Kapelle St. Markus (Küstersgreuth)

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Kapelle St. Markus liegt in den auch heute noch kleinen Ort Küstersgreuth in der Pferrei und Gemeinde Burgebrach liegt im westlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirkes Oberfranken. Der Ort liegt westlich der Staatsstraße 2263 welche von Unterneuses nach Steppach/Pommersfelden führt.

Inhaltsverzeichnis

St.Markus-Kapelle

Diese 1594 erstmals erwähnte Kapelle lag weit ab von der Besiedelung "Custersgreuth", und trotzdem nennt ein Schriftstück diese Kapelle 1668 eine uralte Wallfahrt.

Eine Zeichnung von etwa 1840 zeigt uns die Kapelle als beginnendes zerfallendes Objekt.

Wie sich die Kapelle heute im Inneren präsentiert lag an der Neueinrichtung der barocken Gönningerkapelle zu Bamberg. Diese erhielt im 7ten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert eine neugotische/neoromanische Einrichtung. Die Stiftung der Markuskapelle erwarb nun diese barocke Einrichtung und richtete die Kapelle mit den neuerworbenen Teilen ein.

Im Innern befindet sich auch eine Gedenktafel für die aus Küstersgreuth gefallenen Soldaten.

Wallfahrt

Die Wallfahrt zum hl Markus (Marx), der Patron gegen Unwetter, Blitz, Hagel, und für gutes Wetter und guter Ernte ist seit Jahrhunderten belegt. Die Kapelle ist zwar erst im ausgehenden 16. jahrhundert erwähnt und 1668 wird geschrieben, daß diese Wallfahrt, derren Ziel mitten im Wald liegt, schon uralt sei.

Die Wallfahrt welche im Laufe des 20. Jahrhundert nicht mehr organisiert wurde, erlebte einen Neubeginn als Sternwallfahrt in den 1970er Jahren. Alle umliegenden Ortschaften wallen an dieser Markus Wallfahrt mit Fahnen und Musik zur heute noch am Rand des Ortes gelegenen Kapelle.

Geschichte des Ortes

Die ursprüngliche Ansiedlung lag etwa 800m östlich von der heutigen Stelle entfernt. Diese ursprüngliche Ansiedlung dessen Herleitung von "Dorf des Küsters" kommt ist erstmals im Besitz des Eberhard von Stolzenrode, welcher diesen Ort und umliegende Gebiete an das Benediktinerkloster St. Michael zu Bamberg um 1300 veräusserte genannt.

Das Kloster verlehnte im 14. Jahhrundert das Dorf für einige Jahrzehnte an die von Egloffstein. Der Ort selbst wurde im Laufe des 15. Jahrhunderts verlassen. In einer Lehensurkunde - welche das Kloster St. Michael zugunsten des Stephan Ermreicher, genannt Tetzel ausstellt - heißt es das Lehen besteht aus dem "wüsten Ort Custergreuth" Wälder, Wiesen usw..

Im ausgehenden 16. Jahrhundert wurde seitens des Klosters St. Michael daran gedacht, diesen Ort neu erstehen zu lassen. Dies geschah dann ab 1707, jedoch nicht am urpünglichen Platz sondern nächst der Kapelle.

In einem statistischen Bericht von 1800 wird die Zahl der Familien mit acht und die Einwohnerzahl mit 22 angegebeń, im Jahr 2008 wiederum einer Statistik entnommen zählt der Ort 33 Einwohner

Quellen

Siehe auch

Weblinks