Die Bischofssynode 1967 über Mischehen

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bischofssynode 1967 über Mischehen

(Quelle: Nachkonziliare Dokumentation 28, im Auftrage der Deutschen Bischofskonferenz; Paulinus Verlag Trier 1971, S. 114-117; Imprimatur N. 31/71 Treveris, die 28.7.1971 Vicarius Generalis Dr. Schäfer; private Übersetzung)

Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Fragen über die Mischehen:

Frage 1:

Soll die bisher übliche Terminologie beibehalten werden (Mischehe, Hindernis der Bekenntnisverschiedenheit, Hindernis der Religionsverschiedenheit)?

Ja: 116; Nein: 64.


Frage 2:

Ist es ratsam, eine neue Terminologie einzuführen, z. B. „interkonfessionelle Ehe" und „religionsverschiedene Ehe" oder eine andere?

Ja: 29; Nein: 110; mit Vorbehalt: 41.


Frage 3/1:

Soll es zur Dispens vom Hindernis genügen, wenn die zuständige Autorität moralische Gewissheit hat, dass für den katholischen Partner keine Gefahr besteht, den eigenen Glauben zu verlieren, und er bereit ist, nach besten Kräften alles zu tun, dass die Kinder katholisch getauft und erzogen werden?

Ja: 137; Nein: 6; mit Vorbehalt: 42.


Frage 3/2:

Soll es zur Dispens vom Hindernis genügen, wenn die zuständige Autorität moralische Gewissheit hat, dass der nichtkatholische Partner die Gewissensverpflichtung des anderen Partners kennt und Taufe wie Erziehung der Kinder in der katholischen Kirche wenigstens nicht ausschließt?

Ja: 92; Nein: 13; mit Vorbehalt: 72.


Frage 4:

Ist es angebracht, dass das Hindernis ganz aufgehoben wird?

Ja: 28; Nein: 128; mit Vorbehalt: 29.


Frage 5:

Kann die kanonische Form aufgehoben werden und in Zukunft folgende Norm in Anwendung kommen: Katholiken, die zur Gültigkeit des Aktes die kirchliche Eheschließungsform einhalten müssen, wenn sie untereinander heiraten, sind nur zur Erlaubtheit an diese Form gebunden, wenn sie mit Nichtkatholiken die Ehe eingehen?

Ja: 33; Nein: 125; mit Vorbehalt: 28.


Frage 6:

Wäre es, falls die kanonische Eheschließungsform als Bedingung für die Gültigkeit der Ehe beibehalten wird, angebracht, dass dem Ortsoberhirten die Vollmacht gewährt wird, nach seinem klugen und gewissenhaften Ermessen in allen einzelnen Fällen von der Form zu dispensieren, wodurch also in Zukunft die Ausübung dieses Rechtes nicht mehr einzig dem Heiligen Stuhl vorbehalten würde?

Ja: 105; Nein: 13; mit Vorbehalt: 68.


Frage 7:

Da die Mischehe wie jede andere Ehe sowohl innerhalb der Messe als auch - nach besonderem Ritus - außerhalb der Messe geschlossen werden kann (kurzes Mahnwort, Lesung von Epistel und Evangelium in der Landessprache, Homilie, Trauung, Brautsegen - vgl. Inter oecumenici, art. 70 und 74), müsste der Seelsorger nicht darauf bedacht sein, den Brautleuten, unter voller Wahrung ihrer Freiheit, je nach ihrer geistlichen Verfassung eine der beiden genannten liturgischen Formen zu empfehlen?

Ja: 155; Nein: 5; mit Vorbehalt: 27.


Frage 8:

Soll den Mischehen mehr seelsorgliche Betreuung zuteil werden und nicht nur - wie es ja schon vielerorts löblicherweise geschieht - in der vorausgehenden Unterweisung für die Brautleute, sondern auch durch eine besondere Hilfe der Pfarrer für die aus Mischehen hervorgegangenen Familien?

Ja: 171; Nein: 0; mit Vorbehalt: 16.

Meine Werkzeuge