Diskussion:Homosexualität

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*[http://katholik.ch/themen-a-z/73-zeitzeichen/416-strafen-fuer-homosexualitaet.html Länder, in denen Homosexualität nach wie vor als Straftat geandet wird:]
 
*[http://katholik.ch/themen-a-z/73-zeitzeichen/416-strafen-fuer-homosexualitaet.html Länder, in denen Homosexualität nach wie vor als Straftat geandet wird:]
*[ttp://www.kath-info.de/homo.html Die Haltung der Kirche zur Homosexualität]
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*[http://www.kath-info.de/homo.html Die Haltung der Kirche zur Homosexualität]
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*[http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_162.pdf 3. Juni 2033 Kongregation für die Glaubenslehre: Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen]

Version vom 7. September 2010, 10:06 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Sodomie / Definition

Homosexualität (= Sodomie) kommt mir etwas zu kurz gegriffen. Viele Christen sagen heute Sodomie wenn sie Homosexualität meinen. In der sekularen Welt ist Sodomie nur mehr der Sexualkontaktmit Tieren (="der anderen Art").

Aber Sodomie umfasst geschichtlich mehr. Im angloamerikanischen Raum und den dadurch beeinflussten Ländern findet sich heute noch der Begriff "sodomy". zB das "sodomy-law" welches es bis vor kurzem in Teilen der USA gültig war. Da war auf jeden Fall jeder Analverkehr gemeint (egal ob homo oder hetero) und oft auch Oralverkehr (ebenso hetero wie homo). Gleichgeschlechtliche Masturbation war nicht sanktioniert. Auch in unseren Breiten wurde früher diese Breite damit gemeint. Manchmal war früher auch die Masturbation eingeschlossen oder eben jede nicht der Zeugung dienende Sexualpraktik (Abwendung von Gott, was eigentlich mMn das wirkliche Hauptthema der Geschichte von Sodom und Ghomorra ist, was auch im Koran bemerkbar ist ("Volk des Lot").

Ich werde die einfache Gleichsetzung löschen. --Franz (Fg68at) 15:34, 16. Nov 2007 (CET)

Ich hab' im Duden/ Fremdwoerterbuch nachgeschaut (Auflage 1990).
Sodomie. 1. Sexualkontakt mit Tieren. 2. (veraltet) Homosexualitaet.
Matthias08 22:47, 14. Jul 2008 (CEST)

Definition von Homosexualität

Auch sollte klargestellt werden was in diesem Wiki mit Homosexualität genau gemeint ist. Homosexualität kann im Sprachgebrauch folgende Bedeutungen haben

  1. ein Verhalten (zB: Situationsgebundene Homosexualität im Gefängnis)
  2. ein positiver oder negativer (Krankheit, Funktionsstörung) Zustand, ein Charakterzug, eine Wesensart
  3. eine soziale Rolle (verschiedene Arten und Weisen wie Menschen in der Gesellschaft als "Homosexuelle" leben)

Quelle: [1] --Franz (Fg68at) 15:34, 16. Nov 2007 (CET)

Im Artikel wird der (katholische) Katechismus zitiert und die Lehre der Kirche korrekt dargelegt. Die Bereicherung Deines Diskussionsbeitrages werde ich einarbeiten. --Oswald 16:29, 16. Nov 2007 (CET)

Ich habe die Einleitung jetzt etwas klarer gemacht, denn auch der KKK unterscheidet. Hier noch als ein Beispiel meine für einen anderen Ort geschriebene vorläufige Zusammenfassung der Sichtweise des katholischen Psychologen van der Aardweg, später kommt vielleicht noch die Sichtweise des katholischen Psychologen Nicolosi dazu. Diese Beschreibungen sollen hier erklären was Leute darunter verstehen und viele Ansichten Aardwegs spiegeln sich auch in der katholischen Morallehre und verschiedenen Aussagen wieder. Aardweg ist ja quasi ein Standardwerk im katholischen Bereich, anscheinend auch vor allem in Italien (nach den Funden im Web).


Im Gegensatz zu anderen fokusiert Aardweg bei Homosexualität nicht auf äusseres Verhalten, sondern auf Gefühle. Weiters sagt er aus, dass „nicht alle sexuellen Kontakte oder Manipulationen mit Mitgliedern des gleichen Geschlechts im eigentlichen Sinn des Wortes homosexueller Natur sein müssen“, wie etwa Masturbation unter Jungen oder rituelle Sexualkontakte in nicht-westlichen Kulturen. „Homosexuell“ definiert er als Neigung zu Mitgliedern des eigenen Gesschlechts mit gleichzeitiger Verminderung des erotischen Interesses am anderen Geschlecht. Er unterscheidet auch zwischen „passagener (vorübergehender) Homosexualität“, insbesondere in der Pubertät als Entwicklungsstufe zur „vollwertigen und psychisch reifen“ Heterosexualität, sowie „chronischer Homosexualität“. Jugendliche, für die Homosexualität eine von vielen Möglichkeiten sexueller Befriedigung darstellt, sind seiner Ansicht nach durch Propaganda verwirrt. Es gibt seiner Ansicht nach auch die milde Form einer vorübergehenden „echten Homosexualität“ und seine Theorie gilt auch für leichteste Fälle homosexueller Wünsche, wenn damit eine Verminderung heterosexuellen Interesses auftritt. Ein Stricher, der es macht um die Finanzen aufzubessern ist nicht unbedingt als homosexuell anzusehen. Eine Unterscheidung zwischen Kern- und Randhomosexualität haltet er für wenig sinnvoll, da er eine Verschiedenheit homosexueller Menschen in ihren Wünschen und Verhalten, sei es jetzt sexueller oder optischer Natur, anerkennt und man nicht definieren kann welcher jetzt der unbehandelbare Kernhomosexuelle sei. Das Konzept einer latenten Homosexualität, die nicht direkt unbewusst ist, aber wo man selbst lange Zeit nicht die Bedeutung der homoerotisch gefärbten Interessen erkennt, bezieht er in seine Definition von Homosexualität mit ein, da es um Gefühle geht. Bisexuelle haben seiner Meinung nach immer eine schwache heterosexuelle Neigung. Es sind für ihn homosexuelle Menschen mit mehr oder weniger stark ausgeprägten, rudimentären oder unreifen heterosexuellen Zügen und in der Mehrzahl auf der Kinsey-Skala unter „ausschließlich homosexuell“ einzustufen. Die seiner Meinung nach wenigen Männer und Frauen mit homosexueller Neigung, welche auch starke heterosexuelle Gefühle empfinden können, können dies jedoch nie gleichzeitig, sondern nur in abwechselnden Phasen und selbst dort erweist sich bei genauerer Betrachtung die Heterosexualität abgeschwächt und wenig dauerhaft. Die Theorie, dass jeder Mensch eine angeborene bisexuelle Anlage hätte, die sich nach bestimmten kulturellen Faktoren entwickeln hält er für vollkommen falsch, ebenso wie die Theorie eines dritten Geschlechts. Die Entwicklung erotischer Wünsche sind seiner Meinung nach „unausweichlich auf das andere Geschlecht gerichtet, so dass ein psychologisch und biologisch reifer Mensch ausschließlich heterosexuelle Interessen haben wird“. Da er das biologische Prinzip der Finalität anerkennt und die Natur keine verschiednen Varianten einer Spezies hervorbringt, die keinen Sinn und keine Überlebenschancen haben ist für ihn alles von der Norm abweichende Sexualverhalten als Degeneration der gesunden Norm zu betrachten oder Ausdruck normaler Individuen, die in irgendeiner Form an einer Krankheit oder Störung leiden. Homosexualität ist für ihn glücklicherweise keine Degeneration, sondern eine funktionelle Störung. ("Drama" 1985 S. 37-47) In der Tierwelt muss für ihn homosexuelles Verhalten in Abhängigkeit von anderen, als allein sexuellen Trieben erklärt werden und er führt die Beispiele soziale Dominanz oder Neutralisierung von Agressionen nach D.J. West (1960) und Irenäus Eibl-Eibesfeldt (1970) an ("Drama" 1995 S. 37). Er meint, dass man in der Tierwelt keiner Homosexualität, also erotischer Präferenz für gleichgeschlechtliche Partner die mit einer beträchtlichen Minderung des Interesses am anderen Geschlecht einhergeht, begegnet. ("Drama" 1985 S. 61) Diese Ansichten über die Tierwelt wurden inzwischen gründlich widerlegt.


--Franz (Fg68at) 13:39, 21. Nov 2007 (CET)

Gesellschaftlicher Aspekt der Homosexualität

Dieser Satz

Gelebte Homosexualität erscheint auch aus gesellschaftlichen Gründen wenig wünschenswert, da sie Nachkommenschaft aus ihrem Wesen heraus ausschließt (vgl. Zölibat).

macht keinen Sinn, da die Alternative "nichtgelebte Homosexualitaet" im Fall der Keuschheit auch keine Kinder erzeugt. Auch im Hinblick auf zeugungsunfaehige Paare und zoelibataer lebende Menschen erscheint mir die Argumentation hoechst problematisch. Matthias08 22:59, 14. Jul 2008 (CEST)

Ich verstehe nicht, warum das keinen Sinn machen soll. Ist doch eigentlich logisch und einleuchtend. Der "Nutzen" des Zölibats liegt in eschatologischen Zeichenhaftigkeit, die bei Homosexualität nicht (wohl aber bei Keuschheit von Homosexuellen) gegeben ist. --Benedikt 00:26, 15. Jul 2008 (CEST)
(1) Der Punkt ist, dass gelebte wie keusche Homosexualitaet keine Kinder erzeugt. Daher ist die "Begruendung"
da sie Nachkommenschaft aus ihrem Wesen heraus ausschließt (vgl. Zölibat).
gegenstandslos. Es gibt stets keine Nachkommen.
Laesst man diese gegenstandslose "Begruendung" weg, wird klar, dass der Satz
Gelebte Homosexualitaet erscheit auch aus gesellschaftlichen Gruenden wenig wuenschenswert.
eine blosse Meinungsaeusserung ist. Hat in einer Enzyklopaedie nichts verloren.
(2) Ob Keuschheit "eschatologisch zeichenhaft" ist oder nicht, spielt im Hinblick auf den gesellschaftlichen Nutzen und insb. im Hinblick auf die Anzahl der Kinder in einer Gesellschaft keine Rolle. Was die Kinderanzahl angeht, sind Homosexualiaet, Zoelibat und Verhuetung in der Wirkung genau gleich. Die Argumentation "eschatologische Zeichenhaftigkeit" ist eine religioese und keine gesellschaftspolitische. Matthias08 12:27, 20. Jul 2008 (CEST)
Sorry, du verwechselst hier was. Das hier ist eine katholische Enzyklopädie. Habe deine Änderung wieder rückgängig gemacht. --Benedikt 15:25, 20. Jul 2008 (CEST)
Deshalb wird sachlich nicht begruendet? Sehr schwach. Matthias08 07:42, 24. Jul 2008 (CEST)
Ich habe das sehr wohl begründet. Wenn du der Meinung bist, dass die eschatologische Zeichenhaftigkeit der Ehelosigkeit gesellschaftlich irrelevant ist, dann verwechselst du etwas. --Benedikt 11:32, 24. Jul 2008 (CEST)

2. Weltkrieg

Guten Morgen, bin über diese Stelle "gestolpert": "Nach dem 2. Weltkrieg fand es auch Einzug in die katholische Moraltheologie". Gibt es da nach Ansicht des Schreibers irgendeine Verbindung? Ich kann mir eigentlich keine Vorstellen. Gruß --Moonbrother 09:32, 11. Sep 2008 (CEST)

Nur eine zeitliche. So etwas ist ja ein längerer Prozess. Um 1850 herum wurde die Verwendung des Wortes Sodomie in der Wissenschaft/Medizin rapide weniger und es wurden verschiedene Begriffe verwendet. 1913 schreibt Hirschfeld, dass sich Homosexualität durchgesetzt hat. Die rkK verwendete es noch länger und begann in ihren Dokumenten etwa nach dem 2.WK immer mehr den in der Wissenschaft verwendeten Begriff Homosexualität zu verwenden. --Franz (Fg68at) 04:37, 7. Feb. 2010 (CET)


Der HIV-Virus wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts (insbesondere in den USA) gerne als "Schwulenkrankheit" tituliert.

Weitere Literatur

  • Hsgr., Robert de Matthei, Homosexualität und Kirche, Die Gründe einer Verurteilung, mit dem Nachwort von Wolfgang Kuhn Gibt es Homosexualität im Tierreich? Christiana Verlag Stein am Rhein (54 Seiten) --Paulo 11:49, 18. Mär. 2010 (CET)

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