Diskussion:Phänomenologie

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@ Wolfgang e.
Die Phänomenologie ist keine katholische Philosophie. Dieses "Werkzeug", wie man die moderne Phänomenologie einstufen kann, entwickelte sich aus protestantischem Denken (Descartes, Kant). Darum wäre ein Artikel hier in der Kathpedia nicht angebracht. Wenn schon, dann unter der "Kategorie Irrlehren". Die Kategorie Philosophie meint nur die katholische. Philosophen, die konvertiert haben wie Dietrich von Hildebrand und Edith Stein machen die Phänomenologie nicht katholisch.
Links zu Enzyklopädien siehe: Kathpedia:Richtlinien
Paulo 15:17, 26. Juli 2010 (CEST)

Hallo Paulo,

Schau einmal in die Kathegorie Philosophie hinein, da ist keineswegs nur "katholische" Philosophie zu finden. Wenn Deine Auffassung über die Kathegorie Philosophie die richtige wäre, müsste man die Kathegorie umbenennen in "Kathegorie katholische Philosophie".

Ich denke, in Kathpedia sollte alles einen Platz haben, solange es aus katholischer Perspektive betrachtet wird. Wenn die Phänomenologie also aus irgendeinem Grund aus katholischer Perspektive problematisch ist, sollte das schlicht und einfach im Artikel erwähnt werden.

Die Phänomenologie unter Kathegorie Irrlehren einzuordnen, ist aus mehreren Gründen problematisch:

  1. Edith Stein hat mit ihrer Konversion nicht aufgehört, Phänomenologin zu sein. Sie hat sich weiterhin ausdrücklich auf diese Methode bezogen. Mit Deiner Einteilung würdest Du z.B. auch Edith Stein zur Irrlehrerin erklären. Dies widerspricht offensichtlich der Auffassung der Kirche, denn die Kirche hat Edith Stein heiliggesprochen.
  2. Die Kathegorien dienen dazu, Dinge leichter zu finden. Jeder, der unbedarft sich in Kathpedia verirrt, würde alles, was mit Philosophie zu tun hat, wohl unter Philosophie suchen, nicht unter Irrlehren.
  3. Ja, es stimmt, die Phänomenologie ist keine dezitiert "katholische" Philosophie. Es stimmt auch, dass sie sich aus protestantischem Denken (Descartes, Kant) entwickelt hat. (Husserl war auch ein protestantisch getaufer Jude. Seine Witwe wurde allerdings im Exil katholisch). Man muss dazu aber auch sagen, dass sich die Phänomenologie von Descartes und Kant wegentwickelt hat. Ziel von Husserl war es ja gerade, den durch die beiden Herrn hervorgerufenen Psychologismus zu überwinden, und sich so wieder objektiv den Dingen zuwenden zu können. Durch diesen Versuch, in der Philosophie durch Ausklammerug der Frage nach dem "Wie" unserer Erkenntnis wieder zu größtmöglicher Objektivität zu führen, lässt die Einordnung unter "Irrlehren" irgendwie absurd erscheinen. Wo widerspricht denn die Phänomenologie der Lehre der Kirche?
  4. Das der Existentialismus auch irgendwie von der Phänomenologie abstammt, ist nicht Schuld der Phänomenologie. Bei Existentialismus ist die Kathegorie Irrlehren durchaus berechtigt (neben der Kathegorie Philosophie). Dort wird im Artikel ja auch auf die Problematik hingewiesen.
  5. Die Überwindung von Kant und die neugewonnene Objektivität hat es schließlich auch einigen bedeutenden katholischen Denkern ermöglicht, wieder in der "modernen" Philosophie Fuß zu fassen, unter Verwendung der phänomenologischen Methode. Auch Papst Johannes Paul II ist hier nicht unbeeinflusst. Ein Artikel über die Phänomenologie hat auch dadurch eine enorme Berechtigung in einer katholischen Enzyklopedie.

Mit den Links zu Enzyklopedien hast Du Recht, es dürfte Sich hierbei eigentlich nicht um (weiterführende) Literatur, sondern um Quellangaben des Autors dieses Artikels handeln. Ich ändere das einmal in diese Richtung.

LG, --Wolfgang e. 23:32, 2. Aug. 2010 (CEST)

Hallo Wolfgang e.,

"Diese Wendung zum Objektiven hat besonders auf Logik, Ethik, Ästhetik und die Onthologie erneuernd eingewirkt,". Dies ist eine Behauptung, die nur gut begründet und mit Beispielen stehen gelassen werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du ein approbiertes Lehrbuch hast, wo das drinsteht? In meinen kommt "Phämomenologie" gar nicht vor. Die Irrtümer, wie Subjektivismus, Idealismus, Nominalismus usw. schon. Paulo

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