Dominikus Ringeisen

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Dominikus Ringeisen (* Villingen † 1904 in Ursberg) war Priester und Gründer der Ursberger Behinderten-Anstalt, welche 1996 in die "Dominikus-Ringeisen-Stiftung" überführt wurde. Ein Priester arbeitet in der Direktion des Werkes mit. Im Jahre 2009 ist Direktor Walter Merkt.

Biografie

Dominikus Ringeisen machte das Abitur. Er trat in den Jesuitenorden ein, wurde jedoch nach einem Jahr wegen schwacher Gesundheit wieder entlassen. Er erreichte es, dass er Theologie studieren konnte und empfing die heilige Priesterweihe. Er wirkte als Kaplan in der Nähe von Kaufbeuren in einigen Pfarreien und in Obergünzburg. Dort hat er durch Spenden ein Krankenhaus errichtet. Er diente als Beichtvater bei den Crencentiaschwestern (Franziskanerinnen) in Kaufbeuren. Seine Charakteristik war das Gottvertrauen.

Die Einrichtung für Behinderte

Er erfuhr die Nöte von Menschen mit Behinderungen und kaufte in Ursberg ein Prämonstratenserkloster, das in der Säkularisation aufgehoben wurde. Er hatte jedoch nicht das Geld dazu. Ein Tag vor der notwendigen Bezahlung des Klosters kam eine Frau aus Schlingen (in der Nähe von Bad Wörishofen) und legte ihm das Geld auf den Tisch. Diese hatte einen Bauernhof geerbt, ihn verkauft und das Geld Dominikus Ringeisen zu Verfügung gestellt. So kaufte Ringeisen im Jahre 1884 das Kloster und eröffnete im Dezember desselben Jahres die Anstalt für Behinderte Menschen. Nach 3 bis 4 Jahren waren es 300-400 Menschen mit Behinderungen. Am Anfang halfen ihm die Crencentiaschwestern. Aber bald boten andere Frauen an, ihm zu helfen. So entstand eine franziskanische Josephskongregation, die 1897 die Anerkennung erhielt, die im Jahre 2009 170 Schwestern beträgt. Er mühte sich um Hilfen, die ihm bei seinem Werk zuarbeiteten z.B. erwarb er ein Kloster mit großer Ackerfläche in Mariabildhausen (Unterfranken), was vor allem in der Zeit des Ersten Weltkrieges wie eine Kornkammer für sein Werk darstellte. Er war sehr zukunftsweisend ausgerichtet. Er nutze die neuen technischen Errungenschaften und errichte als erster ein Elektrizitätswerk in Ursberg. Er pflegte Kontakt mit Don Bosco in Turin.

In der Nationalsozialisten Zeit, wurden 500 Behinderte in den sogenannten "Grauen Bussen" abtransportiert und 279 ermordert. 1996 wurde dieses Werk in eine eigene kirchliche Stiftung (selbstständige Einrichtung) mit dem Namen "Dominikus-Ringeisen-Stiftung" überführt.

Literatur