Diskussion:Missbräuche in der Liturgie

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Was 5. Jahrhunderte nicht verändert wurde, ist kein Missbrauch, sondern eine als Verbesserung, so ungefähr, wie die Mundkommunion aus einer gewissen Handkommunion entstand. Ebenso betrifft dies den folgenden Abschnitt (Missbrauch wurde dazu gedichtet).
Heilige Messe vor ausgesetztem Allerheiligsten
Die Feier der Heiligen Messe vor ausgesetztem Allerheiligsten war seit dem 15. Jahrhundert im Deutschland weit verbreitete Sitte. Im 19. Jahrhundert zeigte die Kirche gegen diese jetzt als Missbräuche erkannte Praxis "zunehmende Strenge", "da dieser Brauch sowohl die Teilnahme am Messopfer als auch die Verehrung der wahren Gegenwart Christi beeinträchtigt"; die Kirche habe einen "Widerwillen gegen eine Verdoppelung der eucharistischen Gegenwart am selben Ort", weswegen auch die Eucharistie nur an einer Stelle innerhalb einer Kirche aufbewahrt werden darf. (Aimé-Georges Martimort (Hrsg.): Handbuch der Liturgiewissenschaft I, Herder Verlag, Freiburg-Basel-Wien 1963, S. 487f. (Imprimatur: GV Dr. Föhr, Freiburg, 30. September 1963.) Die Ritenkongregation sah 1927 (vgl. AAS 19 [1927] 289) die Messe vor ausgesetztem Allerheiligsten "als einen Brauch an, der nicht geduldet werden kann". Papst Pius XII. kommentiert diese Aussage mit den Worten: "Eine Entscheidung der Heiligen Ritenkongregation vom 27. Juli 1927 schränkt die Ausstellung des allerheiligsten Sakraments während der Messe auf ein Minimum ein; das erklärt sich leicht aus der Sorge, im allgemeinen den Akt des Opfers und den bloßen Kult der Anbetung voneinander getrennt zu erhalten, damit die Gläubigen deren eigentümlichen Charakter deutlich erkennen" (Ansprache Vous Nous avez vom 23. September 1956). Der Codex Iuris Canonici (CIC c. 941 § 2) von 1983 verbietet die Feier der Heiligen Messe vor dem ausgesetzten Allerheiligsten.

--Oswald (Diskussion) 13:59, 26. Jul. 2016 (CEST)

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