Güte Gottes

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Güte Gottes (lat.: benignitas Dei; griech.: χρηστότης τοῦ θεοῦ chrestótēs tou theoú) ist die Bereitwilligkeit des göttlichen Willens, andern wohlzutun. Gott hat seine Güte in der überreichsten Weise gezeigt. Er ist unser größter Wohltäter, die Quelle alles Guten, das wir besitzen (Ps 104,28 EU; Jak 4,5 EU), aller natürlichen Güter, die uns zuteil werden - "Der Herr spendet Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag" (Ps 85,13 EU)[1] - sowie aller übernatürlichen Güter. Gottes Güte hat ihren Grund in seiner Liebe zu uns. Sie selbst drängt den sündigen Menschen zur Umkehr (Röm 2,4 EU). Ihr angemessen ist für den Menschen Dankbarkeit in Gesinnung und Tat, besonders durch opferbereite, auf Erfüllung des göttlichen Willens bedachte Gegenliebe.[2]

Ihren Höhepunkt findet die Güte Gottes in der Sendung seines Sohnes als Erlöser. Der heilige Paulus schreibt: "Als aber die Güte (benignitas) und Menschenliebe (humanitas) Gottes, unseres Retters, erschien, hat er uns gerettet - nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens (misericordia) - durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist. Ihn hat er in reichem Maß über und ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir durch seine Gnade (gratia) gerecht gemacht werden und das ewige Leben erben, das wir erhoffen." (Tit 3,4-7 EU)

Anmerkungen

  1. Etenim Dominus dabit benignitatem, et terra nostra dabit fructum suum, (Ps 84,13 Vul)
  2. Joseph Braun: Handlexikon der katholischen Dogmatik, Herder & Co., Freiburg im Breisgau 1926, S. 138 (Imprimatur Friburgi, die 17. Iulii 1926 Dr. Sester, Vic. Gen.).
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