La solennità della Pentecoste

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Rundfunkansprache
La solennità della Pentecoste

unseres Heiligen Vaters
Pius XII.
zur Fünfzigjahrfeier des Rundschreibens "Rerum novarum" Papst Leos XIII.
über die soziale Frage
Pfingstsonntag, den 1. Juni 1941

(Offizieller italienischer Text AAS X [1900] 195-205)

(Quelle: Emil Marmy unter Mitwirkung von Josef Schäfer und Anton Rohrbasser: Mensch und Gemeinschaft in christlicher Schau, Dokumente, Paulusdruckerei Freiburg/Schweiz 1945, S. 533-550; (Imprimatur Friburgi Helv., die 22. Augusti 1945 L. Weber, Vic. Cap.).

Allgemeiner Hinweis: Die in der Kathpedia veröffentlichen Lehramtstexte dürfen nicht als offizielle Übersetzungen betrachtet werden, selbst wenn die Quellangaben dies vermuten ließen. Nur die Texte auf der Vatikanseite können als offiziell angesehen werden (Schreiben der Libreria Editrice Vaticana vom 21. Januar 2008).


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Anlass: Pfingstbotschaft

1 Das hohe Pfingstfest[1], der glorreiche Geburtstag der Kirche Christi, mit seinem tiefen Sinngehalt bietet Uns, geliebte Söhne und Töchter auf dem ganzen Erdenkreis, einen willkommenen und gern benützten Anlass, um eine Botschaft an Euch zu richten, eine Botschaft der Liebe, der Ermutigung und des Trostes mitten in den Schwierigkeiten und im Wirrwar unserer Zeit. Wir sprechen ja in einem Augenblick, da alle Energien, alle physischen und geistigen Kräfte eines großen und noch immer wachsenden Teiles der Menschheit, in nie gekanntem Ausmaß und Einsatz eingespannt stehen unter das eisern unerbittliche Gesetz des Krieges. - Und von andern sprechenden Masten gehen Worte aus voll Erbitterung und Schärfe, Worte voll Kampf und Streit.

2 Nicht so die Sendermasten des Vatikanischen Hügels. Sie stehen ja auf geheiligtem Boden, geheiligt durch Martertod und Grab des ersten Petrus, geweiht zum unbeirrten Mittelpunkt der Frohen Botschaft und ihrer heilbringenden Ausbreitung in der Welt. Sie können nur Worte übermitteln, die vom gleichen Tröstergeist getragen und belebt sind wie die Predigt des Petrus, die am ersten Pfingstfest laut in ganz Jerusalem widerhallte und es in Aufruhr brachte. Es ist das ein Geist glühender, apostolischer Liebe, ein Geist, der keine größere Sehnsucht und keine heiligere Freude kennt, als alle, Freunde wie Feinde, hinzuführen zu den Füßen des Gekreuzigten von Golgatha, zum Grab des verherrlichten Gottessohnes und Erlösers des Menschengeschlechtes. Alle möchte dieser Geist überzeugen, dass wahre Rettung und bleibendes Glück, für die Einzelnen und für die Völker, nur zu finden sind in Christus, in der von ihm gelehrten Wahrheit, in der von ihm gelebten Liebe ; sie hat er uns bewiesen, als er heilend und Wohltaten spendend vorüber ging und schließlich sich selbst zum Opfer hingab für das Leben der Welt.

3 Ereignisschwer steht diese Stunde im gewaltigen Ratschluss Dessen, der die Geschicke der Nationen lenkt und über der Kirche wachend steht. Da gereicht es Uns zur tiefen Freude und Genugtuung, Euch, liebe Söhne und Töchter, die Stimme des gemeinsamen Vaters hören zu lassen, Euch so gleichsam zu einem kurzen, weltumspannenden, katholischen Treffen zusammenzurufen. Im Frieden geeint sollt Ihr es einmal fühlbar erleben können, was es ist um die Trautheit des ein Herz und eine Seele[2]- sein, wie das die Gemeinde von Jerusalem am Pfingsttage, unter der einigenden Kraft des Heiligen Geistes, erlebte.

4 Je mehr die kriegsbedingten Umstände in vielen Fällen den direkten und lebendigen Kontakt zwischen dem obersten Hirten und seiner Herde erschweren, umso dankbarer begrüßen Wir die rasche Verbindungs brücke, die der Erfindergeist unserer Zeit in Blitzesschnelle über den Äther schlägt, und die über Berge, Meere und Kontinente hinweg alle Winkel der Erde miteinander verbindet. - Was für viele eine Waffe des Kampfes ist, wandelt sich so für uns in ein gottgeschenktes Werkzeug eines tatkräftigen und friedlichen Apostolates, und in einem neuen, höhern Sinn wird das Schriftwort Wirklichkeit: aber die ganze Erde ist ihr Schall gedrungen und bis an des Erdballs Grenzen ihr Wort[3]. Es ist, wie wenn das große Pfingstwunder sich erneuerte; damals vernahmen ja all die Leute, die aus verschiedenen Gegenden und Sprachen in Jerusalem zusammengekommen waren, in ihren Mutterlauten die Stimme Petri und der Apostel.

2. Anlass: Rerum novarum

5 Mit aufrichtiger Freude bedienen Wir Uns heute eines so wunderbaren Mittels, um die Aufmerksamkeit der katholischen Welt auf die 50. Wiederkehr eines Tages zu lenken, der verdient, mit goldenen Lettern in den Jahrbüchern der Kirche eingetragen zu sein: es ist der 15. Mai 1891, an dem Leo XIII. das grundlegende Sozialrundschreiben Rerum novarum veröffentlichte[4]

I. Lehren und Wirkungen des Rundschreibens Rerum novarum

1. Zuständigkeit der Kirche in sozialen Fragen

6 In der tiefen Überzeugung, dass der Kirche nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht zustehe, in den sozialen Fragen ein maßgebendes Wort zu sprechen, richtete Leo XIII. seine Botschaft an die Welt. Er wollte dabei keineswegs Richtlinien aufstellen über die rein praktische, Wir möchten sagen "technische" Seite der sozialen Struktur; denn er wußte zu gut und war sich ganz klar, dass die Kirche sich keine solche Sendung zuschreibt. -

7 Unser Vorgänger seligen Angedenkens Pius XI. hat das denn auch in seinem Gedenkrundschreiben Quadragesimo anno[5] vor nunmehr 10 Jahren ausdrücklich erklärt. - Der große Bereich der Arbeit ist vielmehr ein offenes Feld für die gesunde und verantwortungsbewusste Entwicklung der Einzelnen und für deren freie Organisierung. Hier ist auch der Ort, wo die öffentliche Gewalt ergänzend und ordnend dazwischentritt. Zuerst mittels der örtlichen und beruflichen Körperschaften und schließlich durch die Staatsgewalt selbst. Aus der Vielheit und Gegensätzlichkeit der wetteifernden, individuellen und kollektiven Eigeninteressen entstehen nämlich leicht Störungen des wirtschaftlichen Gleichgewichtes. Der Staat, als die höhere und führende gesellschaftliche Autorität, hat nun die wichtige Aufgabe, diesen zuvorzukommen.

Es gibt aber auch eine Seite der Gesellschaftsordnung, mit der sie eng an das Gebiet der Moral grenzt und in dieses hinüberreicht. Da ist es nun unanfechtbare Zuständigkeit der Kirche, zu urteilen, ob eine gegebene Gesellschaftsordnung übereinstimme mit der unveränderlichen Ordnung, die Gott, der Schöpfer und Erlöser, durch das Naturrecht und in der Offenbarung kundgetan hat.

8 Ja, durch das Naturrecht und in der Offenbarung; auf diese zweifache Art der Kundgabe beruft sich auch Leo XIII. in seinem Rundschreiben. Und mit Recht, denn die Lehren des Naturrechtes und die Wahrheiten der Offenbarung sind wie zwei Wasserbäche, die aus der gleichen göttlichen Quelle fließen, auf verschiedenen Wegen zwar, doch nicht in entgegengesetzter, sondern in einheitlicher Richtung.

9 Und ferner ist die Kirche zuständig, weil sie als Hüterin der übernatürlichen christlichen Ordnung, in welcher Natur und Gnade ineinanderfließen, die Gewissen zu formen hat. Also auch die Gewissen derer, die berufen sind, Lösungen zu finden für die Probleme und Aufgaben des sozialen Lebens.

10 Mit der Gesellschaftsform hängt weitgehend das Wohl oder Wehe der Seelen zusammen, je nachdem sie nämlich mit den göttlichen Gesetzen übereinstimmt oder nicht. Mit andern Worten: von der Gesellschaftsform hängt es ab, ob die Menschen - die doch alle berufen sind, durch Christi Gnade das Leben zu haben - auf ihrem irdischen Lebensweg den gesunden und lebendigen Hauch der Wahrheit und der Tugend einatmen oder den giftigen und oft todbringenden Bazillus des Irrtums und der Verderbnis. Wenn die Kirche das überdenkt und voraussieht, wie dürfte sie, die liebende und um das Wohl ihrer Kinder treubesorgte Mutter, dann noch teilnahmslos zuschauen, wenn ihre Kinder in Gefahr sind? Wie dürfte sie noch schweigen oder tun, als ob sie die sozialen Lebensbedingungen nicht sehe und würdige, wenn doch diese es sind, die - ob gewollt oder ungewollt - eine christliche, den Geboten des höchsten Gesetzgebers gemäße Lebensführung schwer oder praktisch unmöglich machen?

11 Leo XIII. war sich dieser schweren Verantwortung bewusst, als er sein Rundschreiben an die Welt richtete. Darum wies er das christliche Gewissen hin auf die Irrtümer und Gefahren eines materialistisch aufgefassten Sozialismus; er wies es hin auf die verhängnisvollen Folgen eines wirtschaftlichen Liberalismus, der die sozialen Pflichten oft übersieht, vergisst oder missachtet. Und mit meisterhafter Klarheit und wunderbarer Bestimmtheit legte er die Prinzipien dar, die geeignet und imstande waren, die materielle und geistige Lage des Arbeiters auf friedlichem Wege, Schritt für Schritt, zu verbessern.

2. Wirkungen von Rerum novarum

12 Ja, viele tief wahre Gedanken und heilsame Richtlinien hat der weise Autor in seinem Rundschreiben niedergelegt. Wie weit und in welchem Maß hat nun die Wirkung den edlen Absichten entsprochen? - Wenn Ihr Uns, geliebte Söhne und Töchter, heute, 50 Jahre nach der Veröffentlichung des Rundschreibens, so fragt, dann müssen Wir antworten: Gerade das ist ja der Grund, weshalb Wir heute, an diesem hochheiligen Pfingstfest, Unser Wort an Euch richten: Wir wollen eben heute Gott, dem Allmächtigen, aus ganzem Herzen demütig Dank sagen für das Geschenk, das er mit jenem Rundschreiben seines Stellvertreters auf Erden, vor nunmehr 50 Jahren, seiner Kirche gemacht hat; und Gott loben wollen Wir heute für den mächtig anschwellenden Windstoß erneuernden Geistes, der von da an die ganze Menschheit erfasste.

13 Schon Unser Vorgänger Pius XI. preist im ersten Teil seines Gedenkrundschreibens die herrlichen Früchte, welche Rerum novarum zum Reifen gebracht hat. Wie aus einem befruchteten Keime, hat sich aus ihr eine katholische Soziallehre entwickelt, die den Söhnen der Kirche, Priestern wie Laien, Richtlinien und Mittel in die Hand gab für einen fruchtbaren sozialen Aufbau. 14 So entstanden im katholischen Lager zahlreiche und verschiedenartige Wohlfahrtseinichtungen und blühende Zentren für gegenseitige Hilfeleistung. Wie viel materielles und natürliches Wohlgedeihen, wie viel geistige und übernatürliche Früchte sind doch den Arbeitern und ihren Familien zugeflossen durch die katholischen Vereinigungen! Wie sehr den Bedürfnissen angemessen war doch die Gründung von Gewerkschaften und Vereinigungen des Bauern- und Mittelstandes! Wie wirksam ihre Hilfe, wenn es galt, die Nöte der Unterdrückten zu beheben, ihnen Schutz und Gerechtigkeit angedeihen zu lassen! Wie viel trugen sie bei, die Leidenschaften zu mäßigen und so den sozialen Frieden vor Störungen zu bewahren!

15 Und noch sind das nicht alle Früchte des Rundschreibens: Rerum novarum hielt sich eng ans Volk und brachte ihm Achtung und Liebe entgegen; so drang es in die Herzen und in die Köpfe der Arbeiterklasse ein und weckte in den Arbeitern christliches Fühlen und edle Menschenwürde. Im Laufe der Jahre wuchs noch überall der bestimmende Einfluß des Rundschreibens, und ihre Macht und Wirkung dehnte sich so sehr aus, dass ihre Normen fast Allgemeingut der Menschheitsfamilie wurden.

16 Im 19. Jahrhundert sah es der Staat, in Überschätzung der Freiheit, als seine ausschließliche Pflicht an, mit dem Recht die Freiheit zu schützen; Leo XIII. aber erinnerte ihn daran, dass er ebenso verpflichtet sei zur sozialen Fürsorge; er müsse für den Wohlstand des ganzen Volkes und aller seiner Glieder Sorge tragen ; er müsse besonders die Schwachen und Enterbten schützen durch weitherzige Sozialpolitik und durch die Schaffung eines Arbeitsrechtes. - Dem Ruf des Papstes antwortete ein gewaltiges Echo, und man muss - will man gerecht sein - die Besserung ehrlich anerkennen, welche die Lage der Arbeiter durch den Eifer staatlicher Obrigkeiten in vielen Ländern erfuhr. Es wurde darum mit Recht gesagt, Rerum novarum sei die Magna Charta der christlichen Sozialtätigkeit geworden.

17 Inzwischen ist ein halbes Jahrhundert vorüber gegangen und hat gar tiefe Furchen und trübe Ablagerungen im Erdreich der Nationen und der Gesellschaft hinterlassen. Die sozialen und vor allem die wirtschaftlichen Veränderungen seit Rerum novarum legten neue Fragen zur sittlichen Überprüfung vor. Unser unmittelbarer Vorgänger hat diese Fragen in dem Rundschreiben Quadragesimo anno mit durchdringender Schärfe behandelt.

Das Jahrzehnt, das darauf gefolgt ist, war nicht weniger reich an Überraschungen im sozialen und wirtschaftlichen Leben. Es hat nun seine unruhigen und trüben Wasser in das Meer eines Krieges ergossen, der leicht mit unabsehbaren Sturzfluten die Wirtschaft und die Gesellschaft überschwemmen kann.

Vor welche Probleme und eigenartige, vielleicht völlig neue Aufgaben das soziale Leben die sorgende Kirche nach diesem völkertrennenden Konflikt stellen wird, lässt sich heute schwer sagen und vorausbestimmen.

Doch wurzelt schließlich die Zukunft in der Vergangenheit, und die Erfahrung der letzten Jahre kann Uns Lehrmeisterin für die Zukunft sein: darum wollen Wir am heutigen Gedenktag einige weitere, wegweisende, sittliche Prinzipien geben über drei Fundamentalwerte des sozialen und wirtschaftlichen Lebens. Wir lassen Uns dabei leiten vom Geiste Leos XIII. selbst und entwickeln seine Einsichten; er hat ja den sozialen Prozess der aufsteigenden Zeiten nicht bloß prophezeit, sondern in Wahrheit vorausgeahnt.

II. Wegweisende Grundsätze im Geiste Leos XIII.

1. Die drei Grundwerte des wirtschaftlichen Lebens

18 Diese drei Fundamentalwerte, die sich ineinander verflechten, sich gegenseitig halten und stützen, sind: Der Gebrauch der materiellen Güter, die Arbeit und die Familie.

Über das Eigentum und den Unterhalt des Menschen stellt das Rundschreiben Rerum novarum Grundsätze auf, die mit der Zeit nichts von ihrer ursprünglichen Geltungskraft eingebüßt haben; ja, heute nach 50 Jahren bewahrheitet sich noch ihre lebensvolle, innere Fruchtbarkeit.

a) Der Gebrauch der materiellen Güter

19 Auf den Hauptpunkt haben Wir selbst die allgemeine Aufmerksamkeit gelenkt in Unserem Rundschreiben Sertum laetitiae[6] an die Bischöfe der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Dieser Hauptpunkt - so sagten Wir dort -, besteht in der Behauptung und unerbittlichen Forderung, "dass die von Gott für alle Menschen geschaffenen Güter billigerweise allen zufließen müssen, nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und der Liebe».

20 Tatsächlich hat jeder Mensch, als vernunftbegabtes Lebewesen, von Natur aus das fundamentale Recht, materielle Erdengüter zu gebrauchen; mag es auch dem menschlichen Willen und den Rechtsformen der Völker überlassen bleiben, die praktische Verwirklichung dieses Individualrechtes im einzelnen zu regeln. Jedenfalls darf es auf keine Weise je durch andere, sichere materiellen Güter.

Ohne Zweifel fordert die gottgegebene Naturordnung auch das Bestehen des Privateigentums und des freien Handels mit den Gütern, in Tausch und Schenkung, und ebenso fordert sie eine ordnende Funktion der öffentlichen Gewalt über jede dieser beiden Einrichtungen.

21 Alles das aber bleibt nichtsdestoweniger dem natürlichen Zweck der materiellen Güter untergeordnet, und diese Rechte dürfen niemals losgelöst und unabhängig gemacht werden vom ersten und fundamentalen Recht, wonach der Gebrauch der materiellen Güter allen zusteht. Vielmehr soll alles dazu beitragen, dieses erste Recht seinem Zwecke gemäß zu verwirklichen. Nur so können dann das Eigentum und der Gebrauch der materiellen Güter einen fruchtbaren Frieden und lebenskräftigen Bestand der Gesellschaft sichern. Im andern Fall aber erzeugen sie Unsicherheit, wecken Streit und Neid und werden dem erbarmungslosen Spiel zwischen der Gewalt und der Schwäche ausgeliefert.

22 Das angeborne Recht auf den Gebrauch der materiellen Güter steht in engster Beziehung zur Würde und zu den übrigen Rechten der menschlichen Person. Denn mit den oben genannten Formen bietet es ihr eine sichere, materielle Grundlage von höchster Wichtigkeit für die Erfüllung der sittlichen Pflichten. Schützt man dieses Recht, so schützt man die Personwürde des Menschen und macht es ihm leichter, in rechter Freiheit auf alle Entscheidungen achtzugeben und allen festen Obliegenheiten nachzukommen, für die er vor seinem Schöpfer direkt verantwortlich ist. Denn das ist tatsächlich des Menschen ganz persönliche Aufgabe: sein materielles und geistiges Leben zu behüten und zur Vollkommenheit zu führen. Auf diesem Wege soll er das religiöse und sittliche Ziel erreichen, das Gott allen Menschen bestimmt hat und das er ihnen als oberste, immer und in jedem Fall und vor jeder andern Pflicht bindende Norm gegeben hat.

23 Die unantastbaren Rechte der menschlichen Person zu schützen und ihr die Erfüllung ihrer Pflichten zu erleichtern, das soll eine wesentliche Aufgabe einer jeden öffentlichen Gewalt sein. Meinen Wir denn nicht gerade das, wenn Wir sagen, der Staat sei berufen, "das Allgemeinwohl" zu fördern? Da liegt ja auch der Grund, warum die Sorge um das Allgemeinwohl keine unbeschränkte Macht über die Glieder der Gemeinschaft besagt: Die öffentliche Gewalt darf nicht im Namen des Gemeinwohls die oben beschriebene Entfaltung des persönlichen Handelns beeinträchtigen, sie darf nicht über den Beginn oder (die rechtmäßige Strafe ausgenommen) das Ende des Menschenlebens entscheiden; sie darf nicht nach eigenem Gutdünken das physische, geistige, religiöse und sittliche Leben des Menschen so bestimmen, dass es in Widerstreit gerät zu den persönlichen Pflichten und Rechten; und sie darf darum auch nicht das Naturrecht auf die materiellen Güter abschaffen oder unwirksam machen. Aus der Sorge um das Allgemeinwohl eine so ausgedehnte Macht ableiten wollen, hieße den Sinn des Gemeinwohls selbst verkehren; es hieße, in die irrige Behauptung verfallen, der eigentliche Zweck des Menschen auf Erden sei die Gesellschaft; die Gesellschaft sei sich selbst Zweck, und der Mensch habe nach dem Leben, das hier auf Erden zu Ende geht, kein anderes mehr zu erwarten.

24 Das gleiche gilt von der nationalen Wirtschaft: wie sie die Frucht der Tätigkeit von Einzelmenschen ist, die in einer staatlichen Gemeinschaft vereint arbeiten, so zielt sie auch auf nichts anderes ab, als beständig die Bedingungen zu schaffen, unter denen das individuelle Leben der Bürger sich voll entfalten kann. Wo man das in dauerhafter Weise erreicht, ist ein Volk in Wahrheit wirtschaftlich reich, weil so der allgemeine Wohlstand und folglich das persönliche Recht auf den Gebrauch der Erdengüter, der Absicht des Schöpfers gemäß, verwirklicht wird.

25 Daraus könnt ihr leicht ersehen, geliebte Söhne und Töchter, worin der wirtschaftliche Reichtum eines Volkes eigentlich besteht. Nicht die ausschließlich nach ihrem rein materiellen Wert gemessene und berechnete Fülle der Güter macht ihn aus; er besteht vielmehr darin, dass diese Fülle wirklich und wirksam die materielle Grundlage darstelle und ausmache für die rechte Persönlichkeitsentfaltung der einzelnen Volksglieder.

Wo eine solche, gerechte Verteilung der Güter nicht, oder nur unvollkommen durchgeführt würde, hätte die nationale Wirtschaft ihren wahren Zweck nicht erreicht. Denn wie groß die Fülle der zur Verfügung stehenden Glücksgüter auch wäre, wenn das Volk doch nicht daran teilnehmen könnte, so wäre es nicht wirtschaftlich reich, sondern arm. Man führe dagegen eine solche, gerechte Verteilung wirklich und in dauerhafter Weise durch, und man wird ein Volk sehen, das, auch wenn es über weniger Güter verfügt, doch wirtschaftlich gesund wird und ist.

Diese Grundbegriffe über den Reichtum und die Armut der Völker Eurer Erwägung vorzulegen, scheint Uns heute besonders zeitgemäß. Man ist ja heute geneigt, diesen Reichtum und diese Armut mit rein quantitativer Waage zu wägen und als Kriterien nur den Raum oder den Güterüberfluss anzuerkennen. Ein richtiger Begriff aber vom Zweck der nationalen Wirtschaft wird zum Licht für alle sich mühenden Staatsmänner und Völker, zum Licht, das sie erleuchtet und von selbst geleitet auf einen Weg, der nicht beständig Gut- und Blutzölle fordert, sondern Friedensfrüchte und allgemeine Wohlfahrt schenkt.

b) Die Arbeit

26 Mit dem Gebrauch der materiellen Güter hängt eng zusammen die Arbeit, wie Ihr, geliebte Söhne und Töchter, wohl versteht. Rerum novarum lehrt, dass die menschliche Arbeit zwei Eigenschaften hat: sie ist persönlich, und sie ist notwendig. Sie ist persönlich, weil der Mensch sie vollbringt mit den ihm ureigensten Kräften. Notwendig ist sie, weil ohne sie das zum Leben unumgänglich Nötige nicht beschafft werden kann; das Leben zu erhalten ist aber eine naturgegebene, schwere und jedem obliegende Pflicht.

27 Der persönlichen, von der Natur auferlegten Pflicht zur Arbeit entspricht folgerichtig für einen jeden das natürliche Recht, durch Arbeit sein eigenes Leben und das seiner Kinder zu erhalten; so sehr ist der Befehl der Natur hingeordnet auf die Erhaltung des Menschen.

28 Beachtet aber wohl, dass die Pflicht und das entsprechende Recht auf Arbeit dem Einzelnen in erster Linie auferlegt und gegeben ist von der Natur. Also nicht von der Gesellschaft, als ob der Mensch etwa nichts anderes wäre als einfach Knecht oder Beamter der Gemeinschaft. Daraus folgt, dass die Pflicht und das Recht, die Arbeit des Volkes zu organisieren, vor allem den unmittelbar Beteiligten zukommt, nämlich den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Erst wenn diese dann ihre Aufgabe nicht erfüllen oder infolge außerordentlicher Umstände nicht erfüllen können, ist es Sache des Staates, in den Bereich der Arbeit, in deren Teilung und Verteilung sich einzumischen, je nach der Form und dem Maß, die das recht verstandene Allgemeinwohl erfordert.

29 Jedenfalls ist festzuhalten : Wann immer eine staatliche Einmischung auf dem Gebiete der Arbeit rechtmäßig und wohltätig sein will, muss sie den persönlichen Charakter der Arbeit achten und schützen, sowohl grundsätzlich, als auch, soweit immer möglich, in allen praktischen Maßnahmen. Und das ist dann der Fall, wenn durch die staatlichen Normen keine andern, gleichfalls persönlichen Rechte und Pflichten abgeschafft oder in ihrer Ausübung verunmöglicht werden. Solche Rechte sind: das Recht auf die wahre Gottesverehrung, das Recht auf die Ehe, das Recht der Ehegatten, das des Vaters und der Mutter auf ein eheliches und häusliches Leben; das Recht, in vernünftiger Freiheit die Standeswahl zu treffen und einer echten Berufung zu folgen. Ja, wenn je eines, so ist dieses letztere ein persönliches Recht des geistbegabten Menschen; ja, es wird ein erhabenes Recht, wenn sich ihm - wie bei der Wahl und Ausübung der priesterlichen und religiösen Berufe - die höheren und unveräußerlichen Rechte Gottes und der Kirche zugesellen.

c) Die Familie

30 Nach der Lehre von Rerum novarum hat die Natur selbst das Privateigentum innig verbunden mit dem Dasein der menschlichen Gesellschaft, mit dem Dasein echter Kultur und in erhöhtem Maße mit dem Bestehen und der Entfaltung der Familie. Dieser Zusammenhang liegt mehr als klar zutage. Muss etwa nicht das Privateigentum dem Familienvater eine gesunde Freiheit zusichern? Der Schöpfer hat dem Familienvater ja mannigfache Pflichten zugewiesen, Pflichten in bezug auf den physischen, geistigen und religiösen Wohlstand der Familie, und um diese zu erfüllen braucht er eben Freiheit.

31 In der Familie findet die Nation die natürliche und fruchtbare Wurzel ihrer Größe und Macht. Wenn nun das Privateigentum zum Wohlstand der Familie führen soll, so müssen alle öffentlichen und auch alle staatlichen Normen, die seinen Besitz regeln, diese seine Funktion nicht bloß ermöglichen und beschützen, sondern sie immerzu vervollkommnen; denn diese Funktion des Privateigentums steht in der natürlichen Ordnung in gewisser Hinsicht jeder andern voran. Wenn man das Privateigentum durch übermäßige Belastung oder übermäßige unmittelbare Eingriffe seines Sinnes beraubt, so nimmt man praktisch der Familie und ihrem Haupte die Möglichkeit, ihren gottgewollten Zweck: die Vervollkommnung des Familienlebens zu verfolgen; jeder angeblich kulturelle Fortschritt, der das zur Folge hätte, wäre ein unnatürlicher Fortschritt.

32 Von allen Gütern, die Privateigentum werden können, ist nach der Lehre von Rerum novarum keines von Natur aus so sehr dazu angetan wie der Boden, der Grundbesitz, auf dem die Familie wohnt und aus deren Ertrag sie ganz oder doch zum Teil das zum Leben Nötige bezieht. Und es ist ganz im Sinne von Rerum novarum, wenn Wir behaupten, dass in der Regel nur die in einem eigenen Grundbesitz wurzelnde Familie zur vollkommensten und fruchtbarsten Lebenszelle der Gesellschaft wird. Denn der bleibende Grund und Boden verbindet und verkettet ganz einzigartig und immer neu die gegenwärtigen mit den kommenden Generationen.

33 Heute steht der Begriff « Lebensraum » und die Schaffung von Lebensraum im Mittelpunkt der sozialen und politischen Ziele. Sollte man da nicht vielleicht, vor allem andern, an den Lebensraum der Familie denken und vor allem sie befreien und lösen aus Lebensbedingungen, die nicht einmal den Gedanken an ein eigenes Heim aufkommen lassen?

Unser Planet besitzt weite Ozeane und Meere und Seen, von ewigem Schnee und Eis bedeckte Berge und Ebenen, große Wüsten und unwirtliche und unfruchtbare Länder. Er ist aber auch nicht arm an lebenerfüllten Gegenden und Gebieten, die noch ganz der wildwachsenden Natur überlassen sind und sich doch gut eigenen würden für die Bebauung durch Menschenhand, für des Menschen Bedürfnisse und kulturelle Tätigkeit. Und öfter lässt es sich nicht vermeiden, dass manche Familien, da- oder dorthin auswandern und sich anderswo eine neue Heimat suchen.

Dann muss, wie Rerum novarum lehrt, das Recht der Familie auf Lebensraum geachtet werden. Wo dies geschieht, erreicht die Auswanderung ihren natürlichen und oft von der Erfahrung bestätigten Zweck, nämlich eine günstigere Verteilung der Menschen auf der für Ackerbaukolonien geeigneten Erdoberfläche; Gott hat ja diese Erdoberfläche für alle erschaffen und sie allen zum Gebrauche bereitet.

Wenn die zwei Parteien: jene, die die Auswanderung erlaubt und jene, die die Ankömmlinge aufnimmt, aufrichtig bemüht sind, dem Entstehen und Wachsen eines wahren Vertrauens zwischen Auswanderungs- und Einwanderungsland alle Hindernisse aus dem Wege zu räumen, so wird ein solcher Landes- und Personenwechsel allen Beteiligten nur Vorteile bringen: Die Familien erhalten ein Grundstück, das ihnen Vater-Land im wahren Sinne des Wortes wird; dichtbevölkerte Gebiete werden entlastet, und ihre Völker gewinnen neue Freunde in fremden Ländern; und die Staaten, die die Ausgewanderten aufnehmen, erwerben sich strebsame Bürger. So werden die entlassenden wie die aufnehmenden Nationen gleicherweise beitragen zum Wachsen des menschlichen Wohlstandes und zum Fortschritt der menschlichen Kultur.

Schluss

34 Das sind, liebe Söhne und Töchter, die Prinzipien, die Ideen und Normen, durch die Wir schon heute mithelfen möchten an der künftigen Organisation der neuen Ordnung. Das ist ja der Welt Erwartung und Wunsch, dass aus dem ungeheuren Gärungsprozess des gegenwärtigen Krieges eine neue Ordnung geboren werde, die im Frieden und in der Gerechtigkeit den Völkern die Ruhe wieder schenken wird.

35 Uns bleibt nun nur noch eines: Euch im Geiste Leos XIII. und im Sinne seiner Weisungen und edlen Absichten zu ermahnen, Ihr möchtet das Werk fortsetzen und fördern, das die vergangene Generation Eurer Brüder und Schwestern mit so kühnem Mut begonnen hat. Nie verstumme oder verebbe unter Euch der drängende Mahnruf der zwei Päpste und ihrer sozialen Rundschreiben! Laut verweist diese Stimme alle, die an die übernatürliche Wiedergeburt der Menschheit glauben, auf die sittliche Pflicht, am Aufbau der Gesellschaft und insbesondere des wirtschaftlichen Lebens mitzuarbeiten. Alle will sie zur Tat anfeuern, jene, die direkt an diesem Leben teilhaben nicht minder als den Staat selbst. Und ist denn diese Mitarbeit nicht heilige Pflicht eines jeden Christen?

Die äußern Schwierigkeiten sollen Euch, liebe Söhne und Töchter, dabei nicht erschrecken, noch soll das wachsende Heidentum des öffentlichen Lebens Euch entmutigen. Lasst Euch auch nicht täuschen von den Erfindern ungesunder Theorien! Lasst Euch nicht irreführen von bedauerlichen Strömungen unserer Tage, die für das religiöse Leben nicht Wachstum, sondern Zerfall und Verderben bedeuten; von Strömungen, die da behaupten wollen, die Erlösung bedürfe nicht unserer Mitwirkung auf Erden, da sie der übernatürlichen Gnadenordnung angehöre und somit ausschließliches Werk Gottes sei. O erbärmliches Verkennen des Werkes Gottes! Sie vermeinten Weise Zu sein, und sind Toren geworden[7] .

36 Besteht denn nicht die erste Wirkung der Gnade gerade darin, dass sie uns stärkt im redlichen Bemühen, als Einzelmenschen und als Glieder der Gesellschaft, Tag für Tag die Gebote Gottes zu erfüllen? Lebt denn nicht seit zweitausend Jahren im Schoße der Kirche ein wahrer Sinn für die kollektive Verantwortlichkeit aller für alle? War es nicht dieser Sinn, der die Herzen je und je geführt und hingerissen hat zu Heldentaten der Nächstenliebe? Die Herzen der ackerbauenden Mönche, der Sklavenbefreier, der Krankenpfleger, die Herzen aller jener, die den Glauben, die Kultur und Wissenschaft in alle Zeiten und zu allen Völkern trugen: was sie wollten, war stets die Schaffung solcher sozialer Lebensbedingungen, die allen ein menschen- und christenwürdiges Dasein ermöglichen und erleichtern sollten.

Ihr seid Euch nun der heiligen Mitverantwortung aller für alle voll und ganz bewusst. Nie dürft ihr darum im Grunde Eurer Seele Euch zufrieden geben mit einem öffentlichen Durchschnittszustand, bei dem die meisten Menschen nicht oder nur durch heroische Tugendakte die göttlichen, überall und ewig unverletzlichen Gebote beobachten können.

37 Wenn das Missverhältnis zwischen Vorsatz und Ausführung hie und da klar zutage trat, wenn Fehler vorkamen - was übrigens allem menschlichen Tun anhaftet - wenn Meinungsverschiedenheiten über den eingeschlagenen oder einzuschlagenden Weg entstanden, so darf das alles Euch nicht den Mut rauben, Euren Schritt nicht verlangsamen, darf nicht Klagen und Anklagen hervorrufen. Alles Fehlerhafte kann doch nicht die tröstliche Tatsache vergessen machen, dass der inspirierten Papstbotschaft Rerum novarum eine lebendige und klare Quelle starken, aufrichtigen, selbstlosen, sozialen Geistes entsprungen ist; mag diese Quelle auch heute zum Teil verschüttet werden von allerlei lawinenartigen, übermächtigen Ereignissen: morgen wird man doch die Trümmer dieses Weltensturmes hinwegräumen; man wird den Wiederaufbau einer neuen sozialen Ordnung an die Hand nehmen, die - so beten Wir - Gottes und des Menschen würdig sein soll. Dann wird Rerum novarum zum neuen kräftigen Anstoß werden und eine neue Welle üppigen Wachstums über den ganzen Frühling der menschlichen Kultur ergießen.

38 Vor nunmehr einem halben Jahrhundert entzündete das Wort Leos XIII. in den Herzen Eurer Väter eine das hell leuchtende Fackel. Behütet diese Flamme edlen sozialen Brudergeistes! Lasst es ihr nie an Nahrung fehlen! Lasst sie nicht bloß über Euren Huldigungen und Gedenkfeiern aufflackern und dann sterben! Seht zu, dass nicht feige, scheue und ewig vorsichtige Indifferenz gegenüber den Ärmsten Unserer Brüder sie auslösche, dass der Sturmwind des widerchristlichen oder unchristlichen Geistes sie nicht in Staub und Schmutz ersticke! Nährt, schürt, belebt und verbreitet dieses Feuer! Tragt es überall dahin, wo ihr einen Kummer seufzen, ein Elend klagen, einen Schmerz schreien hört! Facht es immer wieder neu an in der Liebesglut aus dem Herzen des Erlösers, dem der heute beginnende Monat geweiht ist! Geht zu diesem göttlichen, milden und demütigen Herzen, dem Zufluchtsort für jeden Trost, wenn Mühsal und Arbeitslast Euch drücken! Es ist ja das Herz Dessen, der jeder echten und reinen Tat ewig seligmachenden Lohn versprochen hat, wenn sie in seinem Namen und Geist geschieht zum Wohle der Leidenden, der Gequälten, der von der Welt Verstoßenen, der an Gut und Glück Enterbten: Ihr Gesegneten meines Vaters! Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.[8]

Anmerkungen

  1. Pius XII., Rundfunkansprache an die ganze Welt zur Fünfzigjahrfeier des Rundschreibens Rerum novarum Papst Leos XIII.: über die soziale Frage. AAS II. Reihe 8 (1941) 195-205.
  2. Apg 4,32 EU
  3. Ps 18,5 EU; Röm 5,18 EU
  4. ASS XXIII (1890-1891) 641-670; MG SS. 376-417.
  5. AAS XXIII (1931) 177-228; MG SS. 446-510.
  6. Pius XII., Rundschreiben Sertum laetitiae, 1. November 1939, AAS II. Reihe 6 (1939) 635-644.
  7. Röm 1,22 EU
  8. Vgl. Mt 25,40 EU.
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