Dieudonné Nzapalainga

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Dieudonné Nzapalainga (* 14. März 1967 in der Zentralafrikanische Republik) ist Erzbischof von Bangui und Kardinal.[1]

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Dieudonné Nzapalainga besuchte erst das Kleinseminar „Saint-Louis“ in Bangassou, und anschließend das Priesterseminar „Saints Apôtres“ in Otélé (Kamerun), wo er Philosophie studierte. Danach studierte er Theologie am Priesterseminar der Spiritaner in Libreville (Gabun) und am „Centre Sèvres“ in Paris. Die Erste Profess legte er am 8. September 1993, die ewige am 6. September 1997 ab. Die Priesterweihe empfing er am 9. August 1998. Dann diente er als Kaplan der Fondazione d’Auteuil und Vikar in der Pfarrei Saint Jerôme in Marseille. Nach seiner Rückkehr in die Zentralafrikanische Republik 2005 wurde er Regional-Superior der Spiritaner und Pfarrer in Bangui. I den Jahren 2008 bis 2009 fungierte er als Präsident der Konferenz der Ordensoberen in der Zentralafrikanischen Republik. Am 26. Mai 2009 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Administrator von Bangui ernannt.

Bischof

Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 14. Mai 2012 zum Erzbischof von Bangui ernannt. Im gleichen Jahr empfing er am 22. Juli die Bischofsweihe durch den Hauptkonsekrator Kardinal Fernando Filoni. Mitkonsekratoren waren der Erzbischof Jude Thaddeus Okolo und Bischof Edouard Mathos. Papst Franziskus ernannte ihn am 13. September 2014 zum Mitglied der Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

Als Präsident der Bischofskonferenz der Zentralafrikanischen Republik nahm er im Oktober 2014 an die außerordentliche Bischofssynode über die Familie teil.

Papst Franziskus empfing ihn während dessen ersten Afrikareise in seiner Diözese im Monat November 2015, wo er in der Kathedrale von Bangui vorzeitig die erste Heilige Pforte des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit eröffnete. Der Erzbischof ist sehr aktiv im Friedensprozess in der Zentralafrikanischen Republik. Zusammen mit Imam Oumar Kobine Layama, Präsident des Islamischen Rates der Zentralafrikanischen Republik, und dem evangelischen Pfarrer Nicolas Guérékoyaméné-Gbango, Präsidenten der Evangelischen Allianz, gründete er im Jahr 2013 die von der Caritas mitgetragene „Interreligiöse Friedensplattform“ („Interfaith Peace Platform“). Für ihren Einsatz für die Versöhnung empfingen die „drei  Heiligen von Bangui“, wie sie auch genannt werden („les trois saints de Bangui“), im August 2015 gemeinsam den Sergio-Vieira-de-Mello-Weltbürger-Preis in Genf. Zusammen mit dem Imam wurde der Erzbischof 2015 auch mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Im Laufe des Konsistoriums am 19. November 2016 empfing er den Kardinalspurpur von Papst Franziskus. Er wurde zum Kardinalspriester mit der Titelkirche Sant’Andrea della Valle ernannt.[2] Am 28. Januar 2017 wurde er von Papst Franziskus als Mitglied der Kongregation für die Evangelisierung der Völker bestätigt (OR 3. Februar 2017, S. 4).


Weblinks

Anmerkungen

  1. Dieudonné Nzapalainga ist der erste Kardinal der Zentralafrikanischen Republik Zenit am 11. Oktober 2016
  2. Kathtube-logo.jpg Konsistorium 2016 in voller Länge mit deutscher Übersetzung - CTV (Kathtube am 19. November 2016) (Länge: 56:51 Min.).
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