Johannes Rau

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Johannes Rau (* 16. Januar 1931 in Wuppertal; † 27. Januar 2006 in Berlin) war Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschlanmd.

Biografie

Johannes Rau war Sohn eines reformierten Predigers und gelernter Buchhändler. Er war Mitglied der von Gustav Heinemann gegründeten Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP) und trat 1957 mit diesem in die SPD ein. 1982 heiratete er Christa Delius, eine Enkelin Heinemanns. Das Ehepaar hat drei Kinder.

Wegen seiner evangelisch-freikirchlichen Orientierung und weil er seinen christlichen Glauben öffentlich lebte, wurde Johannes Rau gelegentlich als „Bruder Johannes“ bezeichnet. Von 1965 bis 1999 gehörte er der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland an und war stellvertretendes Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland; von 1966 bis 1974 war er Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags und nahm auch danach regelmäßig an den Kirchentagen in offizieller Funktion und als Privatmann teil. Seine christliche Ausrichtung prägte seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Eine seiner bekanntesten Aussagen ist „Versöhnen statt spalten“.

Von 1969 bis 1970 war Rau Oberbürgermeister von Wuppertal und wurde 1970 nordrhein-westfälischer Minister für Wissenschaft und Forschung im Kabinett von Ministerpräsident Heinz Kühn. Von 1977 bis 1989 war er Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzender der SPD. 1982 wurde er stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender und trat bei der Bundestagswahl 1987 erfolglos als Kanzlerkandidat der SPD gegen Helmut Kohl an.

1999 wurde Johannes Rau zum 8. Bundespräsidenten gewählt, nachdem er in der Bundesversammlung 1994 dem CDU-Kandidaten Prof. Dr. Roman Herzog aus Bayern unterlegen war. Seine Amtszeit bis 2004 an der Spitze des Staates war bereits von Alter und Krankheit gezeichnet. 2006, knapp 75-jährig, starb er.

Zitate

  • Wenn wir Musik, Kunst und Sport für die Sahne auf dem Kuchen halten und nicht für die Hefe im Teig, dann verstehen wir unsere Gesellschaft falsch.
  • Erhobene Zeigefinger und Moralpredigten können fehlende Vorbilder nicht ersetzen.
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