Hure Babylon

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Die Hure Babylon ist eine in Offb 17,1-19,2 beschriebene apokalyptische Gestalt, die "Mutter der Huren und aller Abscheulichkeiten der Erde", "betrunken vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu" (Offb 16,5-6 EU). Schon die frühe Kirche sah, genau wie die zeitgenössische Apokalyptik, "Babylon" als Deckname für die feindliche Stadt Rom und das Römische Reich, später überhaupt für die verderbte weltliche Macht. Sie ist Chiffre für die Verfolgung des "Lammes" und der Heiligen, wird aber in einer endzeitlichen Schlacht zwischen dem Lamm und der Hure vernichtet (Offb 17,14 EU).

Die Metapher der "Hure Babylons" wurde wiederholt in kritisierender Absicht auf die katholische Kirche und das Papsttum angewendet, so von dem mittelalterlichen Kaiser Friedrich II., dem Bußprediger Girolamo Savonarola und dem Reformator Martin Luther.

Literatur

  • Wolfgang Röllig: Art. Babylon in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Auflage, Bd. 1, Sp.1335.
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