Demut

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Demut (lat. Humilitas) ist die Tugend, sich aus freiem Willen, durch Selbstbescheidung, Gott und den Mitmenschen zu unterwerfen, um die Ehre die Gott gebührt zu vermehren. Die Demut ist, wie die Bescheidenheit, ein Teil der Mässigkeit. Sie ist die Voraussetzung für den evangelischen Rat des Gehorsams, der seinerseits die Anfang der göttlichen Pädagogik bedeutet.

Jesus Christus sagte: "Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig..." (Mt 11,29)

Die Demut Jesu Christi fängt beim grossen Geheimnis der Beschneidung an und endet erst mit dem Opfertod am Kreuz.

Als Sohn Gottes ist er ohne Erbsünde geboren. Aber nachdem er sich freiwillig entschlossen hatte, ein Erlöser der Welt zu werden, sagt der hl. Augustinus, war es nötig, dass er das Kennzeichen eines Sünders annahm. Damit nahm er die Strafe welche die Sünde gebührt, auf sich, nämlich das Zeichen, das Sühneopfer des alten Bundes zwischen Gott und Abraham: die Beschneidung (Gen 17,10ff). - Erst dann bekam er den Namen Jesus, was "Retter", "Erlöser" bedeutet (Mt 1,21). Jesus Christus wollte sich von keinem Gebot befreien. Dieses erste "Blutopfer" Chrisi, war der Anfang vom neuen Bund. Man bezeichnet dieses Opfer auch als erstes der Sieben Schmerzen der seligsten Jungfrau Maria. Der hl. Paulus sagt, dass es durch Christus keine Beschneidung mehr gibt, dem Fleische nach, sondern eine innerliche Beschneidung des Herzens. (Kol 2,11) Nämlich, die Tugend der Demut.

(Lit.: "Andachtsübungen", P. Joanne Croiset S.J. - 1724)

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