Hansjörg Bitterlich

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Hansjörg Bitterlich ORC (* 4. Mai 1923 in Šluknov, † 23. Juni 1998 in St. Gallen) war ein österreichischer Pater und Vorsteher des Klosters der Regularkanoniker vom heiligen Kreuz in Silz in Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Hansjörg Bitterlich wurde 1923 als Sohn von Hans und Gabriele Bitterlich sowie als jüngerer Bruder von Roswitha Bitterlich geboren. Mit fünf Jahren zog die Familie nach Innsbruck. 1931 war seine ersten heiligen Kommunion, die er von Dr. Otto Pohley SJ empfing. Aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrt nimmt Hansjörg seine vor dem Krieg begonnenen naturwissenschaftlichen Studien nicht mehr auf, sondern tritt in das Priesterseminar der Diözese Innsbruck ein. Am 30. März 1952 wird er zum Priester geweiht. Später wird er Pfarrer in Galtür. Er gehörte als Priester zur Anfangsgruppe der geistlichen Bewegung des Werkes der heiligen Engel an, das 1965 nach Pfarrer Hansjörgs Finden einer bleibenden Stätte, eine Burgruine bei Silz in Nordtirol als Kloster aufbaute. Im Jahr 1979 wurde der portugisische Orden der Regularkanoniker vom heiligen Kreuz durch zwölf Priester wiederbelebt, wobei das aufgebaute Kloster St. Petersberg, das Mutterhaus des Ordens wurde und zuerst P. Petrus Janssen SMM, später P. Hansjörg vorstand. Er legte die Ewige Profess am 22. März 1979 ab.

Prüfung

Die katholische Glaubenskongregation hat den Gebrauch der Privatoffenbarungen von Gabriele Bitterlich 1983 und verstärkt 1992 beschränkt; die Privatoffenbarung wurde nicht anerkannt, in ihr enthaltene nichtbiblische Engelnamen durften nicht mehr angerufen werden und der Gebrauch entsprechender Schriften wurde Katholiken inner- wie außerhalb des Engelwerkes verboten.[1] P. Hansjörg hat vehement gegen diese Entscheidung protestiert, worauf er als Vorsteher des Klosters abgesetzt und exklaustriert wurde.

P. Hansjörg lebte in Fusch an der Großglocknerstraße. Am 23. Mai 1998 erlag er in St. Gallen einem Herzversagen, nachdem er seinen Lippstädter Verleger Claus Peter Clausen mit der Gründung des offen auf Gabriele Bitterlichs Lehren basierenden „Engelbundes“ beauftragt hatte.[2]

Werke

  • Hansjörg Bitterlich: Sie schaute die Engel. Schmid Fehr Verlag Goldach 1990 (189 Seiten).
  • Bernhard Fugl (Pseudonym): Das Geheimnis des Kreuzes. Verlag Claus Peter Clausen Lippstadt] 1995.

Anmerkungen

  1. Dekret der Glaubenskongregation De consociatione „Opus Angelorum“, 6. Juni 1992, auf der Website der Gemeinschaft vom heiligen Josef
  2. Der graue Brief N°79, Lippstadt, 2002
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