Gonzalo Aemilius

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Gonzalo Aemilius' (Dr. theol.; * 18. September 1979 in Uruguay) ist Sekretär von Papst Franziskus seit 26. Januar 2020

Biografie

Gonzalo Aemilius wuchs in der Hauptstadt Montevideo in einer bürgerlichen, aber atheistischen und wohlhabenden Familie auf. Sein Vater war Buchhalter, seitens seiner Großmutter hat er jüdische Wurzeln. Er war in der "Pfadfindergruppe von Juan de Córdoba". Als Schüler fand er zum Christentum, weil ihn die Arbeit von Priestern beeindruckte, die sich trotz Todesdrohungen für Straßenkinder einsetzten. Er wurde 1990 getauft. [1] Mit 18 Jahren entschloss er sich Priester zu werden und sein Leben in den Dienst der Armen zu stellen. Er studierte Theologie. 2005 wurde er zum Direktor eines nach Johannes Paul II. benannten kirchlichen Gymnasiums in Uruguay in einem Problemviertel Montevideos ernannt, in der Kinder aus armen Familien eine gute Schulbildung erhalten. Er arbeitete dort mit Straßenkindern und Drogenabhängigen.[2] Während er dort arbeitete, erfuhr 2006 der Kardinal-Erzbischof von Buenos Aires Jorge Mario Bergoglio von seiner Arbeit und rief ihn regelmäßig an, um darüber zu diskutieren. Nach dem Besuch im Priesterseminar empfing Aemilius am 6. Mai 2006 die Priesterweihe. Wie er (später) einmal berichtete, lag die Schwierigkeit weniger in den Reaktionen seines Elternhauses, sondern beim Freundeskreis. Der junge Gonzalo trug lange Haare, ging ins Fußballstadion, hörte Rock ’n’ Roll und hatte Freundinnen, der Wandel war schwer zu vermitteln.[3] „Ich bin ein Priester, der Rock ’n’ Roll mag, der im Stadion schreit und der Twitter benutzt“, erzählte er in einem Interview. Das sei nicht das, was man sich traditionell von einem Priester erwarte. Gegen Ende des Jahres 2012 wurde Aemilius in die Pfarrei Puntas del Manga geschickt, um einen neuen Auftrag anzunehmen. Weitere Studien der Theologie und Pädagogik erfolgten zwei Jahre an der Universität Gregoriana in Rom. Auf dem Weg zur Zelebration der Heiligen Messe in der Kirche Sant'Anna der Erzdiözese Rom am 17. März 2013, erkannte Papst Franziskus Aemilius in der Menge, lud ihn ein daran teilzunehmen, stellte ihn nach dem Gottesdienst vor und bat um Gebete zur Unterstützung seiner Arbeit. Am nächsten Tag erzählte er dem Osservatore Romano: Er lehrte mich, das Beste aus jedem Einzelnen herauszuholen, wie unterschiedlich er oder sie auch sein mag und um es zum Wohle aller zu nutzen. Das Foto, wie sich Aemilius und Papst Franziskus an der Hand halten, ging um die Welt. Danach kehrte Aemilius zu seiner Arbeit nach Uruguay zurück. [4] Das Thema seiner Doktorarbeit, die er im Januar 2020 verteidigte, lautete: Die Herausforderungen der Postmoderne für die Kirche in Uruguay. Am 26. Januar 2020 wurde er zum Privatsekretär von Papst Franziskus, als Nachfolger des Argentiniers Fabian Pedacchio Leaniz, der seinen Dienst im November 2019 beendete.[5]

Anmerkungen

  1. https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2020-01/papst-franziskus-privatsekretaer-uruguay-aemilius-gonzalo-ernenn.html
  2. https://www.welt.de/vermischtes/article205427687/Papst-holt-Gonzalo-Aemilius-Der-neue-Schoene-im-Vatikan.html
  3. https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Gonzalo-Aemilius-ist-der-neue-Star-an-der-Seite-des-Papstes-id56584351.html
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/Gonzalo_Aemilius
  5. Priesterlicher Streetworker wird neuer Papst-Sekretär Kath.net am 28. Januar 2020; Privatsekretär von Papst Franziskus beendet seinen Dienst Katholisch.de am 25. November 2019
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