John Ogilvie

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John Ogilvie (* um 1580 in Drum; † 10. März 1615 in Glasgow), englischer Abstammung, Konvertit, Jesuit und Märtyrer.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

John Ogilvie wurde als Sohn eines sich zum Calvinismus bekennenden Hofbeamten im Jahr 1579 in der Nähe von Keit im Bezirk Banfshire in Schottland geboren. John Ogilvie war Zeitgenosse der Königin Maria Stuart (reg. 14. Dezember 1542 - 24. Juli 1584) und deren Sohn König James I. (reg. 1567 - † 27. März 1625).

Im Jahr 1592 wurde Ogilvie zur Vervollkommnung seiner Erziehung und seines Wissens nach Europa geschickt. Er schrieb sich in Deutschland an der Universität Helmstadt ein, konvertierte im Jahr 1596 im Alter von 17 Jahren zum Katholizismus und trat 1601 der Gesellschaft Jesu bei und hielt sich dann zu Studien in Helmstadt, Olmütz, Regensburg, Wien und Graz auf. Im Anschluss an seine Studien wurde er 1610 in Paris zum Priester geweiht.

1613 wurde er vom Orden der Jesuiten als Missionar nach Schottland gesandt. Da die Katholiken dort verfolgt wurden musste er sich einen weltlichen Beruf suchen, um missionarisch tätig werden zu können. Er wirkte in Edinburgh, Renfrewshire und Glasgow. Durch einen Verräter, den Neffen eines Sheriffs, wurde er 1614 verhaftet und inhaftiert. Während der Haft, die durch den anglikanische Erzbischof John Spottiswoode(* 1565; † 26. November 1639) von Glasgow befürwortet wurde, wurden ihm von König James I. persönlich formulierte Fragen vorgelegt. Ogilvie erlitt Folterungen, über die er in einer Kladde Aufzeichnungen machte und die sich mit dem Titel „Relatio incarcerationis,“ erhalten hat. Einer seiner englischen Biographen bezeichnet die Folterungen wie folgt: „Die Berichte über seine Qualen sind zu hässlich zum Lesen. Die Behandlung dieses Mannes war schlimmer als alles, was wir selbst im Prisioner-of-Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg erlebten“. Trotz all dieser Qualen blieb er seinen Glauben treu, verriet weder Glaubensgenossen noch schwor er dem Katholizismus ab. Wegen Hochverrats wurde er in einer Gerichtsverhandlung zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 10. März 1615 öffentlich vollstreckt. Anschließend wurde sein Körper gevierteilt.

Kanonisation, Patronat, Verehrung

Gedenktag/e

  • katholisch: 10. März
Fest in Schottland
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Graz-Seckau: 7. September

Orte, die mit John Ogilivie (auch: Ogilbie) in Verbindung stehen

Biographische Orte

  • Keith
  • Regensburg
  • Olmütz
  • Brünn
  • Wien
  • Graz
  • Paris
  • Edinburgh
  • Glasgow

Ehrungen

  • Nach Johan Ogilvie ist eine Gesellschaft benannt, die John-Ogilvie-Gesellschaft. Sie begleitet junge Erwachsene auf dem Weg des Glaubens.
  • Das John-Ogilvie-Haus in 8010 Graz, Zinzendorfgasse 3 ist eine Einrichtung der Jesuiten.

Weblinks

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