Johanna Gräfin von Westphalen

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Johanna Gräfin von Westphalen

Johanna Gräfin von Westphalen, gebürtig Johanna Gräfin von Galen (* 24. September 1936 in Haus Assen/Lippborg, Westfalen; † 21. Januar 2016[1]) war Mutter von zwei Töchtern und vier Söhnen. Sie war 17 Jahre Vorsitzende der Organisation „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und war Vorsitzende der 1988 von ihr gegründeten Stiftung „Ja zum Leben“.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Johanna Gräfin von Westphalen stammt aus der Grafenfamilie von Galen aus dem Münsterland. Sie ist die Tochter von Christoph Bernhard Graf von Galen (1907-2002) und Marie-Sophie Gräfin von Galen, geborene Reichsgräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau (1909-1992). Kardinal Clemens August Graf von Galen war ihr Großonkel. Sie besuchte die Schule in England, absolvierte ein Kunst- und Sprachstudium in Paris.

Sie war verheiratet seit 1956 mit Clemens Graf von Westphalen (* 1927), Gutsbesitzer im Sauerland. Seit 1968 war sie aktiv in kirchlichen Verbänden und der Parteipolitik (CDU), der Katholischen Elternschaft Deutschlands und der kirchlichen Sozialarbeit. Seit 1975 hält sie Vortrage zu den Themen Familien- und Jugendpolitik, Schulpolitik und Schutz der ungeborenen Kinder. Sie war erste Vorsitzende im Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) in Meschede, war 18 Jahre Mitglied im CDU-Landesvorstand NRW, Bundesvorsitzende der «Christdemokraten für das Leben» (Initiative in der CDU/CSU), Mitglied der Landesrundfunkkommission (LfR) NRW und Mitglied im Vorstand «Kirche in Not».

Johanna Gräfin von Westphalen wurde 1985 zur ersten Vorsitzenden der von ihr gegründeten "Christdemokraten für das Leben“ (CDL) gewählt. Durch die Gründung von CDL-Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden wuchs die Mitgliederzahl der ‘Christdemokraten für das Leben’ schnell an. In unzähligen Vorträgen und Gesprächen vor Ort oder mit hochrangigen Politikern und Kirchenvertretern prangerte Gräfin von Westphalen die Tötung ungeborener Kinder an. Sie bezeichnete die Kinderabtreibung als großes Unrecht und warnte schon damals vor den weitreichenden Folgen für unsere Gesellschaft.

Johanna Gräfin von Westphalen regte ihren Vater an, der den Familiensitz Haus Assen in Lippetal nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1992 alleine bewohnte, das Wasserschloss der Ordensgemeinschaft Diener Jesu und Mariens zur Verfügung zu stellen.

Sie war Schirmherrin des Kongresses Freude am Glauben 2008.

Ehrungen

  • Bundesverdienstkreuz
  • Im Jahre 2002 erhielt Gräfin von Westphalen auf Anregung des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes: das Großkreuz des Heiligen-Gregorius-Ordens.
  • Ehrenvorsitzende der ‘Christdemokraten für das Leben’ (CDL)

Werke

Weblinks

Anmerkungen

  1. Johanna Gräfin von Westphalen verstorben Kath.net am 22. Januar 2016
Meine Werkzeuge