Johannes Maria Höcht

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Johannes Maria Höcht (* 7. Februar 1901 in Wiesbaden; † 2. Juli 1966 ) war Schriftsteller und Verleger. 1949 gründete er den Credo Verlag und die Zeitung «Der Große Ruf».

Biografie

Johannes Maria Höcht wurde 1901 in Wiesbaden geboren. Sein Vater war Postbeamter und gedachte, seinen Sohn Maschinenbauer werden zu lassen. Deshalb trat er nach dem Abitur 1920 in die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, Werk Gustavsburg, ein. Doch schon bald erkannte der ideal veranlagte Werkpraktikant, dass er zu anderem berufen war. So studierte er in Frankfurt und München Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Philosophie.

Nach dem 7. Semester musste er in folge einer schweren Erkrankung sein Studium abbrechen und oblag auf dem Krankenlager viele Jahre hindurch privaten Studien, auch auf dem Gebiet der Theologie. Gerade diese Zeit körperlicher Leiden reifte ihn und vertiefte seine geistig-seelischen Erfahrungen. Er wurde Publizist und arbeitete an zahlreichen katholischen Zeitungen und Zeitschriften mit. 1934 erschien sein erstes Buch. 1935 folgte die Übersetzung des französischen Werkes über «Thomas Morus, Lordkanzler, Märtyrer und Held» von Henri Bremond.

Unter Hitler musste er schweigen. Sein Werk «Träger der Wundmale Christi» wurde verboten, er selbst verfolgt und in Gestapo-Haft genommen. Seine Gesundheit wurde in dieser Zeit stark geschwächt und er hat sich nie mehr ganz erholt, wenn auch sein Arbeitseifer niemals darunter zu leiden schien. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wirkte er sofort am Wiederaufbau der katholischen Kirchenpresse mit. 1949 gelang es ihm, den Credo Verlag und seine Zeitung «Der Große Ruf» zu gründen. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit fand er noch Zeit, Autoren von internationalem Ruf zu gewinnen und eine reiche Produktion katholischen Schrifttums, vor allem marianischer und geschichtstheologischer Natur, zu entfalten.

Besonders bekannt geworden ist sein Buch «Fatima und Pius XII.», das großes Aufsehen und höchste kirchliche Anerkennung gefunden hat. Er galt als einer der bedeutendsten Kenner auf dem Gebiet der Mariologie und sein Name ist weit über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland bekannt geworden. Sein Buch «Die Große Botschaft von La Salette» diente unzähligen Pilgern als Handbuch und erlebte viele Auflagen. Die eigentliche Triebkraft für sein unermüdliches Wirken war sein unerschütterlicher Glaube und aus diesem heraus die besondere Verehrung der Gottesmutter Maria. Am Muttergottesfest Mariä Heimsuchung 1966 wurde er von Gott heimgesucht und in die ewigen Wohnungen geleitet.

Werke

  • Träger der Wundmale Christi, Eine Geschichte der Stigmatisierten Christiana Verlag (6. Auflage; 624 Seiten-Hsgr. und ergänzt von Arnold Guillet; Imprimatur Solothurn, den 21. April 2004 P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar) ISBN 3-7171-0596-5 (früher auch unter dem Titel: Von Franziskus zu Pater Pio und Therese Neumann) Christiana Verlag Stein am Rhein, 544Seiten)
  • Vierzig Stigmatisierte der neueren Zeit, Wiesbaden 1952.
  • Maria rettet das Abendland, Wiesbaden 1953.
  • Friedrich Ritter von Lama und Johannes Maria Höcht: Blicke in die Weltlage aus übernatürlicher Sicht. Credo Verlag Wiesbaden 1953 (62 Seiten).
  • Donoso Cortes und Johannes Maria Höcht: Untergang oder Wiedergeburt d. Abendlandes? Die europäischen Geschichts-Prophetien d. grossen span. Staatsmannes. Dargeboten zu seinem 100. Todestag 1853 - 1854. Mai-1953. Credo Verlag Wiesbaden 1953 (61 Seiten).
  • Lourdes wie es wirklich war und ist. Mit Berücksichtigung überraschender Aktenfunde aus der Frühgeschichte seiner Erscheinungen. Zur Hundertjahrfeier 1858 - 1958. Oktav, Credo Verlag Wiesbaden 1958 (255 Seiten).
  • La Salette. Der große Ruf Mariens an Europa und das bedrohte Abendland. Credo Verlag Wiesbaden 1954 (84 Seiten).
  • Fatima und Pius XII., Credo Verlag Wiesbaden 1959 (Imprimatur Limburgi ad Lahnam 21. Aug. 1959 Dr. Höhle, Vic. Gen.; 7. durchgesehene und erweiterte Auflage)
  • ... und Gott schweigt? Verzweifeln oder vertrauen? Um einen neuen Aufbruch des Glaubens. Credo Verlag Wiesbaden 1961 (283 Seiten)-
  • Die große Botschaft von La Salette, Christiana Verlag 1996 (200 Seiten; 7. Auflage; 1996. ISBN 3717106953; neu herausgegeben, bearbeitet und erweitert von Arnold Guillet, für Seite 13-140: Mit kirchlicher Druckerlaubnis Limburg an der Lahn den 21. November 1958 Dr. Höhle Generalvikar)
  • Henri Bremond, Thomas Morus, Lordkanzler, Humanist und Märtyrer, Herausgegeben von Johannes Maria Höcht und Rudolf von der Wehd, Josef Habbel Verlag Regensburg 1949 (263 Seiten; Imprimatur Regensburg, den 26. März 1949 I. V. J Baldauf).
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