Kain

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Kain ist der älteste Sohn von Adam und Eva. Er war Bauer.
Als er und sein Bruder Abel Gott ein Opfer darbrachten, schaute Gott Kains Opfer nicht an. Neid löste in Kain Wut aus, der letztlich im Mord an seinem Bruder endete. Zur Strafe verfluchte Gott den Acker, den Kain bebaute und vertrieb ihn aus seiner Nähe und vom fruchbaren Land in das Gebiet von Nod. Um zu verhindern, dass Kain, der durch die Strafe Gottes vogelfrei war, getötet wird, machte er ihm ein Zeichen auf die Stirn, damit jeder wusste, dass er unter dem Schutz des Herrn stand.

Später gründete er eine Stadt, die er nach seinem Sohn Henoch benannte.

Symbolik der Schriftstelle von Kain und Abel

  • Das Opfer Kains - das Opfer Abels

Warum hat Gott das Opfer des Viehzüchters Abel angenommen, und das des Ackerbauern Kain nicht? Die alte Überlieferung sagt uns dazu: Kain hat ein wenig von seinem Getreide gegeben, den Überfluss sozusagen. Abel aber hat die Erstlinge seiner Herde dargebracht. Die Erstlinge, das sind die Zukunft der Herde. Was wäre, wenn keine Jungtiere mehr kämen? Abel vertraut darauf, dass Gott seiner Herde und dadurch ihm, Abel, selbst, Zukunft schenken wird. Kain hingegen steht symbolisch für die, die selbst vorsorgen anstatt zu vertrauen, und die Gott mit dem Überfluss "abspeisen" wollen.

  • Das Kains-Mal

Wir sehen hier Grundlegendes über den Umgang Gottes mit dem Sünder: Kain hat den Abel getötet, eine himmelschreiende Sünde, die Gott nicht toleriere kann. Daher verweist er ihn aus der Gemeinschaft des Volkes. Doch er verlässt ihn nicht gänzlich, sondern bezeichnet ihn mit einem Zeichen des Schutzes. Auch wenn der Mensch sündigt - Gott ist treu. Der Mensch hat die Möglichkeit zur Umkehr durch die Taufe und das Sakrament der Beichte.

Zitate

  • "Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?" (Gen 4,9, vgl. Ps 121,5)
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