Gegenreformation

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Gegenreformation, auch katholische Reform genannt, ist die Epoche der Sicherung der katholischen Identität gegenüber den frühneuzeitlichen Angriffen der Reformation (die durch eine Anzahl europäischer Territorialstaaten vorangetrieben wurde). Gegen erhebliche Widerstände politischer Natur gelang es den Reformpäpsten, beginnend mit Paul III., und dem Konzil von Trient, in Italien, Spanien, Frankreich und Teilen des "alten Reichs" die wahre Religion zu verteidigen. In England und Schottland, Teilen der Schweiz und der Niederlande, anderen Gebieten des Reichs und in Skandinavien kam die Gegenreformation im Zeitalter des Absolutismus zum Stillstand.

Starke Träger der Gegenreformation waren die Jesuiten mit ihren über ganz Europa verbreiteten Bildungseinrichtungen, daneben die Oratorianer und andere Ordensneugründungen.

Die Entscheidungen des Konzils von Trient sind für den Katholizismus weiterhin verbindlich (vgl. Credo des Gottesvolkes), je nach Aussageabsicht, wurden aber durch das I. Vatikanum und das II. Vatikanum in größere Zusammenhänge der Glaubenslehre und der Ekklesiologie einbezogen. Auf der Basis der Religionsfreiheit ist gegenwärtig eine "Neu-Evangelisierung" Europas erstmals seit dem Frieden von 1648 wieder möglich geworden, insbesondere seit Untergang des Staatskirchentums um 1918 (das in Resten in Skandinavien, Großbritannien und der Schweiz fortbesteht; die Lage in Deutschland ist auf dem Stand der "Weimarer Reichsverfassung" (1919) fixiert).

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