Désiré Mercier

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Désiré Joseph Mercier (*21. November 1851 in Braine l'alleud, Brabant; †23. Januar 1926 in Brüssel) war Erzbischof von Mecheln, Kardinal und Primas von Belgien.

Mercier studierte er Philosophie, Theologie in Mecheln und Leuven, Psychatrie in Parios. Am 4. April 1874 wurde er zum Priester geweiht, war Mercier seit 1877 Philosophieprofessor, zunächst am Priesterseminar in Mecheln. Seit 1882 war er der erste Inhaber des auf Wunsch von Papst Leo XIII. errichteten thomistischen Lehrstuhls an der Universität Leuven. Er gründete 1889 das "Institut superiéur de Philosophie" in Löwen und war 1894 erster Herausgeber der "Revue néoscolastique de philosophie". Er vertrat eine Neuscholastik, die auf die konstruktive Auseinandersetzung mit der neuzeitlichen Philosophie und der empirischen Wissenschaft setzte. Am 25. März 1906 empfängt er die Bischofsweihe und wird Erzbischof von Mecheln und am 15. April 1907 zum Kardinal erhoben. Als führender Vertreter der Neuscholastik wandte sich Mercier sowohl gegen den Positivismus als auch gegen den Neukantianismus. Im I. Weltkrieg war er ein mutiger Vertreter seines Volkes gegen die deutsche Besatzung. Von 1921 bis 1925 leitete er die (ersten dialogischen) "Mechelner Gespräche" zwischen Anglikanern und Katholiken.

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