Hubertus von Toulouse

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Disambig.png Dieser Artikel befasst sich mit dem heiligen Hubertus. Weitere Namensträger finden sich auf Hubert.

Heiliger Hubertus

Hubertus (* um 655 in Toulouse; † 30. Mai 727 in Tervuren/Brüssel) war Bischof von Maastricht und Lüttich und ist ein Heiliger. Sein Gedenktag ist der 3. November. Er gehört zu den bekanntesten Schutzpatronen und spielt auch heute noch eine große Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Der heilige Hubertus wurde um 655 in Toulouse geboren. Er war der Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse und lebte im 8. Jahrhundert als Pfalzgraf am Hof Theoderichs III. in Paris, später in Metz.

Die Legende erzählt, dass er kurz verheiratet war, seine Frau allerdings bereits nach der Geburt des ersten Kindes starb. Der traurige und niedergeschlagene Witwer zog sich daraufhin in die Wälder zur Jagd zurück. Der Sage nach ging Hubertus an einem Karfreitag zur Jagd, da sah er einen Hirsch mit prachtvollem und makellosem Geweih. Er verfolgte das Tier bis zur Erschöpfung, denn der Hirsch sollte seine sichere Beute werden. Doch plötzlich wandte sich der Hirsch um. Hubertus hob den Bogen mit dem Pfeil. In diesem Augenblick erkannte er der Legende nach ein leuchtendes Kreuz mit dem Leib Christi zwischen dem Hirschgeweih. Zu seiner Überraschung hörte der Jäger eine Stimme: "Wenn du dich nicht wahrhaft zum Herrn bekehrst, wirst du bald in der Hölle sein !" Hubertus fiel auf die Knie, erkannte seine Schuld und gelobte Besserung. Aus Hubertus, dem Jäger, wurde nun ein Heger und Bewahrer der Natur, der die Wildtiere als Geschöpfe Gottes achtete.

Als seine Gattin starb, wurde Hubertus Einsiedler und gab sich dem Gebete hin. Bald aber erkannte er, dass es seine Berufung war, den Menschen in den Ardennen den Glauben an Christus zu verkünden. Hubertus beschloss sein Leben ganz Gott hinzugeben und empfing die Priesterweihe. Der Glaubensbote, der später 705 zum Bischof in Tongeren-Maastricht geweiht wurde und das Bistum Lüttich zugewiesen bekam, verlegte 716 seinen Bischofssitz nach Lüttich und trägt den Beinamen "Apostel der Ardennen". In Lüttich ließ er eine Kathedrale bauen, wurde ein fürsorglicher Wohltäter und rettete tausende Menschen vor einer Hungersnot. Bis zu seinem Tod hat er in dieser Gegend für die Verbreitung des Glaubens gesorgt. Hubertus war maßgeblich für die Christianisierung bei den Ardennen und in Brabant verantwortlich.

Der heilig Hubertus starb am 30. Mai 727. Am 3. November 743 wurde er zur Ehre der Altäre erhoben.

Am 3. November finden jährlich die sogenannten "Hubertusmessen" statt, wo im besonderen für Jäger eine Messe gefeiert wird. In der heutigen Zeit dient der Hubertustag dazu, sich der waidgerechten Jagd und auf dem sorgsamen Umgang mit der Natur zu besinnen. Der Hubertustag ist der Auftakt für die herbstlichen Treibjagden. Die Treibjagd um den Hubertustag herum, wird als Hubertusjagd bezeichnet. In manchen Regionen finden nach Abschluß der Messe Verteilungen von "Hubertuskräutern" statt.

Patronate

Der heilige Hubertus ist Patron der Ardennen und von Lüttich, sowie der Jäger, Schützen, Metzger, Optiker, Mathematiker, Jagdhunde, auch schützt seine Fürbitte gegen Hundebisse.

Literatur

Weblinks

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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