Hugo Rahner

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Hugo Rahner SJ (*3. Mai 1900 in Pfullendorf, Baden; † 21. Dezember 1968 in München) war Theologe und Kirchenhistoriker; älterer Bruder von Karl Rahner. Die Kommunikation beider war für das Frühwerk von K. von großer Bedeutung und fehlte dem jüngeren Bruder seit 1968 schmerzlich und fühlbar.

Biografie

Hugo Rahner trat 1919 in den Jesuitenorden ein. Von 1937-38 und 1945-63 ist er Ordinarius für Alte Kirchengeschichte an der am 6. Oktober 1945 wiedererrichteten Universität Innsbruck. 1949/50 ist er dessen Rektor. Von 1950-56 leitet er als Rektor des Canisianums (internationaqles Priesterseminar). 1957 ist er Vertreter der österreichischen Ordensprovinz bei der 30. Generalkongregation.

Rahners geistige und geistliche Kraft wirkte in drei Richtungen: Zunächst der Versuch, das ignatianische Erbe zu vermitteln. Dazu dienten akribische Einzelstudien über das Leben des Stifters wie auch das Eindringen in dessen Spiritualität: die Christologie der Exerzitien, die Unterscheidung der Geister, die Vision von La Storta, Armut und Gehorsam bei den Jesuiten. Als zweites die Kirche. Hier entfaltete Rahner, dank seinen im Schweizer Exil (Sitten, 1938-45) durchgeführten patristischen Studien, den Reichtum der im griechischen Denken verwurzelten Ekklesiologie der Väter. Gegen das Klischee des Verfalls durch die "Konstantinische Wende" stellte er seine Sicht der Kirche als "Gottes Kraft in menschlicher Schwäche" (Rede auf dem Kölner Katholikentag 1956). Schließlich sein großes Anliegen: die Tradition der abendländischen Humanität, der sich "weder an Geist noch an Materie verliert", ins Blickfeld zu rücken. Er wirkte bei der Würzburger Synode mit.

Werke

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