Günther Storck

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[[Günther Storck]] studierte nach dem Abitur [[1958]] zunächst Germanistik und Altphilologie mit gutem Erfolg in Münster, Berlin und München. [[1962]] trat er in das [[Priesterseminar]] in Münster ein. Die Beschlüsse des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] widerstrebten ihm.  
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[[Günther]] Storck studierte nach dem Abitur [[1958]] zunächst Germanistik und Altphilologie mit gutem Erfolg in Münster, Berlin und München. [[1962]] trat er in das [[Priesterseminar]] in Münster ein. Die Beschlüsse des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] widerstrebten ihm.  
  
 
Günther Storck wurde am [[21. September]] [[1973]] in Egg nahe Zürich vom Franziskaner-Missionsbischof Blasius Kurz zum [[Priester]] geweiht. Die Wahl des Weiheortes fiel deshalb auf ein abgelegene Kirche in der Schweiz, weil zu befürchten war, dass der damalige Münchner [[Erzbischof]] [[Julius Döpfner]] keine Erlaubnis zum Vollzug dieser Weihe in seiner Diözese geben würde, da Günther Storck zu der Zeit bereits als Assistent von Theologieprofessor [[Leo Scheffczyk]] an der Theologischen Fakultät der Universität München fungierte und dort für seine katholische und antimodernistische Einstellung inzwischen hinlänglich bekannt war.  
 
Günther Storck wurde am [[21. September]] [[1973]] in Egg nahe Zürich vom Franziskaner-Missionsbischof Blasius Kurz zum [[Priester]] geweiht. Die Wahl des Weiheortes fiel deshalb auf ein abgelegene Kirche in der Schweiz, weil zu befürchten war, dass der damalige Münchner [[Erzbischof]] [[Julius Döpfner]] keine Erlaubnis zum Vollzug dieser Weihe in seiner Diözese geben würde, da Günther Storck zu der Zeit bereits als Assistent von Theologieprofessor [[Leo Scheffczyk]] an der Theologischen Fakultät der Universität München fungierte und dort für seine katholische und antimodernistische Einstellung inzwischen hinlänglich bekannt war.  
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[[1976]] promovierte Günther Storck bei Prof. Scheffczyk an der Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München in Theologie. Inhaltlich behandelte seine [[Dissertation]]sarbeit mit dem Titel "Die Gottesidee der Wissenschaftslehre J.G. Fichtes" das Thema der Erkennbarkeit und der Erkenntnis Gottes des absoluten wobei sie im Anschluss daran zur Rechtfertigung der katholischen Trinitätslehre überging. Ebenfalls 1976 schloss sich Günther Storck  der [[Priesterbruderschaft St. Pius X.]] an die vom französischen Erzbischof [[Marcel Lefebvre]] gegründet worden war und sich gegen den [[Papst]] [[Paul VI.]] stellte. Lefebvre war daraufhin 1976 vom Papst suspendiert worden spendete jedoch weiterhin Priesterweihen und betrieb Seelsorge.  
 
[[1976]] promovierte Günther Storck bei Prof. Scheffczyk an der Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München in Theologie. Inhaltlich behandelte seine [[Dissertation]]sarbeit mit dem Titel "Die Gottesidee der Wissenschaftslehre J.G. Fichtes" das Thema der Erkennbarkeit und der Erkenntnis Gottes des absoluten wobei sie im Anschluss daran zur Rechtfertigung der katholischen Trinitätslehre überging. Ebenfalls 1976 schloss sich Günther Storck  der [[Priesterbruderschaft St. Pius X.]] an die vom französischen Erzbischof [[Marcel Lefebvre]] gegründet worden war und sich gegen den [[Papst]] [[Paul VI.]] stellte. Lefebvre war daraufhin 1976 vom Papst suspendiert worden spendete jedoch weiterhin Priesterweihen und betrieb Seelsorge.  
  
[[1980]]/[[1981]] gründete er ein eigenes Priesterseminar Heilig Blut in Feldafing und später in München, in dem er selbst als Dozent wirkte.
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[[1980]]/[[1981]] gründete er ein eigenes [[Priesterseminar]] Heilig Blut in Feldafing und später in München, in dem er selbst als Dozent wirkte.
  
 
===Bischof und Exkommunikation===
 
===Bischof und Exkommunikation===
Am [[30. April]] [[1984]] wurde dann Günther Storck durch Bischof Guérard des Lauriers aus Frankreich zum Bischof konsekriert, durch welchen beide sich die [[Exkommunikation]] zuzogen. Storck ordinierte ab [[28. Oktober]] [[1989]] selbst vier [[Priester]] in München.  
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Am [[30. April]] [[1984]] wurde Günther Storck durch [[Bischof]] [[Guérard des Lauriers]] aus Frankreich zum Bischof konsekriert, durch welche beide sich die [[Exkommunikation]] zuzogen. Storck ordinierte ab [[28. Oktober]] [[1989]] selbst vier [[Priester]] in München.  
  
 
Schon seit jungen Jahren litt Günther Storck an einer Lebererkrankung die schließlich zu seinem Tod am 23. April 1993 führte. Er wurde auf dem Münchner Westfriedhof beigesetzt.
 
Schon seit jungen Jahren litt Günther Storck an einer Lebererkrankung die schließlich zu seinem Tod am 23. April 1993 führte. Er wurde auf dem Münchner Westfriedhof beigesetzt.

Aktuelle Version vom 6. August 2013, 13:01 Uhr

Günther Storck; (Dr. theol.; * 2. Oktober 1938 in Borken/Westfalen; † 23. April 1993) war ein katholischer, traditionalistischer Priester und Bischof. Er galt als äußerst konservativ und später war er ein wichtiger Vertreter des Antimodernismus in Deutschland.

[Bearbeiten] Biografie

Günther Storck studierte nach dem Abitur 1958 zunächst Germanistik und Altphilologie mit gutem Erfolg in Münster, Berlin und München. 1962 trat er in das Priesterseminar in Münster ein. Die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils widerstrebten ihm.

Günther Storck wurde am 21. September 1973 in Egg nahe Zürich vom Franziskaner-Missionsbischof Blasius Kurz zum Priester geweiht. Die Wahl des Weiheortes fiel deshalb auf ein abgelegene Kirche in der Schweiz, weil zu befürchten war, dass der damalige Münchner Erzbischof Julius Döpfner keine Erlaubnis zum Vollzug dieser Weihe in seiner Diözese geben würde, da Günther Storck zu der Zeit bereits als Assistent von Theologieprofessor Leo Scheffczyk an der Theologischen Fakultät der Universität München fungierte und dort für seine katholische und antimodernistische Einstellung inzwischen hinlänglich bekannt war.

1976 promovierte Günther Storck bei Prof. Scheffczyk an der Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München in Theologie. Inhaltlich behandelte seine Dissertationsarbeit mit dem Titel "Die Gottesidee der Wissenschaftslehre J.G. Fichtes" das Thema der Erkennbarkeit und der Erkenntnis Gottes des absoluten wobei sie im Anschluss daran zur Rechtfertigung der katholischen Trinitätslehre überging. Ebenfalls 1976 schloss sich Günther Storck der Priesterbruderschaft St. Pius X. an die vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet worden war und sich gegen den Papst Paul VI. stellte. Lefebvre war daraufhin 1976 vom Papst suspendiert worden spendete jedoch weiterhin Priesterweihen und betrieb Seelsorge.

1980/1981 gründete er ein eigenes Priesterseminar Heilig Blut in Feldafing und später in München, in dem er selbst als Dozent wirkte.

[Bearbeiten] Bischof und Exkommunikation

Am 30. April 1984 wurde Günther Storck durch Bischof Guérard des Lauriers aus Frankreich zum Bischof konsekriert, durch welche beide sich die Exkommunikation zuzogen. Storck ordinierte ab 28. Oktober 1989 selbst vier Priester in München.

Schon seit jungen Jahren litt Günther Storck an einer Lebererkrankung die schließlich zu seinem Tod am 23. April 1993 führte. Er wurde auf dem Münchner Westfriedhof beigesetzt.

[Bearbeiten] Weblinks

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