Franz von Paola

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der heilige Franz von Paola (*1416 in Paola, Kalabrien, Italien; † 2. April 1507 in Plessis-lès-Tours, Frankreich) war ein italienischer Ordensgründer.

Franz Eltern hatten zum Hl. Franziskus von Assisi gebetet, weil sie befürchtet hatten, keine Kinder bekommen zu können. Da ihr Gebet erhört worden war schickten sie Franz als Dreizehnjährigen in ein Franziskanerkloster. Doch schon zwei Jahre später verließ er dieses, um sich in die Einsamkeit zurückzuziehen und ein strenges Leben als Einsiedler zu führen. Die Höhle des Fünfzehnjährigen wurde allerdings entdeckt und Franz sah sich aufgrund der großen Zahl derer, die mit ihm zurückgezogen leben wollten, gezwungen, nach Paola zurückzukehren, um mit Erlaubnis des Bischofs von Cosenza ein Kloster zu erbauen.

Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich der „Orden der Eremiten des Heiligen Franz von Assisi“, der Bettelorden der Mindesten Brüder, auch unter dem Namen Minimiten oder Paulaner bekannt.

Die 1471 bestätigten Regeln dieses Bettelordens erfordern jeglichen Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, auch strenge Kasteiungen gehören zur Lebensweise.

Franz werden zahlreiche Wunder, wie Heilungen oder Totenerweckungen, zugeschrieben. Außerdem soll der Heilige glühende Kohle in seinen Händen gehalten haben, ohne dass er dadurch irgendeinen Schaden erlitten hätte, und die Meerenge von Messina auf seinem Mantel stehend durchfahren haben.

Auf Wunsch der französischen Könige lebte er zuletzt in Frankreich. Er starb 1507 91-jährig im Kloster Plessis-les-Tours

Franz wurde 1513 selig- und 1519 heilig gesprochen.

Er ist Patron von Kalabrien, der Einsiedler, bei Kinderlosigkeit, seelischen und körperlichen Leiden und Pestgefahr. Sein Gedenktag ist der 2. April.

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.