Instruktion vom 15. März 1956

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Instruktion

Ritenkongregation
unseres Heiligen Vaters
Pius XII.
zur Durchführung der neuen Ordnung der Heiligen Woche
15. März 1956

(Offizieller lateinischer Text: AAS 48 [1956] 61-64)

(Quelle: Herder-Korrespondenz, Zehnter Jahrgang 1955/56; Viertes Heft, Januar 1956, S. 189-191; Eigene Übersetzung)

Allgemeiner Hinweis: Die in der Kathpedia veröffentlichen Lehramtstexte dürfen nicht als offizielle Übersetzungen betrachtet werden, selbst wenn die Quellangaben dies vermuten ließen. Nur die Texte auf der Vatikanseite können als offiziell angesehen werden (Schreiben der Libreria Editrice Vaticana vom 21. Januar 2008).


Inhaltsverzeichnis

Einleitend

Da das Vorhaben der Erneuerung der Ordnung der Heiligen Woche den Zweck verfolgt, dass die auf ihre eigentlichen und zugleich geeigneten Stunden verlegte Feier der Liturgie an diesen Tagen von den Gläubigen leichter, andächtiger und fruchtbringender besucht werden kann, liegt sehr viel daran, dass dieses heilsame Vorhaben auch in der gewünschten Weise verwirklicht wird.

Daher hat es die Heilige Ritenkongregation für angemessen gehalten, dem allgemeinen Dekret über die Neuordnung der Heiligen Woche eine Instruktion beizugeben, die den Übergang zur neuen Ordnung erleichtern und den Gläubigen durch die lebendige Anteilnahme an den heiligen Feiern mit größerer Sicherheit reichere Früchte vermitteln soll.

Allen Beteiligten wird deshalb zur Auflage gemacht, diese Instruktion zur Kenntnis zu nehmen und zu beobachten.

I. Seelsorgliche und liturgische Vorbereitung

1. Die örtlichen Oberhirten mögen nachdrücklich dafür Sorge tragen, dass die Priester, besonders die Seelsorger, nicht nur über den rituellen Vollzug der neuen Ordnung für die Karwoche, sondern auch über ihren liturgischen Sinn und ihre seelsorgerliche Bedeutung wohlunterrichtet sind.

Sie mögen außerdem dafür sorgen, dass auch die Gläubigen während der Fastenzeit in geeigneter Weise zum Verständnis der neuen Ordnung für die Karwoche geführt werden, so dass sie an deren Feier mit Verständnis und gläubigem Sinn teilzunehmen vermögen.

2. Die wichtigsten Gegenstände der Belehrung des christlichen Volkes sind die folgenden:

a) Für den zweiten Sonntag in der Passionszeit, den sog. Palmsonntag

Die Gläubigen sind einzuladen zu einer zahlreichen Teilnahme an der feierlichen Palmprozession, um Christus dem König öffentlich ihre Liebe und Dankbarkeit zu bezeugen. Die Gläubigen sollen ferner ermahnt werden, dass sie rechtzeitig im Lauf der Heiligen Woche das Bußsakrament empfangen. Diese Mahnung ist besonders dort dringlich, wo sich die Gewohnheit eingebürgert hat, dass die Gläubigen am Abend des Karsamstags und in der Frühe des Ostersonntags massenweise zur Beichte kommen. Die Seelsorger mögen deshalb dafür Sorge tragen, dass während der ganzen Karwoche, besonders während des heiligen Triduums, den Gläubigen reichlich Beichtgelegenheit geboten wird.

b ) Für den Gründonnerstag

Die Gläubigen mögen hingewiesen werden auf die Liebe, mit der Christus der Herr "am Vortage seines Leidens" die heilige Eucharistie als Opfer und Sakrament zum ewigen Gedächtnis seines Leidens einsetzte, auf dass sie alle Zeit durch die Hände der Priester gefeiert werde. Die Gläubigen sollen auch eingeladen werden, nach der Messe "vom Abendmahl des Herrn" dem heiligen Sakrament die geschuldete Anbetung zu erweisen. Wo zum Hinweis auf das Herrengebot der brüderlichen Liebe die Fußwaschung gemäß den Rubriken der neuen Ordnung in der Kirche vorgenommen wird, mögen die Gläubigen über den tiefen Sinn dieser heiligen Handlung unterrichtet und auf die Gelegenheit hingewiesen werden, diesen Tag durch Werke christlicher Liebe zu heiligen.

c) Für den Karfreitag

Die Gläubigen mögen hingeführt werden zu einem rechten Verständnis des einzigartigen liturgischen Gottesdienstes dieses Tages. Darin wird nach heiligen Lesungen und Gebeten die Leidensgeschichte unseres Herrn feierlich gesungen. Dann werden Gebete für die Anliegen der ganzen Kirche und des Menschengeschlechtes dargebracht. Darauf wird das heilige Kreuz, das Siegeszeichen unserer Erlösung, von der ganzen Familie der Christen, dem Klerus und dem Volk, in tiefster Ehrfurcht angebetet. Schließlich können alle, die es wünschen und in der rechten Weise vorbereitet sind, gemäß den Rubriken der neuen Ordnung und einer viele Jahrhunderte alten Sitte auch zur heiligen Kommunion hintreten, vor allem damit sie durch den andächtigen Empfang des Leibes des Herrn, der an diesem Tage für alle dahin gegeben wurde, um so reichere Früchte der Erlösung erlangen mögen.

Die Priester mögen ferner darauf dringen, dass die Gläubigen diesen heiligen Tag in frommer Sammlung des Geistes verbringen und die Gesetze des Fastens und der Abstinenz nicht vergessen.

d) Für den Karsamstag und die Ostervigil

In erster Linie müssen die Gläubigen über die liturgische Eigenart des Karsamstags sorgfältig unterrichtet werden. Er ist der Tag der höchsten Trauer, an dem die Kirche in Betrachtung des Leidens und Todes des Herrn an seinem Grabe weilt. Sie enthält sich des Messopfers, und der heilige Tisch ist entblößt, bis nach der feierlichen Vigil, der nächtlichen Erwartung der Auferstehung, der Osterjubel Einzug hält, dessen Fülle auf die folgenden Tage überströmt.

Sinn und Zweck dieser Vigil liegen darin, dass durch die liturgische Handlung gezeigt und ins Bewusstsein gerufen werde, wie unser Leben und unsere Begnadung aus dem Tode des Herrn hervorgehen. In diesem Sinne wird unter dem Zeichen der Osterkerze der Herr selbst, das "Licht der Welt" (Joh. 8, 12) dargestellt, der durch die Gnade seines Lichtes die Finsternis unserer Sünden verscheuchte. Es wird die Osterbotschaft vorgetragen, die die Herrlichkeit der heiligen Nacht der Auferstehung besingt. Es wird erinnert an die Großtaten Gottes im Alten Bunde, die blassen Bilder der Wunder des Neuen Testamentes. Es wird das Taufwasser geweiht, in dem wir, "mit Christus begraben" nach dem Tode der Sünde, mit demselben Christus auch auferstehen, um "in einem neuen Leben zu wandeln" (Röm. 6, 4). Schließlich versprechen wir, indem wir die Taufgelübde erneuern, diese Gnade, die Christus uns verdient und zugewendet hat, durch unser Leben und Verhalten vor allen zu bezeugen. Zuletzt endet die heilige Vigil nach Anrufung der Fürbitte der triumphierenden Kirche mit der feierlichen Auferstehungsmesse.

3. Nicht minder notwendig ist die ritueIle Vorbereitung der heiligen Zeremonien der Karwoche. Deshalb ist alles, was zu einer andächtigen und würdigen liturgischen Feier dieser heiligen Woche beiträgt, sorgfältig vorzubereiten und anzuordnen. Außerdem sollen die Geistlichen und alle, die im heiligen Dienste mitwirken, sowohl Kleriker wie Laien, ganz besonders aber die Ministranten, in ihren Obliegenheiten sorgfältig unterrichtet werden.

II. Bemerkungen zu einigen Rubriken der Ordnung für die Karwoche

a) Für die gesamte Karwoche

4. Wo genügend Geistliche zur Verfügung stehen, sollen die Gottesdienste der Heiligen Woche mit der größten liturgischen Feierlichkeit vollzogen werden. Wo es an Geistlichen fehlt, soll der einfache Ritus unter Beachtung der jeweiligen besonderen Rubriken angewendet werden.

5. Wo es in der neuen Ordnung für die Heilige Woche heißt: "wie im römischen Brevier", ,ist alles aus dem genannten liturgischen Buch zu entnehmen, jedoch unter Beachtung der Vorschriften des allgemeinen Dekretes der Ritenkongregacion "über die Vereinfachung der Rubriken" vom 23. März 1955.

6. In der ganzen Heiligen Woche, d. h. vom zweiten Sonntag in der Passionszeit oder Palmsonntag bis zur österlichen Vigilmesse einschließlich, wird in der Messe, wenn sie feierlich, d. h. mit Leviten dargebracht wird (am Karfreitag im liturgischen Hauptgottesdienst), alles, was der Diakon oder Subdiakon oder Lektor von Amts wegen singt oder liest, vom Zelebranten weggelassen.

b) Für den zweiten Sonntag in der Passionszeit

(Palmsonntag)

7. Bei der Segnung und Prozession mögen Zweige von Palmen, Ölbäumen oder anderen Bäumen Verwendung finden. Diese Zweige werden, je nach den verschiedenen örtlichen Bräuchen, entweder von den Gläubigen selbst bereitet und in die Kirche mitgebracht oder nach der Segnung, an sie ausgeteilt.

c) Für den Gründonnerstag

8. Für die feierliche Aufbewahrung des Sakramentes soll, wie das römische Missale es vorschreibt, ein geeigneter Ort in einem Nebenraum oder auf einem Altar der Kirche vorbereitet werden. Nach Möglichkeit soll er mit Tüchern und Lichtern würdig geschmückt werden.

9. Unter Beachtung der Dekrete der Ritenkongregatrion über die Vermeidung und Abschaffung von Missbräuchen bei der Anordnung dieses Ortes wird nachdrücklich empfohlen, ihm einen ernsten Charakter zu geben, wie es der Liturgie dieser Tage entspricht.

10. Die Pfarrer und Rektoren der Kirchen mögen die Gläubigen beizeiten auf die öffentliche Anbetung der heiligen Eucharistie hinweisen. Sie beginnt mit dem Ende der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag und dauert wenigstens bis Mitternacht. Dann folgt auf das liturgische Gedächtnis der Einsetzung der heiligen Eucharistie das Gedenken des Leidens und Sterbens des Herrn.

d) Für die Ostervigil

11. Es steht nichts im Wege, dass die Zeichen, die der Zelebrant an der Osterkerze anbringt, vorher durch Farben oder auf andere Weise vorbereitet werden.

12. Es ist angemessen, dass die Kerzen, die der Klerus und das Volk tragen, angezündet bleiben, während die Osterbotschaft gesungen wird und die Taufgelübde erneuert werden.

13. Das Gefäß mit dem zu weihenden Wasser soll würdig geschmückt werden.

14. Wenn Täuflinge zugegen sind, besonders wenn es mehrere sind, wird gestattet, die Zeremonien des römischen Rituale, die dem Taufakt vorausgehen, d. h. bei der Kindertaufe. his zu den Worten "glaubst Du?" (Rituale romanum, tit. III., cap. 11. n. 12) und bei der Erwachsenentaufe bis zu den Worten "wie heißest Du?" (Rituale romanum, tit. III, cap. IV. n. 38) an dem gleichen Morgen zu geeigneter Zeit vorwegzunehmen.

15. Wenn in dieser feierlichen Vigil auch die heiligen Weihen zu erteilen sind, soll der Bischof die letzte Ermahnung (mit der Auflegung des so genannten "pensum"), die nach dem römischen Pontifikale im Anschluss an den bischöflichen Segen vor dem letzten Evangelium stattfindet, in dieser Nacht dem bischöflichen Segen vorausschicken.

16. In der Pfingstvigil fallen die Lektionen oder Prophetien, die Weihe des Taufwassers und die Litanei weg. Die Messe, auch die feierliche oder gesungene Konventualmesse, fängt wie gewöhnlich nach dem Sündenbekenntnis an den Altarstufen an mit dem Introitus "Cum sanctificatus fuero", wie es im römischen Missale für die Privatmesse angegeben ist.

III. Messe, Kommunion und eucharistisches Fasten während des heiligen Triduums

17. Am Gründonnerstag ist der uralte Brauch der römischen Kirche zu wahren, nach dem die Feier von Privatmessen verboten ist. Alle Priester und Kleriker sollen dem Opfer zum Gedächtnis des Abendmahles des Herrn beiwohnen und zum heiligen Tisch hinzutreten (vgl. can. 862).

Aus seelsorglichen Gründen kann der örtliche Oberhirte die eine oder andere stille Messe in einzelnen Kirchen oder öffentlichen Oratorien gestatten, in halböffentlichen Oratorien jedoch nur eine stille Messe, und zwar aus dem Grunde, damit alle Gläubigen an diesem heiligen Tage dem Messopfer beiwohnen und den Leib des Herrn empfangen können. Diese Messen sind zu den gleichen Tagesstunden erlaubt, die für die feierliche Messe vom Abendmahl des Herrn bezeichnet worden sind (Decretum, n. II, 7).

18. Am Gründonnerstag darf die heilige Kommunion den Gläubigen nur während der Abendmesse oder im unmittelbaren Anschluss an sie gespendet werden. Ebenso darf sie am Karsamstag nur während oder nur unmittelbar nach der feierlichen Messe gespendet werden. Kranke oder Gläubige in Todesgefahr sind ausgenommen.

19. Am Karfreitag darf die heilige Kommunion nur während des feierlichen liturgischen Gottesdienstes am Nachmittag gespendet werden. Wiederum sind Kranke oder Gläubige in Todesgefahr ausgenommen.

20. Diejenigen Priester, die die feierliche Messe zur Ostervigil zu der bestimmten Zeit, d. h. nach Mitternacht zwischen Samstag und Sonntag darbringen, können am Ostersonntag die Festmesse feiern, bei Vorliegen eines Indultes auch zwei- oder dreimal.

21. Die örtlichen Oberhirten, die am Gründonnerstag früh die Messe der heiligen Öle gefeiert haben, können am Abend auch die feierliche Messe vom Abendmahl des Herrn darbringen. Wenn sie am Karsamstag die feierliche Ostervigil gehalten haben, können sie, ohne dazu verpflichtet zu sein, auch am Ostersonntag die feierliche Messe darbringen.

22. In bezug auf das eucharistische Fasten mögen die Vorschriften der Apostolischen Konstitution Christus Dominus vom 6. Januar 1953 beachtet werden.

IV. Zu gewissen Schwierigkeiten

23. Örtlich und nach Völkern verschieden gibt es in Verbindung mit der Feier der Heiligen Woche manche Volksbräuche. Die örtlichen Oberhirten und Seelsorger mögen sich bemühen, solche Bräuche, die eine gediegene Frömmigkeit zu fördern scheinen, mit der neuen Ordnung der Heiligen Woche in kluger Weise zu verbinden. Die Gläubigen sollen aber über den überaus hohen Wert der heiligen Liturgie belehrt werden, die immer, besonders aber an diesen Tagen, ihrem Wesen nach die übrigen Formen der Frömmigkeit und Bräuche, auch wenn sie noch so wertvoll sind, bei weitem übertrifft.

24. Wo bisher die Sitte bestand, am Karsamstag die Häuser zu segnen, mögen die örtlichen Oberhirten geeignete Vorkehrungen treffen, dass diese Segnung zu passender Zeit, vor oder nach dem Osterfest, von den Pfarrern oder anderen von ihnen beauftragten Seelsorgern vorgenommen wird. Bei dieser Gelegenheit mögen sie den ihnen anvertrauten Gläubigen einen väterlichen Besuch abstatten und sich von ihrem seelischen Zustand überzeugen (can. 462, n. 6).

25. Das vorgeschriebene Glockengeläute am Gründonnerstag in der feierlichen Abendmesse und am Karsamstag in der Vigilmesse zu Beginn des Hymnus "Gloria in excelsis" soll auf folgende Weise geschehen:

a) an Orten mit nur einer Kirche mögen die Glocken geläutet werden, wenn der Gesang des genannten Hymnus beginnt;

b) an Orten mit mehreren Kirchen - ob nun die Gottesdienste überall gleichzeitig oder zu verschiedener Zeit stattfinden - sollen die Glocken aller Kirchen desselben Ortes zusammen mit den Glocken der Kathedrale, der Mutter- oder Hauptkirche geläutet werden. Im Zweifel darüber, welche Kirche die Mutter- oder Hauptkirche ist, soll der örtliche Oberhirte befragt werden.

Ergänzende Anordnungen zur Feier der Karwoche

(Quelle: Herder-Korrespondenz, Elfter Jahrgang 1956/57; Siebtes Heft, April 1957, S. 306)

Auf Grund der praktischen Erfahrungen mit der Feier der Karwoche und Ostervigil gemäß der durch das Dekret der Ritenkongregation vom 16. November 1955 befohlenen Neuordnung hatte dieselbe Kongregation am 15. März 1956 Ausführungsbestimmungen erlassen (vgl. Acta Apostolica: Sedis Bd. 48 Nr. 3 vom 24. März 1956), die durch einen Erlass vom 1. Februar 1957 (Acta Apostolicae Sedis Bd. 49 Nr. 2 vom 23. Februar 1957) neuerdings publiziert und ergänzt worden sind. In dem neuen Dekret sind also die Ausführungsbestimmungen vollständig enthalten. Sie besagen:

1. Alle Gottesdienste der Kar- und Osterfeier dürfen in allen Kirchen und wenigstens halböffentlichen Oratorien in feierlicher oder in einfacher Form gehalten werden. Unbedingte Voraussetzung ist jedoch eine genügende Anzahl von Ministranten, und zwar müssen es wenigstens drei am Palmsonntag und am Gründonnerstag, wenigstens vier am Karfreitag und bei der Ostervigil sein. Wenn außer dem Zelebranten ein weiterer Priester oder Diakon anwesend ist, kann er im Gewand eines Diakons die diesem vorbehaltenen Funktionen ausüben und Lektionen verkündigen.

2. Die Palmweihe und Palmprozession darf, aber nur in Verbindung mit der Messe, aus seelsorglichen Gründen auf den Abend verlegt werden. Jedoch darf sie nicht zweimal stattfinden, und es bedarf zur Verlegung der Erlaubnis des Ordinarius. Zum Zweck einer Prozession kann die Palmweihe auch m einer anderen Kirche oder im Freien stattfinden.

3. Am Gründonnerstag ist die zulässige Zeit für die Messe in Cena Domini auf die Stunden von 16 bis 21 Uhr ausgedehnt worden. Der Ordinarius kann gestatten, dass während dieser Stunden aus seelsorglichen Gründen zwei weitere stille Messen gefeiert werden. Während der Gründonnerstagsmesse soll nach dem Evangelium eine Ansprache gehalten werden. Die Kommunion darf nur während der Messen gespendet werden. Das Allerheiligste darf nur unter der Bedingung aufbewahrt werden, dass am Karfreitag Gottesdienst stattfindet.

4. Die Karfreitagsgottesdienste dürfen, wo seelsorgliche Gründe das erfordern, zwischen 12 und 21 Uhr stattfinden. Die Kommunion darf nur während des Gottesdienstes gespendet werden. Die Kreuzverehrung darf bei zu großem Andrang der Gläubigen kollektiv vollzogen werden. Am Karfreitag ist ebenso wie am Gründonnerstag und bei der Ostervigil Bination möglich, wenn ein Priester mehrere Pfarreien betreut.

5. Der Ordinarius kann gestatten, jedoch nur im Einzelfall, dass die Feier der Ostervigil aus wichtigen Gründen vorverlegt wird. Sie darf aber auf keinen Fall vor Einbruch der Dämmerung begonnen werden. Norm bleibt die mitternächtliche Feier. Die Osternachtfeier darf gehalten werden auch dort, wo die Feiern der Kartage nicht gehalten wurden, und umgekehrt.

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