Karmeliten

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Die Ordensgemeinschaft der Karmeliten (OCarm; unbeschuhte Karmeliten: OCD) hat im Unterschied zu den meisten anderen Ordensgemeinschaften keinen Ordensgründer. Die Anfänge des Ordens gehen auf Einsiedler zurück, die im 12.Jh. am Berg Karmel (bei Haifa, Israel) lebten. 1209 gab ihnen der Patriarch von Jerusalem eine Regel, die Papst Honorius III. bestätigte.

Im 13. Jahrhundert siedelten die ersten Karmeliten auf Grund der politischen Verhältnisse nach Europa um und gründeten dort erste Niederlassungen.

Johannes vom Kreuz und Teresa von Avila reformierten den Orden im 16. Jh. gegen innere und äußere Widerstände und führten in zurück zu einem Leben in Gebet und Strenge gegen sich selbst "Jeder soll Tag und Nacht im Gesetz des Herrn betrachten und im Gebet wachen." Nach diesem Ideal lebten Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz, Therese von Lisieux und Edith Stein. Eine solche radikale Ausrichtung auf Gott kann nur im Dienst an den Mitmenschen gelebt werden.

Der Orden sieht sein Ideal verwirklicht in Maria, Mutter und Königin des Karmel. Die Gemeinschaft der Karmeliten will wie Maria und der Prophet Elija auf das Wort Gottes hören und es mit Leben füllen. Gottes Wort soll der Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens und Handeln sein. Die Marienverehrung spielt bei den Karmeliten von Beginn an eine grosse Rolle.

Der Erste Orden (der männliche Zweig) bemüht sich noch heute, ganz für Gott da zu sein und grundsätzlich offen zu sein für jede Art des Apostolats in der Kirche. Der Zweite Orden (der weibliche Zweig) lebt in der Zurückgezogenheit der Klausur ganz dem Apostolat des Gebets und des Opfers für die Mitmenschen. Der Dritte Orden (die klösterliche Gemeinschaft) lebt das Ideal des Karmel neben Gebet und Betrachtung im Apostolat tätiger Nächstenliebe (Kindergarten, Altenpflege). In Deutschland sind dies vor allem die "Marienschwestern vom Karmel" und die "Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen".

Weblinks

Allgemein:

Karmeliten-Stammorden:

Unbeschuhte Karmeliten: