Heinrich Timmerevers

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Heinrich Timmerevers (2011)

Heinrich Timmerevers (* 25. August 1952 in Garrel-Nikolausdorf) ist 50. Bischof von Dresden-Meißen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Heinrich Timmerevers wurde in Garrel-Nikolausdorf im Kreis Cloppenburg als ältester Sohn einer katholischen Landwirtsfamilie geboren. Seine Eltern sind Josef Timmerevers und Maria geb. Schmidt. Er erlangte das Abitur 1972 am Clemens-August-Gymnasium in Cloppenburg. Von 1972 bis 1974 studierte er Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wurde in das Theologenkonvikt Collegium Borromäum in Münster aufgenommen. In den Jahren 1974/75 setzte er die theologischen Studien an der Universität Freiburg im Breisgau fort. Er schloss dann das Theologiestudium an der Universität Münster 1977 ab, von 1977 bis 1978 besuchte er einen Kurs für Spiritualität der Fokolarbewegung an der Internationalen Schule in Frascati bei Rom. 1978 trat er in das Bischöfliche Priesterseminar in Münster ein, am 7. Januar 1979 empfing er die Diakonatsweihe durch den Bischof von Münster Heinrich Tenhumberg und war Diakon in Olfen, St. Vitus. Im Dom zu Münster weihte ihn Bischof Reinhard Lettmann am 25. Mai 1980 zum Priester. Bis zum Jahr 1984 war er Vikar an der St.-Vitus-Pfarrkirche in Visbek. 1984 berief Bischof Lettmann ihn zum stellvertretenden Leiter am Theologenkonvikt Collegium Borromaeum in Münster und zum Domvikar an der Domkirche zu Münster. Von 1990 bis 2001 war Timmerevers Pfarrer in Visbek und ab 1993 zusätzlich Landespräses für Frauenseelsorge und Frauenbildung im Offizialatsbezirk Oldenburg und Landespräses der kfd (Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands). Ab dem Jahr 2000 wurde er zusätzlich Pfarrverwalter der Gemeinde St. Antonius in Visbek-Rechterfeld.

Bischof

Weihbischof

Wappen des Weihbischofs Heinrich Timmerevers

Am 6. Juli 2001 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof des Bistums Münster und Titularbischof von Tulana. Er empfing die Bischofsweihe am 2. September des gleichen Jahres; Hauptkonsekrator war Bischof Reinhard Lettmann, Mitkonsekrator Weihbischof Max-Georg Freiherr von Twickel. Sein bischöflicher Wahlspruch heißt: "Suchet wo Christus ist". Im Bistum Münster war er zuständig für die Region Oldenburg[2] und war nichtresidierender Domkapitular am St.-Paulus-Dom in Münster. Am 16. September 2001 wurde er als Bischöflicher Offizial für den Offizialatsbezirk Oldenburg (niedersächsischer Teil des Bistums Münster) mit Sitz in Vechta eingeführt.

In der Deutschen Bischofskonferenz war er von Herbst 2001 bis Frühjahr 2009 Mitglied der Jugendkommission, seit Juni 2005 Mitglied in der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste (IV), seit Dezember 2006 Mitglied in der Adveniat-Kommission, seit Oktober 2011 Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Kirchliche Bewegung und geistliche Gemeinschaften“ und seit Dezember 2012 Bundesseelsorger des Malteser Hilfsdienstes.

Als Weihbischof trat Timmerevers für Flüchtlinge, verfolgte Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten ein. Er spricht sich für ein Einwanderungsgesetz aus. Das solle «Deutschland als offenes Land zeigen und zugleich den Druck der illegalen Migration mindern». Das Land müsse eine Willkommenskultur schaffen - nicht nur für Menschen, die dem Land und seinem Wohlstand nutzen. Mit dem Projekt «Würdenträger - weil jeder Würde trägt» wurde der Weihbischof bekannt. Auf seine Initiative hin wandten sich dabei verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegen jede Art von Diskriminierung. «Haltungen, die rechtsextremer Ideologie entspringen, haben in der Kirche keinen Platz», so Timmerevers

Diözesanbischof

Am 29. April 2016 wurde er zum Bischof von Dresden-Meißen durch Papst Franziskus ernannt. Er ist Nachfolger für den nach Berlin gewechselten Bischof Heiner Koch. Die Amtseinführung fand am 27. August 2016 in der Kathedrale Ss. Trinitatis in Dresden statt.

Weblinks


Vorgänger
Heiner Koch
† Bischof von Dresden-Meißen
ab 2016
Nachfolger
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Anmerkungen

  1. Heinrich Timmerevers wird neuer Bischof von Dresden-Meißen Kath.net am 29. April 2016
  2. Dieses in Deutschland einmalige Konstrukt einer Bistums-Exklave zählt zwar zur Diözese Münster, hat aber eine große Eigenständigkeit - samt eigenem Etat. Es umfasst den niedersächsischen Teil der sonst in Nordrhein-Westfalen liegenden Diözese. In 40 Gemeinden von der Nordseeinsel Wangerooge bis Damme an der Grenze zum Osnabrücker Land leben gut 260.000 Katholiken.
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