Eucharistisches Hochgebet IV

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Das Vierte Hochgebet erinnert an ostkirchliche Anaphoren und lehnt sich an antiochenische Traditionen an. Es versucht nicht nur einzelne Aspekte des Heilsgeschehen deutlich zu machen, sondern die ganze Breite von der Schöpfung bis zur eschatologischen Vollendung.

Beim vierten Hochgebet ist es nicht gestattet, die Präfation auszutauschen.


Inhaltsverzeichnis

Einleitungsdialog

Priester: Der Herr sei mit euch.
Alle: Und mit deinem Geiste.

P: Erhebet die Herzen.
A: Wir haben sie beim Herrn.

P: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
A: Das ist würdig und recht.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig,
dir zu danken, heiliger Vater.
Es ist recht, dich zu preisen.
Denn du allein
bist der lebendige und wahre Gott.
Du bist vor den Zeiten und lebst in Ewigkeit.
Du wohnst in unzugänglichem Lichte.
Alles hast du erschaffen,
denn du bist die Liebe
und der Ursprung des Lebens.
Du erfüllst deine Geschöpfe mit Segen
und erfreust sie alle
mit dem Glanz deines Lichtes.
Vor dir stehen die Scharen der Engel
und schauen dein Angesicht.
Sie dienen dir Tag und Nacht,
nie endet ihr Lobgesang.
Mit ihnen preisen auch wir deinen Namen,
durch unseren Mund rühmen dich alle Geschöpfe
und künden voll Freude
das Lob deiner Herrlichkeit:

Sanctus

A: Heilig, heilig, heilig
Gott, Herr aller Mächte und Gewalten.
Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit.
Hosanna in der Höhe.
Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe.

Postsanctus

Wir preisen dich, heiliger Vater,
denn groß bist du,
und alle deine Werke
künden deine Weisheit und Liebe.
Den Menschen hast du nach deinem Bild geschaffen
und ihm die Sorge für die ganze Welt anvertraut.
Über alle Geschöpfe sollte er herrschen
und allein dir, seinem Schöpfer, dienen.

Als er im Ungehorsam deine Freundschaft verlor
und der Macht des Todes verfiel,
hast du ihn dennoch nicht verlassen,
sondern voll Erbarmen allen geholfen,
dich zu suchen und zu finden.

Immer wieder hast du den Menschen deinen Bund angeboten
und sie durch die Propheten gelehrt, das Heil zu erwarten.

So sehr hast du die Welt geliebt, heiliger Vater,
dass du deinen eingeborenen Sohn als Retter gesandt hast,
nachdem die Fülle der Zeiten gekommen war.

Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria.
Er hat wie wir als Mensch gelebt,
in allem uns gleich außer der Sünde.

Den Armen verkündete er die Botschaft vom Heil,
den Gefangenen Freiheit, den Trauernden Freude.

Um deinen Ratschluss zu erfüllen,
hat er sich dem Tod überliefert,
durch seine Auferstehung den Tod bezwungen
und das Leben neu geschaffen.

Damit wir nicht mehr uns selber leben, sondern ihm,
der für uns gestorben und auferstanden ist,
hat er von dir, Vater,
als erste Gabe für alle, die glauben,
den Heiligen Geist gesandt,
der das Werk deines Sohnes auf Erden weiterführt
und alle Heiligung vollendet.

Gabenepiklese

So bitten wir dich, Vater:
der Geist heilige diese Gaben,
damit sie uns werden Leib und und Blut
unseres Herrn Jesus Christus,
der uns die Feier dieses Geheimnisses
aufgetragen hat
als Zeichen des ewigen Bundes.

Einsetzungsworte

Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren,
liebte er sie bis zur Vollendung.
Und als die Stunde kam,
da er von Dir verherrlicht werden sollte,
nahm er beim Mahl das Brot und sagte Dank,
brach das Brot,
reichte es seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.

Ebenso nahm er den Kelch mit Wein,
dankte wiederum,
reichte den Kelch seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und trinket alle daraus:
Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Akklamation nach den Einsetzungsworten

P: Geheimnis des Glaubens.
A: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,
und deine Auferstehung preisen wir,
bis du kommst in Herrlichkeit.

Anamnese, Darbringung, Epiklese

Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis unserer Erlösung.
Wir verkünden den Tod deines Sohnes und sein Hinabsteigen zu den Vätern,
bekennen seine Auferstehung und Himmelfahrt und erwarten sein Kommen in Herrlichkeit.
So bringen wir dir seinen Leib und sein Blut dar,
das Opfer, das dir wohlgefällt und der ganzen Welt Heil bringt.

Sieh her auf die Opfergabe, die du selber deiner Kirche bereitet hast,
und gib, dass alle, die Anteil erhalten an dem einen Brot und dem einen Kelch,
ein Leib werden im Heiligen Geist, eine lebendige Opfergabe in Christus
zum Lob deiner Herrlichkeit.

Intercessiones

Herr, gedenke aller, für deren Heil wir das Opfer darbringen.
Wir bitten dich für unsern Papst N.,
unsern Bischof N. und die Gemeinschaft der Bischöfe,
für unsere Priester und Diakone
und für alle, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind,
für alle, die ihre Gaben spenden,
für die hier versammelte Gemeinde,
für dein ganzes Volk
und für alle Menschen, die mit lauterem Herzen dich suchen.

Wir empfehlen dir auch jene, die im Frieden Christi heimgegangen sind,
und alle Verstorbenen, um deren Glauben niemand weiß als du.
Gütiger Vater, gedenke dass wir deine Kinder sind,
und schenke uns allen das Erbe des Himmels
in Gemeinschaft mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria,
mit deinen Aposteln und mit allen Heiligen. Und wenn die ganze Schöpfung von der Verderbnis der Sünde und des Todes befreit ist,
lass uns zusammen mit ihr dich verherrlichen in deinem Reich
durch unseren Herrn Jesus Christus.

Denn durch ihn schenkst du der Welt alle guten Gaben.

Doxologie

P: Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.

A: Amen.

Siehe auch: Eucharistisches Hochgebet

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