesu nicht seine "wirkliche" Persönlichkeit wiedergeben könne, machten sich [[David Friedrich Strauß]] und [[Friedrich Christian Baur]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts daran, den "historischen" [[Jesus]] vom Christus des Glaubens abzutrennen. Dieser Ansatz wurde in Frankreich dann insbesondere von [[Ernest Renan]] aufgegriffen, dessen Werk wieder auf die [[Deutsche Exegese]] ausstrahlte, welche wiederum den französischen [[Modernismus]] beeinflusste.
  
 
In umgekehrter Denkrichtung hat das Werk von [[John Henry Newman]], ebenso wie die Bibelforschung des [[Marie-Joseph Lagrange]], die Historizität von [[Kirche]] und [[Evangelium]] als vereinbar mit dem [[Absolutheitsanspruch]] der Religion erwiesen. Das [[II. Vatikanum]] hält daher an der Irrtumslosigkeit der [[Bibel]] und der wesentlichen Identität des historischen wie "religiösen" [[Jesus Christus]] fest.
 
In umgekehrter Denkrichtung hat das Werk von [[John Henry Newman]], ebenso wie die Bibelforschung des [[Marie-Joseph Lagrange]], die Historizität von [[Kirche]] und [[Evangelium]] als vereinbar mit dem [[Absolutheitsanspruch]] der Religion erwiesen. Das [[II. Vatikanum]] hält daher an der Irrtumslosigkeit der [[Bibel]] und der wesentlichen Identität des historischen wie "religiösen" [[Jesus Christus]] fest.

Aktuelle Version vom 20. März 2018, 23:02 Uhr

Das WORT GOTTES ist eine Person

Die Leben Jesu Forschung insbesondere des 19. Jahrhunderts, maßgeblich begründet von deutschen Forschern, beginnt mit der Entdeckung und Publikation der Werke von Reimarus, aus denen zuvor Lessing bereits einzelne Fragmente veröffentlicht hatte.

Unter dem Eindruck des Rationalismus und des wissenschaftlichen Fortschritts wurden im 18. Jahrhundert, zeitgleich mit der Aufklärung, Zweifel an überlieferten Grundbegriffen der Religion laut (insbesondere in der Wunderfrage).

Von der vermeintlichen Erkenntnis geleitet, dass die in der Bibel niedergelegte Biografie Jesu nicht seine "wirkliche" Persönlichkeit wiedergeben könne, machten sich David Friedrich Strauß und Friedrich Christian Baur zu Beginn des 19. Jahrhunderts daran, den "historischen" Jesus vom Christus des Glaubens abzutrennen. Dieser Ansatz wurde in Frankreich dann insbesondere von Ernest Renan aufgegriffen, dessen Werk wieder auf die Deutsche Exegese ausstrahlte, welche wiederum den französischen Modernismus beeinflusste.

In umgekehrter Denkrichtung hat das Werk von John Henry Newman, ebenso wie die Bibelforschung des Marie-Joseph Lagrange, die Historizität von Kirche und Evangelium als vereinbar mit dem Absolutheitsanspruch der Religion erwiesen. Das II. Vatikanum hält daher an der Irrtumslosigkeit der Bibel und der wesentlichen Identität des historischen wie "religiösen" Jesus Christus fest.

Siehe auch: Deutsche Exegese

Meine Werkzeuge