Jules-Géraud Saliège

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Jules-Géraud Saliège (*24. Febr. 1870 Crouzy; +5. Nov. 1956 Toulouse) war seit 1895 Priester, Professor am Priesterseminar. Er wurde 1925 Bischof von Gap, 1928 Erzbischof von Toulouse, 1946 Kardinal. Der seit 1931 gelähmte Saliège war eine der markanten katholischen Stimmen im demokratischen Frankreich. Er zeichnete sich auch durch Mut in der Résistance gegen die deutsche Besetzung aus; nach dem Krieg förderte er den Gedanken europäischer Aussöhnung. Intellektuell genial, persönlich autoritär, würdigte Pius XII. in seiner Person mit der Kardinalserhebung von 1956 das "neue Frankreich". Saliège erkannte als einer der ersten, dass die Idee der "Katholischen Aktion" einer stärker spirituellen Ergänzung bedarf und das die Bewegung katholischer Erneuerung möglichst "alle" anziehen soll, also nicht nur der Selbstgenügsamkeit eines politischen Lagers verbunden bleiben darf (gegen Simone de Beauvoir: La religion? C'est la droite..) und inspirierte damit u.a. Nuntius Angelo Giuseppe Roncalli.

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