Kolumban von Luxeuil

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Der heilige Kolumban von Luxeuil (* um 543 in Irland; † 23. November 615 in Bobbio) war ein irischer Glaubensbote, der im Frankenreich sowie in Italien wirkte.

Biografie

Im Kloster Cluain-Inis erzogen, wurde er von seinem Abt ins Kloster Bangor, das unter der Leitung des hl. Comgall stand, gesandt. Dort wirkte er rund 30 Jahre als Lehrer. 591 zog er mit 12 Gefährten - unter ihnen der hl. Gallus - nach Gallien, um dort ein missionarisch tätiges Kloster zu gründen. Der Merowingerkönig Childebert übertrug ihm zunächst Annegray, später Luxueil und Fontaines. Die Zahl seiner Mitstreiter war mittlerweile auf über 200 Mitglieder angewachsen. Aus diesem Anlass verfasste Kolumban eine eigene Mönchsregel, die auch von vielen anderen Klöstern im Merowingerreich übernommen wurde, später jedoch durch die Benediktsregel verdrängt wurde.

Im Streit um das Osterdatum geriet Kolumban in Konflikt mit den örtlichen Bischöfen und wandte sich schließlich an den Papst. Als Kolumban König Theoderich wegen dessen Leben im Konkubinat verurteilte, wurde er des Landes verwiesen und ließ sich zunächst am Züricher See, später in Bobbio in Italien nieder, wo den Rest seines Lebens verbrachte.

Von Bedeutung ist Kolumban nicht nur wegen seiner missionarischen Tätigkeit, sondern auch wegen seines literarischen Wirkens: Er hat zahlreiche Briefe, Predigten und Gedichte und auch zwei Bußbücher hinterlassen.

Weblinks

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