Cyrill von Jerusalem

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Der heilige Cyrill von Jerusalem, auch Kyrill (* um 315 in Jerusalem oder Umgebung; † 18. März 386 in Jerusalem) ist ein Kirchenlehrer der römisch-katholischen Kirche.

Biografie

Der heilige Cyrill, der in einer christlichen Familie aus Jerusalem aufgewachsen war, empfing eine ausgezeichnete literarische Ausbildung. Diese bildete die Grundlage für seine auf das Studium der Bibel. Er wurde von Bischof Maximus zum Priester geweiht. Er bestieg als Nachfolger von Bischof Maximus im Jahr 350 den Bischofsstuhl seiner Heimatstadt. Wie so viele seiner Zeit- und Glaubensgenossen erfuhr er immer wieder Probleme durch die Arianer. So warf ihm ein Bischof dieser Sekte vor, er wäre ein Ketzer und würde Kirchengüter zugunsten der Armen veruntreuen; viel Zeit seines Lebens verbrachte er in der Verbannung. Der heilige Cyrill erlitt drei Verbannungen: die erste im Jahr 357 nach vorheriger Verfügung seitens der Synode von Jerusalem; dieser folgte 360 eine zweite Verbannung durch Acacius und schließlich eine dritte im Jahr 367 auf Veranlassung des arianisch gesinnten Kaisers Valens. Erst nach dem Tod des Kaisers im Jahr 378 konnte der heilige Cyrill endgültig von seinem Bischofsstuhl Besitz ergreifen und unter den Gläubigen Einheit und Frieden wiederherstellen.

Bedeutend für die Theologie ist der heilige Cyrill, der Ende des 19. Jahrhunderts zum Kirchenlehrer ernannt worden ist, vor allem aufgrund seiner 24 großen Ansprachen, die er als Bischof um das Jahr 350 vorgetragen hat und über die frühchristlichen Auffassungen der Sakramente Aufschluss geben. Der heilige Cyrill war wahrscheinlich der erste, der das Wort "Wandlung" für die Feier der heiligen Eucharistie gebrauchte.

Cyrill von Jerusalem in der Bibliothek der Kirchenväter

Weblinks

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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