Gesätz

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Ein Gesätz ist ein Teil des Rosenkranzgebetes, wie es sich im 15. Jahrhundert entwickelt hat und heute noch gebetet wird. Das Gesätz ist ein Satz, genauer gesagt ein Nebensatz, der nach dem Wort "Jesus" in das Gegrüßet-seist-du-Maria eingefügt wird und eine bestimmte Betrachtungsweise aus dem weltlichen Leben Jesu oder ein anderes Heilsereignis in den Mittelpunkt stellt. Dieser Nebensatz kann beim ersten der jeweils zehn Gegrüßet-seist-du-Maria oder bei jedem einzelnen der Zehnergruppe eingefügt werden und gibt somit an, welches Heilsgeheimnis betrachtet werden soll. Durch die Gesätze sowie durch andere Teile des Rosenkranzgebetes wie etwa Glaubensbekenntnis und Vaterunser wird außerdem deutlich, dass sich das Gebet nicht nur an Maria, sondern vor allem an den dreifaltigen Gott richtet. Die Tradition gab der Zusammenstellung von jeweils fünf Gesätzen verschiedene Namen, so dass sich drei klassische Rosenkranzgebete entwickelten: die freudenreichen Geheimnisse, die sich um den Weihnachtskreis ranken, der schmerzhafte Rosenkranz mit Aussagen aus der Passionsgeschichte und der glorreiche mit Gebetsideen von Ostern und der Zeit danach bis hin zur Krönung Mariens. Darüber hinaus steht es jedem Beter frei, im privatem Gebet Gesätze zu formulieren, die ihm persönlich wichtig sind. In der deutschsprachigen Tradition entwickelte sich zusätzlich noch der trostreiche Rosenkranz, der beispielsweise formuliert: "Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit". Auf Papst Johannes Paul II. gehen die lichtreichen Geheimnisse wie beispielsweise ".....der auf dem Berg verklärt worden ist", zurück. Der Papst hatte den lichtreichen Rosenkranz im Jahr 2002 vorgestellt.

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