Der Heilige Stuhl und die Volksrepublik China am 22. September 2018

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Der Heilige Stuhl und China am 22. September 2018

Quelle: Osservatore Romano am 28. September 2018, S. 4.

Kommuniqué zur vorläufigen Vereinbarung zwischen dem Heiligen Stuhl und China

Im Rahmen der Kontakte zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China, die seit einiger Zeit stattfinden, um kirchliche Fragen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren und weitere Verständigungsbeziehungen zu fördern, fand heute, am 22. September 2018, in Peking ein Treffen zwischen Msgr. Antoine Camilleri, Untersekretär für die Beziehungen des Heiligen Stuhls zu den Staaten, und Herrn Wang Chao, stellvertretender Außenminister der Volksrepublik China, statt, respektive Leiter der vatikanischen und der chinesischen Delegation.

Im Rahmen dieses Treffens unterzeichneten die beiden Vertreter eine Provisorische Vereinbarung über die Ernennung der Bischöfe.

Die vorgenannte Provisorische Vereinbarung, die das Ergebnis einer schrittweisen und gegenseitigen Annäherung ist, ist nach einem langen Prozess wohlüberlegter Verhandlungen geschlossen worden und sieht regelmäßige Evaluierungen ihrer Umsetzung vor. Sie befasst sich mit der Ernennung von Bischöfen, die für das Leben der Kirche von großer Bedeutung ist, und schafft die Voraussetzungen für eine breitere Zusammenarbeit auf bilateraler Ebene.

Es besteht die gemeinsame Hoffnung, dass diese Einigung einen fruchtbaren und weitsichtigen Prozess des institutionellen Dialogs fördern sowie einen positiven Beitrag zum Leben der katholischen Kirche in China, zum Wohl des chinesischen Volkes und zum Frieden in der Welt leis­ten wird.

Mitteilung zur katholischen Kirche in China

Um die Verkündigung des Evangeliums in China zu unterstützen, hat der Heilige Vater Franziskus beschlossen, die verbleibenden ohne päpstlichen Auftrag geweihten »offiziellen« Bischöfe in die volle kirchliche Gemeinschaft aufzunehmen: Joseph Guo Jincai, Joseph Huang Bingzhang, Paul Lei Shiyin, Joseph Liu Xinhong, Joseph Ma Yinglin, Joseph Yue Fusheng, Vincent Zhan Silu und Anthony Tu Shihua OFM (gestorben am 4. Januar 2017, der vor seinem Tod den Wunsch geäußert hat, mit dem Apostolischen Stuhl versöhnt zu sein).

Papst Franziskus hofft, dass mit den getroffenen Entscheidungen ein neuer Weg eingeschlagen werden kann, der es ermöglicht, durch die Verwirklichung der vollen Gemeinschaft aller chinesischen Katholiken die Wunden der Vergangenheit zu überwinden.

Die katholische Gemeinschaft in China ist aufgerufen, in brüderlicherer Zusammenarbeit zu leben, um die Verkündigung des Evangeliums mit neuem Eifer zu den Menschen zu bringen. Denn die Kirche existiert, um Jesus Christus und die vergebende und rettende Liebe des Vaters zu bezeugen.

22. September 2018

Mitteilung zur katholischen Kirche in China

Um die Verkündigung des Evangeliums in China zu unterstützen, hat der Heilige Vater Franziskus beschlossen, die verbleibenden ohne päpstlichen Auftrag geweihten »offiziellen« Bischöfe in die volle kirchliche Gemeinschaft aufzunehmen: Joseph Guo Jincai, Joseph Huang Bingzhang, Paul Lei Shiyin, Joseph Liu Xinhong, Joseph Ma Yinglin, Joseph Yue Fusheng, Vincent Zhan Silu und Anthony Tu Shihua OFM (gestorben am 4. Januar 2017, der vor seinem Tod den Wunsch geäußert hat, mit dem Apostolischen Stuhl versöhnt zu sein).

Papst Franziskus hofft, dass mit den getroffenen Entscheidungen ein neuer Weg eingeschlagen werden kann, der es ermöglicht, durch die Verwirklichung der vollen Gemeinschaft aller chinesischen Katholiken die Wunden der Vergangenheit zu überwinden.

Die katholische Gemeinschaft in China ist aufgerufen, in brüderlicherer Zusammenarbeit zu leben, um die Verkündigung des Evangeliums mit neuem Eifer zu den Menschen zu bringen. Denn die Kirche existiert, um Jesus Christus und die vergebende und rettende Liebe des Vaters zu bezeugen.

22. September 2018

Die Diözese Chengde

Mit dem Wunsch, die Seelsorge für die Herde des Herrn zu untersützen und wirksamer für ihr geistliches Wohl zu sorgen, hat der Heilige Vater Franziskus entschieden, in Kontinentalchina die Diözese Chengde zu errichten und sie Peking als Suffragandiözese zu unterstellen, mit Bischofssitz in der Kathedralkirche »Jesus, der gute Hirte«, gelegen im Verwaltungsbezirk Shuangluan, »Chengde Stadt«.

Ein wesentlicher Teil des Territoriums der neuen Diözese gehörte früher zum Apostolischen Vikariat Ostmongolei, errichtet am 21. Dezember 1883 und mit der Bulle Quotidie Nos von Papst Pius XII. am 11. April 1946 zur Diözese Jehol/Jinzhou erhoben.

Der neue Kirchenbezirk befindet sich in der Provinz Hebei. Das Gebiet ist in den bestehenden zivilen Verwaltungsgrenzen von »Chengde Stadt« enthalten und umfasst acht Landkreise (Chengde, Xinglong, Pingquan, Luanping, Longhua, Fengning, Kuancheng und Weichang) und drei Verwaltungsbezirke (Shuangqiao, Shuangluan und Yingshouyingzikuang).

Dementsprechend werden die kirchlichen Grenzen der Diözesen Jehol/Jinzhou und Chifeng modifiziert, insofern ein Teil ihres Territoriums jetzt der neuen Diözese Chengde zugewiesen wird. Diese hat eine Fläche von 39.519 km² und eine Bevölkerung von etwa 3,7 Millionen Einwohnern. Nach jüngsten Daten gibt es etwa 25.000 Katholiken, aufgeteilt in 12 Pfarreien, in denen sieben Priester, ein Dutzend Ordensschwestern und einige Seminaristen im pastoralen Dienst tätig sind.

22. September 2018

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