Nizäno-Konstantinopolitanisches Glaubensbekenntnis

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Das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (auch Nizänum, Nicenum) gilt als Antwort auf die Irrlehre, die die Gottheit des Heiligen Geistes leugnet. Das Glaubensbekenntnis geht auf die Kirchenversammlung von Konstantinopel zurück (381). Es wird auch Großes Glaubensbekenntnis genannt.

Im ursprünglichen Text kommt das "Filioque" nicht vor. Es ist einer der Gründe warum es 1054 zu einem Bruch zwischen West- und Ostkirchen kam.

Inhaltsverzeichnis

Der Heilige Geist als "Herr" und "Lebensspender"

Das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis stellt unter anderen den Heiligen Geist als "Quelle des Gnadenlebens" eines Menschen heraus. Diese Formel verbindet den Westen mit den getrennten Kirchen des Ostens.

Text auf Deutsch

1Wir glauben (Ich glaube) an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

2Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht von Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
3Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
4Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
5ist am dritten Tag auferstanden
nach der Schrift
6und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
7und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

8Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und uns lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten.
9Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
10Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
11Wir erwarten die Auferstehung der Toten
12und das Leben der kommenden Welt.

Amen.


Text auf Latein

1Credo in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
factorem caeli et terrae,
visibilium omnium et invisibilium.

2Et in unum Dominum Iesum Christum,
Filium Dei unigenitum,
et ex Patre natum ante omnia saecula.
Deum de Deo, Lumen de Lumine,
Deum verum de Deo vero,
genitum, non factum,
consubstantialem Patri;
per quem omnia facta sunt.
3Qui propter nos homines et propter nostram salutem
descendit de caelis.
Et incarnatus est
de Spiritu Sancto ex Maria Virgine,
et homo factus est.
4Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato,
passus et sepultus est,
5et resurrexit tertia die,
secundum Scripturas,
6et ascendit in caelum,
sedet ad dexteram Patris.
7Et iterum venturus est cum gloria,
iudicare vivos et mortuos,
cuius regni non erit finis.

8Credo in Spiritum Sanctum,
Dominum et vivificantem,
qui ex Patre Filioque procedit.
Qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur:
qui locutus est per prophetas.
9Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.
10Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum.
11Et exspecto resurrectionem mortuorum,
12et vitam venturi saeculi.

Amen.

Gliederung

Das Glaubensbekenntnis besteht aus 3 Hauptteilen, die den drei Personen der Trinität entsprechen. Bereits vom hl. Ambrosius ist die Tradition überliefert, es nach der Anzahl der Apostel in zwölf Artikel zu unterteilen (KKK 191).

Literatur

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