Darstellung des Herrn

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Preiset den Herrn
Das Fest der Reinigung Mariens oder Mariä Lichtmeß wurde zum Fest der Darstellug des HERRN
Die Beschneidung Jesu und dessen Darstellung im Tempel
Darstelung des Herrn.jpg

Das Fest Darstellung des Herrn (lat. praesentatio Domini) wurde vor 1970 "Mariä Lichtmess" genannt und wird jedes Jahr am 2. Februar, am 40. Tag nach der Geburt Jesu, gefeiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Früher hieß das Fest "Mariä Reinigung". Damit wurde auf einen jüdischen Brauch ein Bezug hergestellt, in dem festgelegt wurde, dass nach den Vorschriften des Alten Testaments eine Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes bzw. 80 Tage nach der Geburt eines Mädchens als unrein galt (vgl. Lev 12,1-8 EU). Darum musste die Mutter ein Reinigungsopfer bringen. Das waren entweder ein oder zwei Tauben oder ein Schaf.

Der Anlass für das Fest ist die Darbringung des Jesus-Kindes im Tempel (vgl. Lk 2,22-40 EU). Im Tempel erkennen der weise Simeon und die Prophetin Hanna das Jesus-Kind als eigentlichen Herrn des Tempels. Das Fest wurde in Jerusalem bereits seit dem 5. Jahrhundert begangen, in Rom begann man ab Mitte des siebten Jahrhunderts das Fest zu feiern.

Liturgie

Das Evangelium von Lichtmess befindet sich im Lukas-Evangelium im Kapitel 2:

22 Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen,

23 gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.

24Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

25 In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm.

26 Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe.

27 Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war,

28 nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:

29 Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

30 Denn meine Augen haben das Heil gesehen,

31 das du vor allen Völkern bereitet hast,

32 ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

33 Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.

34 Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.

35 Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.

36 Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;

37 nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.

38 In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

39 Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.

40 Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


Im Schott steht zum Fest Mariä Lichtmess: "Das Fest am 40. Tag nach der Geburt des Herrn wurde in Jeru­salem mindestens seit Anfang des 5. Jahrhunderts gefeiert; es wurde „mit gleicher Freude wie Ostern begangen“ (Bericht der Pilgerin Aetheria). In Rom wurde es um 650 eingeführt. Der Festinhalt ist vom Evangelium her gegeben (Lk 2, 22-40). Im Osten wurde es als „Fest der Begegnung des Herrn“ verstanden: der Messias kommt in seinen Tempel und be­gegnet dem Gottesvolk des Alten Bundes, vertreten durch Si­meon und Hanna. Im Westen wurde es mehr ein Marienfest: „Reinigung Marias“ nach dem jüdischen Gesetz (Lev 12). Kerzenweihe und Lichterprozession kamen erst später hinzu. Seit der Liturgiereform von 1960 wird „Mariä Licht­mess“ auch in der römischen Kirche wieder als Fest des Herrn gefeiert: Fest der „Darstellung des Herrn“."

Brauchtum

Am Fest Mariä Lichtmess findet in vielen Kirchen eine Kerzenweihe oder auch eine Lichterprozession statt. Da am folgenden Tag, dem 3. Februar, der Gedenktag des heiligen Blasius begangen wird, wird vielerorts der Blasiussegen bereits am Tag der Darstellung des Herrn gespendet.

Weblinks

Schott über Mariä Lichtmess

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