Franz-Peter Tebartz-van Elst

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Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst

Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (* 20. November 1959 in Kevelaer-Twisteden, Niederrhein) war Bischof des Bistums Limburg und ist seit Dezember 2014 Delegat im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Nach dem Studium an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg empfing Franz-Peter Tebartz-van Elst am 26. Mai 1985 im St.-Paulus-Dom zu Münster die Priesterweihe und war zunächst Kaplan in Altenberge, wurde 1990 Domvikar in Münster und Domkaplan am St. Paulus-Dom in Münster. Nach einem Studium an der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana von 1988 bis 1990 wurde er mit einer Arbeit zum Thema: „Der Erwachsenenkatechumenat in den Vereinigten Staaten von Amerika: eine Anregung für die Sakramentenpastoral in Deutschland“ zum Doktor der Theologie promoviert.

1996 erhielt er einen Lehrauftrag über "Pastoraltheologie/Homiletik" im Fachbereich Kath. Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wurde 1998 dort Privatdozent. 1999 wurde er Rundfunkbeauftragter des Bistums Münster für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und 2002 Univ.-Professor für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft an der Universität Passau.

Bischof

Im Jahre 2003 wurde er zum Titularbischof von Girus Tarasii und zum Weihbischof von Münster, als Regionalbischof der Region Steinfurt/Borken ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 18. Januar 2004 . Am 28. November 2007 wurde Tebartz-van Elst von Papst Benedikt XVI. zum Bischof des des Bistums Limburg ernannt und trat das Amt am 20. Januar 2008 dort an.

Tebartz-van Elst wurde am 5. Dezember 2014 von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zum Delegaten im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ernannt.[1]

Wirken

In seinen ersten Amtsmonaten besuchte Bischof Tebartz-van Elst der Reihe nach alle Bezirke des Bistums Limburg.

In seinen beiden ersten Hirtenbriefen hat er vor allem die pastorale Situation im Bistum Limburg thematisiert. Dabei ging er auf die vorhandenen Probleme ein, ließ auf der anderen Seite auch viel Optimismus spüren. Ein besonderes Herzensanliegen war ihm sowohl im Fasten- als auch im Pfingsthirtenbrief die Situation der Gemeinden vor Ort: Was vielfach als Umbruch bezeichnet wird, erleben nicht wenige als einen Abbruch des kirchlichen Lebens. Trotzdem sind die Veränderungen, die uns gegenwärtig zu schaffen machen, kein Unglück der Kirchengeschichte. In dem, was uns zugemutet wird, ist auch verborgen, was Gott uns zutraut. (Fastenbrief 2008) Grundmaßstab für das seelsorgliche Wirken der Kirche sei das Wirken Jesu Christi: Das Sein ist wichtiger als das Machen. Nachfolge, die erfüllt gelebt wird, ist wichtiger als ein Aktionismus, der sich bemüht, allen Erwartungen gerecht zu werden. (Pfingsthirtenbrief 2008) Ebenso betonte er die Bedeutung des sakramentalen Priestertums für die Seelsorge: Den Priestern ist es kraft der Weihe aufgetragen, Christus in den Sakramenten der Kirche darzustellen. Die Sakramente begründen das Wesen der Kirche. Deshalb können Priester nicht durch andere pastorale Dienste ersetzt werden. (Pfingsthirtenbrief 2008).

Im März 2014 übergab Erzbischof Robert Zollitsch dem Papst den Bericht einer Prüfungskommission, die die Deutsche Bischofskonferenz im Oktober 2013 eingesetzt hatte. Hierin waren einige Verstöße von Bischof Tebartz-van Elst gegen geltendes Vermögensrecht und andere kirchliche Vorschriften festgestellt worden. Am 26 März 2014 nahm Papst Franziskus den Rücktritt Tebartz-van Elsts als Bischof von Limburg an, den dieser am 20. Oktober 2013 angeboten hatte.[2]

Hirtenworte

Weblinks


Vorgänger
Franz Kamphaus
† Bischof von Limburg
2008-2014
Nachfolger
Georg Bätzing

Anmerkungen

  1. Summus Pontifex Franciscus nominavit! Kath.net am 5. Februar 2015; Tebartz-van Elst hat neue Aufgabe in Rom Kath.net am 7. Februar 2015
  2. Rücktritt von Tebartz-van Elst Kath.net am 26 März 2014
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