Katholisches Sonntagsblatt

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"Katholisches Sonntagsblatt, Das Magazin für die Diözese Rottenburg-Stuttgart" ist die Kirchenzeitung des Bistum Rottenburg-Stuttgart. Es erscheint wöchentlich in einer Auflage von 42.000 Exemplaren (2013) im Schwabenverlag (Ostfildern) und wird vom Bischof von Rottenburg-Stuttgart herausgegeben. Chefredakteur ist Reiner Schlotthauer.

Das Sonntagsblatt erscheint im DIN A 4 Format und hat 44 Seiten. Es ist ansprechend farbig gestaltet. Jede Ausgabe beginnt mit "Klartext", einem Leitartikel des Chefredakteurs oder eines Redakteurs. Aktuelle und das religiöse Leben betreffende Themen aus Gesellschaft, Kirche und Diözese werden behandelt und Termine angegeben. Es folgen die Rubrik "Aus der Mitte", welche ein Bibelthema erklärt, die Rubriken "Leib und Seele", "Glaube & Wissen", die "Elternschule", Kultur-Nachrichten und Veranstaltungen. Die letzte Seite bietet einen Ausblick auf das nächste Heft.

Vorgänger des heutigen Katholischen Sonntagsblatts war das 1850 begründete Sonntagsblatt für das christliche Volk.

Inhaltsverzeichnis

Einzelne Zitate aus den Jahren 2007 bis 2009

Das Wort "Gott" ist in der Mystik "Lustschrei" und "Angstruf"

Das Wort "Gott" hängt wesentlich mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit zusammen. Der Mensch ist das Wesen, das sich von Größerem derart überwältigen lässt, dass es staunt und anbeten muss – mit Angst und Entsetzen, aber auch mit Jubel und Dank. "Das Wort 'Gott' ist Lustschrei und Angstruf", so der Theologe Gotthard Fuchs, der sich besonders mit der Mystik beschäftigt. Das Wort "Gott" ist in der Mystik nicht zuerst ein Begriff oder eine Lehre, eine Idee oder ein Gedankenbild - es ist "ein Lustschrei und ein Angstruf". Darin sammelt sich "das, was überwältigt und als Überwältigendes doch bewältigt sein will - Schönheit und Schrecken, Ekstasen des Glücks und Schläge von Schicksal und Not". (Gotthard Fuchs: „Katholisches Sonntagsblatt“, Nr. 36 / 7.9.2008, S. 11).

Wo wohnt Gott?

"Wo wohnt Gott?" "In Begegnungen und Erfahrungen, die uns überwältigen und ganzheitlich ergreifen - und, so ergriffen, begriffen werden wollen. Immer sind drei Grundfragen des Lebens und Überlebens im Spiel, drei Dimensionen der einen Wirklichkeit. Es ist erstens die Suche nach dem alles umfassenden und tragenden Grund, der unergründliche Ur-Sprung von allem, was ist. Die zweite Dimension, untrennbar davon, ist die Frage nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Was ist denn die innere Mitte, das "Herz der Materie" und der Welt (wie Teilhard de Chardin sagt)? Gott, unendlich über uns und alles übersteigend (transzendent), ist uns zugleich innerlicher, als wir uns selbst - das energetische Zentrum von allem, also in allem." (Gotthard Fuchs: „Katholisches Sonntagsblatt“, Nr. 36 / 7. September 2008, S. 12).

Das Altarsakrament

Auf einem Bild ist jemand dargestellt, der die heilige Hostie bei der Heiligen Messe mit den Händen empfängt. Dazu steht begleitend geschrieben: "Heilige Kommunion: Gott ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall und dessen Umfang nirgends ist, so allumfassend ist er, und doch gibt es bevorzugte Orte, in denen wir seine verborgene Gegenwart erhoffen dürfen." („Katholisches Sonntagsblatt“ Nr. 36, 7. September 2008, S. 12)

Auferstehungserfahrung

Der Auferstehungsbericht (Mk 16,1 EU) wird als eine Vorstellung von Frauen beschrieben, welche durch die Erfahrung einer transzendenten Wirklichkeit bewirkt sei. Wir interpretieren diese transzendente, unbegreifliche und unaussagbare Wirklichkeit mit Hilfe von Bildern, die wir bereits in uns tragen und die wir von unseren Mitmenschen, von der Kultur und vom Leben selbst erlernen. Die Frauen waren ihrem Meister verbunden, der von ihnen gegangen war und der ihre Vorstellungskraft weitete, über alle Grenzen dieser Welt hinaus, dorthin, wo sie ihn aufgehoben glaubten. Diese Vorstellungen werden mit "Nahtodserlebnissen" verglichen. Die Mitteilung der Ostererfahrung der Frauen ließ in den Jüngern eine ganz persönliche Transzendenzerfahrung im Bild des auferweckten Jesus bewusst werden. („Katholisches Sonntagsblatt“, Nr. 14; 8. April 2007)

Die Beichte

Die regelmäßige (jährliche!) Beichte wurde in der Kirchenzeitung 2009 einmal als Unsitte bezeichnet. So gäbe es noch "vor Ostern über 7000 Menschen, die in St. Michael in Müchen der Unsitte einer 'Reinwaschung' nachgehen". Unter "Reinwaschung" versteht das Blatt eine falsche Bußpraxis, nämlich "kein eigenes Gewissen entwickeln zu wollen und dabei fröhlich weiter zu sündigen", wie es "noch vor kurzem" gewesen sei. („Katholisches Sonntagsblatt“, Nr. 10; 8. März 2009).


Adresse
Katholisches Sonntagsblatt, Schwabenverlag, Senefelderstraße 12, D-73760 Ostfildern, Telefon: +49 (0) 711 44 06-121 · Fax: +49 (0) 711 44 06-170,

Literatur

  • Hubert Wolf, Jörg Seiler: Das Katholische Sonntagsblatt (1850-2000): württembergischer Katholizismus im Spiegel der Bistumspresse, Schwabenverlag 2001

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