Fürst

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Ein Fürst ist ein Angehöriger des hohen Adels, bestenfalls Souverän in einem Fürstentum (in Europa so nur noch in Monaco). Der Titel wurde aber in neuerer Zeit auch hochrangigen Adligen zugesprochen, die unter der Oberhoheit eines Königs oder Kaisers standen. Als Oberbegriff meint die Fürsten auch sämtliche souveränen Inhaber der Staatsgewalt in den Monarchien.

Das deutsche Wort Prinz, von lat. Princeps, der Erste, bedeutet in anderen Sprachen zugleich Fürst (prince, principe). Im Deutschen hat sich das Verständnis durchgesetzt, sprachlich nicht korrekt, dass Fürstenkinder als Prinzen oder Prinzessinnen bezeichnet werden.

Der Begriff "Kirchenfürst" meint in analoger Deutung ein herausgehobenes Mitglied der katholischen Hierarchie, ist aber kirchenrechtlich nicht vorgesehen. Dass es in geistlichen Fürstentümern auch Bischöfe gab, die weltliche Amtsgewalt ausübten, war nie das erstrebte "Staat-Kirche-Modell" der Christenheit, sondern immer eine (respektierte) Ausnahme. Nur im Falle des Kirchenstaates war der Katholizismus über mehr als 1000 Jahre hinweg davon überzeugt, dass der Papst aus Gründen der Unabhängigkeit eines eigenen Staates bedürfe. Der Vatikanstaat ist, aus derselben Begründung heraus, aber nicht in Kontinuität, als Kleinststaat 1929 neu gegründet worden. Nur in diesem, seinem "Fürstentum" übt der Papst souveräne Amtsgewalt in allen geistlichen und weltlichen Dingen aus.

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